Bachelorarbeit, 2010
50 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Externe Effekte
2.1. Wirkung der externen Effekte
2.2. Internalisierung externer Effekte, Coase-Theorem
3. Umweltgüter – öffentliche Güter
4. Instrumente der Umweltpolitik
4.1. Emissionssteuer
4.2. Emissionszertifikate
4.3. Emissionszertifikate vs. Emissionssteuer – Zwischenfazit
5. Cap-and-Trade
5.1. Das Cap-and-Trade System als Ausgestaltung des Zertifikathandels
5.2. Cap-and-Trade am Beispiel der USA
6. Globale Umweltpolitik
6.1. Das Kyoto-Protokoll
6.2. Europäischer Emissionshandel
6.3. Ergebnisse der internationalen Umweltpolitik
6.4. Probleme der globalen Klimapolitik
7. Lösungsalternativen
7.1. Intensitätsbasierte Emissionsziele
7.2. Bottom-up Ansatz zur Erreichung globaler klimapolitischer Ziele
8. Fazit
Die Arbeit untersucht, mit welchen effizienten Möglichkeiten der globale Klimawandel bewältigt werden kann und welche politökonomischen Hürden dabei bestehen. Im Zentrum steht die Analyse des Cap-and-Trade-Systems als Instrument zur Internalisierung externer Effekte und zur Reduktion von Treibhausgasen im Vergleich zur Emissionssteuer.
2.1. Wirkung der externen Effekte
Die Wirtschaftswissenschaft befasst sich im Grunde mit Knappheitsproblemen. Die Knappheit der Ressourcen kann leider nicht beseitigt werden, was eines effizienten Umgangs mit ihrer Nutzung und einer gerechten Verteilung bedarf.7
„Befindet sich eine Ökonomie in einem Preis-Gleichgewicht, bei dem alle Märkte geräumt sind, so ist die dabei realisierte Allokation unter gewissen Voraussetzungen in dem Sinne effizient, als durch Reallokation kein Individuum besser gestellt werden kann, ohne ein anderes schlechter zu stellen.“8
Wären die Umweltgüter effizient alloziert, so gäbe es auch keine Umweltprobleme. Mit anderen Worten, wenn sich ein Markt in einem Pareto-Optimum befindet, so ist das Kosten-Nutzen-Maximierungsproblem gelöst. Eine der dafür notwendigen Voraussetzungen, von der die Rede ist, ist der sog. externe Effekt.
„Beeinflussungen, die gewissermaßen am Preissystem vorbei den direkten Nutzen betreffen, und die deshalb durch den Preismechanismus auch nicht koordiniert werden können, nennt man externe Effekte oder Externalitäten.“9
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Dringlichkeit der Klimaerwärmung durch wissenschaftliche Daten und führt in die ökonomische Problemstellung der Ressourcennutzung und Klimapolitik ein.
2. Externe Effekte: Dieses Kapitel definiert externe Effekte als Marktversagen und erläutert deren Wirkungsweise sowie den Ansatz des Coase-Theorems zur Internalisierung.
3. Umweltgüter – öffentliche Güter: Hier wird der Charakter von Umweltgütern als öffentliche Güter (Nichtrivalität und Nichtausschluss) erörtert und die daraus resultierende Notwendigkeit staatlicher Eingriffe begründet.
4. Instrumente der Umweltpolitik: Es erfolgt eine Gegenüberstellung der Emissionssteuer und der Emissionszertifikate als marktorientierte Instrumente zur Korrektur von Marktversagen.
5. Cap-and-Trade: Das Kapitel erläutert das Cap-and-Trade-System als spezifische Ausgestaltung des Zertifikathandels und zeigt dessen Anwendung am Beispiel der USA auf.
6. Globale Umweltpolitik: Die internationale Klimapolitik, insbesondere das Kyoto-Protokoll und der europäische Emissionshandel, wird kritisch auf ihre Effizienz und Probleme wie "Carbon Leakage" hin untersucht.
7. Lösungsalternativen: Es werden innovative Konzepte vorgestellt, wie intensitätsbasierte Emissionsziele und Bottom-up-Ansätze, um Klimaschutz und Wirtschaftswachstum in Einklang zu bringen.
8. Fazit: Das Fazit fasst die ökonomischen Ergebnisse zusammen und bewertet die Zukunftsaussichten des globalen Emissionshandels sowie die Bedeutung regionaler Initiativen.
Klimawandel, Externe Effekte, Marktversagen, Cap-and-Trade, Emissionszertifikate, Emissionssteuer, Kyoto-Protokoll, Umweltgüter, Coase-Theorem, EU ETS, Treibhausgase, Klimaschutz, Ressourceneffizienz, Carbon Leakage, Nachhaltigkeit.
Die Arbeit analysiert aus ökonomischer Sicht, wie der globale Klimawandel durch effiziente umweltpolitische Instrumente bekämpft werden kann.
Die Arbeit behandelt die Theorie externer Effekte, den Vergleich zwischen Steuern und Zertifikaten sowie die praktische Umsetzung des Emissionshandels auf globaler und lokaler Ebene.
Das Ziel ist die Untersuchung der Möglichkeiten, den Klimawandel kosteneffizient zu bewältigen und die damit verbundenen politökonomischen Probleme aufzuzeigen.
Es handelt sich um eine Literatur- und Theorieanalyse der Umweltökonomie, ergänzt durch die Auswertung empirischer Daten und Fallbeispiele.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Marktversagen, die Vorstellung umweltpolitischer Instrumente und die Analyse globaler Klimaschutzabkommen wie das Kyoto-Protokoll.
Klimawandel, Cap-and-Trade, Emissionszertifikate, Marktversagen, Externe Effekte, Kyoto-Protokoll und Emissionssteuer.
Es zeigt theoretisch auf, wie externe Effekte durch Verhandlungen zwischen Verursachern und Geschädigten internalisiert werden können, sofern Eigentumsrechte klar definiert sind.
Dies bezeichnet die Abwanderung emissionsintensiver Industrien in Länder mit laxeren Umweltvorschriften, was die Effektivität globaler Klimaschutzmaßnahmen untergräbt.
Die Ergebnisse werden kritisch bewertet; der Autor kommt zu dem Schluss, dass das Abkommen hinsichtlich der globalen Emissionsreduktion weitgehend versagt hat.
Dabei wird das Emissionsziel nicht absolut festgesetzt, sondern in Relation zu einer wirtschaftlichen Größe wie dem Bruttoinlandsprodukt (BIP), um das Wirtschaftswachstum zu schonen.
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