Examensarbeit, 2011
44 Seiten
Vorwort
Einleitung
1) Erlebnispädagogik bis heute
1.1) Die Reformpädagogik
1.2) Der Vater der Erlebnispädagogik: Kurt Hahn
1.3) Erlebnispädagogik nach 1945
2) Definition von Erlebnispädagogik
2.1) Erlebnispädagogik als Wissenschaft
2.2) Erlebnispädagogik als Methode
2.3) Erlebnispädagogik als Lernprozess
2.4) Und was ist nun die „richtige“ Definition?
3) Die Prinzipien der heutigen Erlebnispädagogik
3.1) Ein Erlebnis – Was ist das eigentlich?
3.2) Die Reflexion – ein wichtiger Baustein der Erlebnispädagogik
3.3) Das Lernen in der Erlebnispädagogik
3.4) Die Ziele der Erlebnispädagogik
4) Das Pferd in der Erlebnispädagogik
4.1) Welche Rolle spielt das Pferd in der Erlebnispädagogik?
5) Das Praxisbeispiel: Die AG „Rund um´s Pferd“ am Gymnasium in H.
5.1) Der S.hof in B. bei H.
5.2) Die Betreuer der AG „Rund um´s Pferd“
5.3) Planung, Entwicklung und Durchführung – Was bedeutet das?
5.4) Das alte Konzept der AG „Rund um´s Pferd“
5.5) Das neue Konzept der AG „Rund um´s Pferd“
5.6) Die positiven Effekte der AG „Rund ums Pferd“ für die SuS
5.7) Die Lehrerolle innerhalb der AG „Rund um´s Pferd“
6) Evaluation
7) Auswertung der beiden beschriebenen Stunden
8) Resümee
Die Arbeit untersucht, wie ein erlebnispädagogisches Konzept mit Pferden erfolgreich in den schulischen Kontext eines Gymnasiums integriert werden kann, um Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler zu fördern und den Umgang mit dem Partner Pferd methodisch sinnvoll zu gestalten.
1) Erlebnispädagogik bis heute
Die Erlebnispädagogik erscheint als eine recht junge Disziplin innerhalb der Pädagogik, da sie immer wieder aktuell ist. Ihre Wurzeln reichen jedoch schon mehr als 2000 Jahre zurück bis hin zu Platon (427 v. Chr. – 347 v. Chr.), welcher die Handlungsorientierung und Ganzheitlichkeit in der Erziehung betonte. Auch Rousseau (1712- 1778) orientierte sich an dieser Handlungsorientierung. Er hat treffend festgestellt, dass „Kinder (…) leicht (vergessen), was man ihnen gesagt hat, aber nicht, was sie getan haben und was man ihnen tat“. Genau dieses Prinzip ist heute der Kern der Erlebnispädagogik. Als Urvater des handlungs- und produktionsorientierten Lernens in den USA und in Kanada kann man John Dewey (1859 – 1952) bezeichnen. Er vertrat die Ansicht, dass Lernen nur durch Handeln passieren kann, also genau das, was man noch heute unter dem Spruch „learning by doing“ versteht.
„Für ihn wird Theorie durch Handeln, das Erfahrung erzeugt, beständig umgestaltet. Erfahrung ist dabei nicht nur eine empirische Kategorie, sondern auch experimenteller Natur…“ Die Basis für Deweys Theorie ist der Lernort Erfahrung. Dies bedeutet, dass Wachsen und Lernen automatisch im Zuge der Erfahrung passieren.
Lernprozesse entstehen aus der Bewältigung von verschiedenen Herausforderungen und durch die anschließende Reflexion kommt es zur Generalisierung des Prozesses und damit auch zur Wiederverwertbarkeit bei zukünftigen Herausforderungen. Die Aufgabe des Pädagogen ist nach Dewey, eine Lernumgebung so auszuwählen oder auch neu zu schaffen, dass solche Herausforderungen auch bewältigt werden müssen.
1) Erlebnispädagogik bis heute: Vermittelt einen historischen Überblick über die Wurzeln der Erlebnispädagogik von der Antike über Kurt Hahn bis hin zur Entwicklung nach 1945.
2) Definition von Erlebnispädagogik: Erläutert verschiedene wissenschaftliche Ansätze und Definitionen, wobei der Schwerpunkt auf der Einordnung als Lernprozess liegt.
3) Die Prinzipien der heutigen Erlebnispädagogik: Detaillierte Darstellung der zentralen Säulen wie Handlungsorientierung, Herausforderung, Ganzheitlichkeit sowie die Bedeutung von Reflexion.
4) Das Pferd in der Erlebnispädagogik: Analysiert das Pferd als spezielles Medium, seine Rolle im pädagogischen Prozess und die Besonderheiten der Interaktion.
5) Das Praxisbeispiel: Die AG „Rund um´s Pferd“ am Gymnasium in H.: Beschreibt detailliert die Konzeption, Organisation und Durchführung des Schulprojekts sowie die Rollenverteilung der Lehrkräfte.
6) Evaluation: Reflektiert die Erfahrungen aus der ersten Phase der AG und die daraus resultierende Optimierung des Konzepts für das zweite Halbjahr.
7) Auswertung der beiden beschriebenen Stunden: Konkrete Analyse von zwei Praxiseinheiten zur Schrittfolge des Pferdes und zum Fütterungsverhalten.
8) Resümee: Fassen die gewonnenen Erkenntnisse zur erfolgreichen Umsetzung des erlebnispädagogischen Konzepts am Gymnasium zusammen.
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Die Arbeit beschäftigt sich mit der Integration eines erlebnispädagogischen Konzepts mit Pferden in den Alltag eines Gymnasiums durch die Etablierung einer Arbeitsgemeinschaft.
Die zentralen Themen sind die theoretischen Grundlagen der Erlebnispädagogik, der pädagogische Einsatz des Partners Pferd und die praktische Umsetzung in einer Schul-AG.
Das Ziel ist aufzuzeigen, wie Kompetenzen von Schülerinnen und Schülern durch den Umgang mit Pferden gefördert werden können und wie ein solches Projekt erfolgreich an einer Schule realisiert wird.
Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Fundierung durch Literaturrecherche sowie auf eine praxisorientierte Fallstudie am Beispiel einer spezifischen Arbeitsgemeinschaft.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung der Erlebnispädagogik, die Rolle des Pferdes in diesem Kontext sowie die detaillierte Darstellung und Evaluation der AG „Rund um´s Pferd“.
Wichtige Begriffe sind Erlebnispädagogik, Lernprozess, pädagogische Kooperation, Handlungsorientierung und die praktische Arbeit mit Pferden in einem schulinternen Rahmen.
Das neue Konzept reduziert klassische Theorieeinheiten zugunsten eines höheren Praxisanteils, um die aktive Auseinandersetzung der Schülerinnen und Schüler mit den Pferden zu intensivieren.
Die Reflexion dient dazu, die Erlebnisse der Schülerinnen und Schüler in Erfahrung zu verdichten, Lerneffekte bewusst zu machen und den Transfer in den Alltag zu unterstützen.
Der Lehrer fungiert weniger als Frontalunterrichter, sondern primär als Impulsgeber, Organisator und Begleiter, der im Hintergrund bleibt, um eigenständiges Lernen und soziale Interaktionen zu ermöglichen.
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