Diplomarbeit, 2012
10 Seiten, Note: 1
1. Einleitung
2. Definition einer Doppelrolle
3. Doppelrollen im deutschen Film
4. Eigene Umsetzung
5. Szenendidaktik
6. Ergebnis
7. Quellen
Die vorliegende Arbeit untersucht die schauspielerische und didaktische Herausforderung bei der Verkörperung von Doppelrollen im Film. Im Fokus steht dabei die Analyse, wie ein Schauspieler durch die gezielte Gestaltung von Charakterzügen und Habitus die notwendige Differenzierung zwischen zwei Rollen erreichen kann, besonders unter den Bedingungen einer nicht-chronologischen Drehweise.
4. Eigene Umsetzung
In dem zugrunde liegenden Film geht es um die Charaktere Hechler, gespielt von mir, und Koch, gespielt von Georg Raisch. Das Duo Hechler und Koch existiert als Polizisten und Ganoven.
Die spielerische Herausforderung war, einerseits bestimmte, beide Rollen verbindende Charaktereigenschaften anzulegen und damit das ähnliche Aussehen zu unterstützen und andererseits manche Eigenschaften sehr unterschiedlich zu gestalten, so dass ein Effekt erzielt wird, der vergleichbar mit zwei Zwillingen ist, die in einer völlig anderen Umgebung aufgewachsen sind. Es wird im weitesten Sinne auch dargestellt, dass Menschen sich in unterschiedlichsten Situationen und Milieus ähneln können.
Unterschiedliche, da durch die Umgebung geschaffene Eigenschaften sind beispielsweise Dialekt und Akzent. Hechler hat als Polizist daher einen sächselnden Dialekt bekommen, während Koch als Ganove mit einem russischen Akzent versehen wurde. Diese Zuordnung von Sprachaccessoires, mit denen weitläufig dümmliche Personen assoziiert werden, diente auch der Einordnung in die Milieus Polizisten und Ganoven, in denen häufig schlaue und dümmlich erscheinende Gruppen markant sind.
Bei den weiteren unterscheidenden Eigenschaften wurden sicherlich Klischees bedient. So wurde Hechler als Polizist als stets lächelnder und notorisch gutgelaunter Mensch angelegt, während er als Ganove mürrisch und ausgefuchst daherkommt.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Motiv des Doppelgängers ein und erläutert die Relevanz des Stilmittels für den Film sowie die Zielsetzung der Arbeit.
2. Definition einer Doppelrolle: Hier wird der theoretische Begriff der Doppelrolle definiert und das damit verbundene Gefühl des „Unheimlichen“ nach Sigmund Freud erörtert.
3. Doppelrollen im deutschen Film: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die historische Verwendung und Bedeutung von Doppelrollen in klassischen und modernen deutschen Produktionen.
4. Eigene Umsetzung: Der Autor beschreibt hier die praktische Rollenarbeit bei der Produktion von „Hechler & Koch“, insbesondere die Gestaltung unterschiedlicher Charaktereigenschaften und Milieus.
5. Szenendidaktik: In diesem Kapitel wird beleuchtet, wie die Herausforderungen einer nicht-chronologischen Drehweise schauspielerisch und technisch bewältigt werden können.
6. Ergebnis: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse über die Verbindung von mysteriösen und komischen Effekten sowie die Anforderungen an die Rollenidentität zusammen.
7. Quellen: Auflistung der verwendeten Fachliteratur und Online-Quellen.
Doppelrolle, Doppelgänger, Filmschauspiel, Szenendidaktik, Charakterdarstellung, Hechler & Koch, Identität, Habitus, Schauspielerische Herausforderung, Nicht-chronologisches Drehen, Filmkomödie, Rollenarbeit, Filmanalyse, Typenbesetzung, Milieustudie.
Die Diplomarbeit untersucht die schauspielerische Gestaltung von Doppelrollen und die damit verbundenen methodischen Herausforderungen bei der Filmproduktion.
Die Arbeit behandelt die Theorie des Doppelgängers, die Tradition von Doppelrollen im deutschen Film sowie die praktische Anwendung schauspielerischer Differenzierungstechniken.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie ein Schauspieler trotz unchronologischer Drehabläufe eine konsistente Darstellung zweier unterschiedlicher Figuren erreichen kann.
Die Arbeit stützt sich auf eine Kombination aus literaturwissenschaftlicher Theorie (z.B. Sigmund Freud) und einer praxisorientierten Reflexion der eigenen schauspielerischen Tätigkeit.
Der Hauptteil analysiert die konkrete Rollenanlage von Hechler und Koch sowie die szenendidaktischen Strategien, um Szenenwechsel und emotionale Kontinuität trotz Drehbuch-Fragmentierung sicherzustellen.
Die zentralen Schlagworte sind Doppelrolle, Szenendidaktik, schauspielerische Identität und Kontinuität in der Filmproduktion.
Die Akzente dienten als „Sprachaccessoires“, um die unterschiedlichen Milieus (Polizisten vs. Ganoven) für den Zuschauer schneller erfassbar zu machen.
Sie stellt eine große Herausforderung für die emotionale Kontinuität dar, da Szenen oft außerhalb ihres chronologischen Zusammenhangs gedreht werden, was eine hohe Identität mit der Rolle erfordert.
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