Examensarbeit, 2012
30 Seiten
Vorwort
I Entfaltung des Themas
a) Situationsbezug und Problemgehalt des Themas
b) Folgen von Unterrichtsstörungen
c) Aktuelle Diskussionen zum Thema
d) Zielvorstellung und Erkenntnisgewinn
e) Kriterien zur Evaluation
f) Eingrenzung des Themas
II Bearbeitung des Themas
Der Fragebogen für die SchülerInnen und LehrerInnen der Klasse 7
Die Ergebnisse der Befragung
a) Die Auswertung der SchülerInnen-Fragebögen
Fazit der SuS- Befragung
b) Die Auswertung der LehrerInnen-Fragebögen
Fazit der Lehrer – Befragung
III Folgerungen für den eigenen Unterricht
Disziplin als Grundlage für störungsfreien Unterricht
Lehrerverhalten
Regeln und Organisation
Prävention durch breite Aktivierung
Prävention durch Unterrichtsfluss
Prävention durch Präsenz- und Stoppsignale
a) Nonverbale Signale
b) Verbale Signale
Fazit der Präventionsmöglichkeiten
IV Die praktische Erprobung der aufgeführten Präventionsmaßnahmen
a) Die ersten zwei Wochen im Politikunterricht der Klasse 7
b) Die folgenden zwei Wochen im Politikunterricht der Klasse 7
c) Fazit meines „Selbstversuches“
V Abschlussbemerkung
VI Mögliche Weiterentwicklung
Ziel der Arbeit ist es, durch eine fundierte Analyse von Unterrichtsstörungen in einer 7. Klasse ein wirksames Konzept zur Prävention und zum Umgang mit Störungen zu entwickeln, das primär am Verhalten der Lehrperson ansetzt, um einen möglichst störungsfreien und lehrreichen Unterricht zu gewährleisten.
c) Nonverbale Signale
Nonverbale Signale sind besonders effektiv, da sie die Störenden erreichen, ohne die Klasse selbst abzulenken. Hierzugehören eigentlich simple „Tricks“ wie das Stehen innerhalb der Klasse an einem Ort, an welchem man das Geschehen gut überblicken kann.
Auch das Bewegen im Raum zeigt Präsenz, besonders wenn man gezielt störende SuS anläuft und neben ihnen stoppt. Prädestiniert für Störungen ist die Zeit, in welcher der Lehrer an der Tafel schreibt. Hier lohnt es sich, immer mal wieder einen Blick auf die Klasse zu werfen. Nach einer Weile innerhalb einer Klasse gelingt es vielleicht dann auch einen störenden Schüler herauszuhören und direkt zu ermahnen. Hier besteht jedoch die Gefahr sich verhört zu haben und jemand Falsches zu ermahnen. Möglich ist es zudem sich seitlich an die Tafel zu stellen, so dass der Klasse nicht der Rücken zugedreht wird. Auch das erhöht die Präsenz. Zudem sollte es immer wieder auch möglich sein, statt der Tafel den Overheadprojektor zu nutzen. Hier entgeht man diesem Problem, da Blickkontakt möglich ist.
Die Klasse muss immer das Gefühl haben, insgesamt angesprochen zu sein und eine Lehrkraft vor sich zu sehen, die alles „im Blick“ hat. So ist es sinnvoll den Blick auch im Gespräch mit einzelnen SuS über das gesamte Plenum schweifen zu lassen.
Sobald Störungen wahrgenommen werden, reicht oftmals schon ein „böser Blick“ aus, um die SuS darauf aufmerksam zu machen, dass man die Störung registriert hat und diese von nun an unterbleiben soll.
Der riesige Vorteil von nonverbalen Signalen ist die Tatsache, dass der Unterricht auf der verbalen Ebene ungestört weitergeht und sich die aufmerksamen SuS nicht langweilen müssen. Dennoch fühlen sich auch die störenden SuS angesprochen und wissen, was in diesem Fall zu tun ist. Und nonverbale Signale wirken eher sanft, da man sich nicht im Ton vergreifen kann. Einige Zeichen wirken jedoch nicht von selbst und sollten aus diesem Grund zu Beginn des Unterrichts eingeführt und besprochen werden.
I Entfaltung des Themas: Einleitung in die Problematik von Unterrichtsstörungen sowie Erläuterung der Zielsetzung und Evaluationskriterien der Arbeit.
II Bearbeitung des Themas: Detaillierte Auswertung der Fragebögen von SchülerInnen und Lehrkräften, um Ursachen und Wahrnehmungen von Störungen zu identifizieren.
III Folgerungen für den eigenen Unterricht: Herleitung von pädagogischen Maßnahmen wie Regeln, Aktivierungsmethoden und Signalen zur Prävention von Unterrichtsstörungen.
IV Die praktische Erprobung der aufgeführten Präventionsmaßnahmen: Beschreibung und Reflexion des vierwöchigen Selbstversuchs im Politikunterricht zur Umsetzung der erarbeiteten Strategien.
V Abschlussbemerkung: Resümee über den persönlichen Lernprozess und die professionelle Entwicklung im Umgang mit Störungen.
VI Mögliche Weiterentwicklung: Ausblick auf zukünftige Evaluationsmöglichkeiten zur kontinuierlichen Unterrichtsverbesserung.
Unterrichtsstörungen, Lehrerverhalten, Klassenführung, Prävention, Schülerbefragung, Störungsprävention, Disziplin, Unterrichtsfluss, Nonverbale Signale, Verbale Signale, Selbstversuch, Politikunterricht, Klassenraummanagement, Lehrkompetenz, Schulklima.
Die Arbeit befasst sich mit der Planung, Durchführung und Evaluation eines Konzepts zur Reduzierung von Unterrichtsstörungen in einer 7. Klasse am Gymnasium.
Zentrale Themen sind die Ursachenanalyse von Störungen mittels Befragungen, das Lehrerverhalten, die Implementierung von Klassenregeln und der Einsatz von Präventionssignalen.
Das Ziel ist es, herauszufinden, wie durch eine gezielte Anpassung des eigenen Lehrerverhaltens ein störungsfreierer und effektiverer Unterricht gestaltet werden kann.
Die Arbeit kombiniert eine Literaturanalyse zu Störungsprävention mit einer empirischen Datenerhebung durch Fragebögen an SchülerInnen und Lehrkräfte sowie einem praktischen Selbstversuch.
Der Hauptteil gliedert sich in die Auswertung der Befragungsergebnisse, die theoretische Herleitung von Präventionsmaßnahmen und die Dokumentation der praktischen Erprobung in der Klasse 7.
Die wichtigsten Begriffe sind Unterrichtsstörungen, Lehrerverhalten, Klassenführung, Prävention und Schülerbefragung.
Das Störungsprotokoll diente zur transparenten Dokumentation der Störungen und ermöglichte es der Autorin, die Wirksamkeit der neuen Maßnahmen über einen Zeitraum von vier Wochen zu erfassen.
Regeln fungieren als Basis für Gerechtigkeit und Orientierung, wobei die Autorin betont, dass diese gemeinsam mit den SchülerInnen entwickelt werden sollten, um eine höhere Akzeptanz zu erreichen.
Der Fokus liegt nicht auf der Disziplinierung durch Strenge, sondern auf der Professionalisierung des Lehrerverhaltens durch Präsenz, Vorbereitung und pädagogisches Geschick.
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