Bachelorarbeit, 2012
59 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Shades of Grey im Spiegel des deutschen Feuilletons
2.1. Frankfurter Allgemeine Zeitung
2.2. Süddeutsche Zeitung
2.3. ZEIT / ZEIT ONLINE
2.4. Mannheimer Morgen
2.5. Spiegel
2.6. Stern
2.7. JOY
3. Die Kritiken im Vergleich
4. Schluss
5. Bibliographie
5.1. Monographien
5.2. Sammelwerke
5.3. Zeitschriftenaufsätze
5.4. Links
5.5. Ergänzende und weiterführende Links und Aufsätze
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht die mediale Resonanz des Bestsellers "Shades of Grey" in verschiedenen deutschen Zeitungen und Zeitschriften, um aufzuzeigen, wie das Feuilleton auf dieses literarische Phänomen reagiert hat und welche Schwerpunkte in den unterschiedlichen Kritiken gesetzt wurden.
2.1. Frankfurter Allgemeine Zeitung
Die Journalistin Julia Encke veröffentlichte am Freitag, 6. Juli 2012, auf der Webseite der Frankfurter Allgemeine Zeitung einen kritischen Artikel zu Shades of Grey. Dieser wurde in die Kategorie Feuilleton und in die Unterkategorie Bücher eingeordnet.
Encke setzt sich auf besondere Weise mit Shades of Grey auseinander und steht dem Bestseller, im Gegensatz zu den anderen Autoren und Journalisten, deren Artikel im Rahmen dieser Arbeit untersucht werden, ablehnender gegenüber. Schon der Titel „Sadomasochismus im Blümchenstil“ sagt aus, dass Encke den Sadomasochismus in Shades of Grey nur in abgeschwächter Form anerkennt. Im Subtext schreibt sie, dass das propagierte Frauenbild zum Skandal tauge.
Den Artikel leitet sie mit einer Vorhersage, die das Magazin Stern publizierte, ein: „Der Sommer, so wusste es schon vor Wochen das Magazin ‚Stern‘, würde heiß werden in Deutschland. Und das nicht wegen des Wetters, sondern wegen des Buchs einer Britin [...].“ Sie bezieht sich in einem der folgenden Abschnitte, der sich mit dem Stern erschienenen Artikel unter dem Titel „Mach mit mir, was ich will“ beschäftigt, darauf.
Im Abschnitt „Unterwerfung statt Macht“ hinterfragt sie den Erfolg des Buches: „Wie kann das sein? Wieso interessieren sich Millionen Leser, von denen die meisten angeblich Frauen sein sollen, ausgerechnet für einen Softporno [...]“ Für Encke ist der Erfolg von Shades of Grey nicht nachvollziehbar, was an der Formulierung ihrer Frage erkennbar ist. Eine Antwort auf diese Frage hat die Journalistin sofort parat, in dem sie die amerikanische Journalistin Katie Roiphe zitiert, die in einem Artikel für den amerikanischen Newsweek diese Frage versucht hat zu beantworten: „Ihre Vermutung, warum Frauen sich in genau dem Moment, in dem sie so viel Macht haben wie nie zuvor, Unterwerfungsphantasien hingeben: Sie haben Schuldgefühle. Sie schämen sich dafür, neben Männern eine gleichberechtigte oder womöglich übergeordnete Stellung einzunehmen, und genießen es deshalb, sich in ihren Phantasien bestrafen zu lassen.“
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema ein, skizziert den Erfolg von "Shades of Grey" und erläutert die Forschungsfrage sowie den Aufbau der Arbeit.
2. Shades of Grey im Spiegel des deutschen Feuilletons: Dieses Kapitel präsentiert eine detaillierte Analyse der Berichterstattung in verschiedenen deutschen Medien wie der FAZ, Süddeutschen Zeitung, ZEIT, Mannheimer Morgen, Spiegel, Stern und JOY.
3. Die Kritiken im Vergleich: In diesem Kapitel werden die zuvor analysierten Rezensionen vergleichend gegenübergestellt, um Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Argumentation der Journalisten herauszuarbeiten.
4. Schluss: Das Schlusskapitel fasst die Ergebnisse der Analyse zusammen und reflektiert die unterschiedliche Rezeption des Romans in den verschiedenen journalistischen Formaten.
5. Bibliographie: Dieses Verzeichnis listet sämtliche für die Arbeit herangezogenen Monographien, Sammelwerke, Zeitschriftenaufsätze und Online-Links auf.
Shades of Grey, Sadomasochismus, Feuilleton, Medienanalyse, Rezension, E.L. James, Literaturkritik, Bestseller, Unterwerfung, Geschlechterrollen, Erfolgsfaktoren, mediale Resonanz, Zeitungen, Zeitschriften, literarische Analyse.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der medialen Rezeption des Bestsellers "Shades of Grey" im deutschen Feuilleton im Sommer 2012.
Zentrale Themen sind die journalistische Auseinandersetzung mit dem literarischen Werk, die mediale Konstruktion von "Skandalen" und der Erfolg des Buches in Bezug auf Themen wie Sadomasochismus und Geschlechterrollen.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie unterschiedliche Zeitungen und Zeitschriften das Buch bewertet haben und welche spezifischen Schwerpunkte (Stil, Handlung, Kapitalismus-Kritik) die Journalisten dabei gesetzt haben.
Es wird eine inhaltsanalytische Untersuchung von Zeitungs- und Online-Artikeln vorgenommen, um die jeweiligen Kritikpunkte und Argumentationslinien der Autoren zu vergleichen.
Der Hauptteil gliedert sich in die Einzelanalyse der Berichterstattung in sieben verschiedenen Medien sowie eine vergleichende Synopse der Ergebnisse.
Die Arbeit ist durch Begriffe wie Shades of Grey, mediale Resonanz, Feuilleton-Analyse, Sadomasochismus und Literaturkritik geprägt.
Die Analyse zeigt, dass seriöse Zeitungen eher versuchen, das Phänomen literaturkritisch oder gesellschaftspolitisch einzuordnen, während Frauenzeitschriften den Fokus stärker auf persönlichen Erfahrungsberichten und Ratgeber-Charakter legen.
Die Arbeit stellt fest, dass das Feuilleton stark auf den kommerziellen Erfolg des Buches fokussiert war und die literarische Auseinandersetzung mit Handlung und Sprache in vielen Fällen hinter die Diskussion über Verkaufszahlen zurücktrat.
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