Bachelorarbeit, 2012
43 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
2 Währungsrisiken
2.1 Systematik der Währungsrisiken
2.2 Wechselkursrisiko
2.2.1 Translationsrisiko
2.2.2 Ökonomische Risiko
2.2.3 Transaktionsrisiko
2.3 Quantifizierung des Wechselkursrisikos
2.4 Value at Risk (VaR)
3 Derivate
3.1 Future & Forward
3.2 Option
3.3 Swap
4 Derivate zum Schutz vor Wechselkursrisiken
4.1 Wechselkursrisiken bei Aktien
4.2 Wechselkursrisiken bei Staatsanleihen
4.3 Wechselkursrisiken bei Depositen
4.4 Derivaten zur Absicherung von Wechselkursrisiken
5 Zusammenfassung
Die Arbeit untersucht, ob Währungsrisiken bei Investitionen in Fremdwährungen durch den Einsatz derivativer Finanzinstrumente sinnvoll abgesichert werden können. Dabei wird analysiert, welche Instrumente zur Risikominimierung zur Verfügung stehen, in welchem Umfang eine Absicherung notwendig ist und welche Auswirkungen dies auf das Rendite-Risiko-Verhältnis von verschiedenen Anlageklassen wie Aktien, Staatsanleihen und Depositen hat.
3.2 Option
Mit einer Devisenoption hat der Käufer (Long-Position) die Option zum Laufzeitende (europäische Option) oder während der Laufzeit (amerikanische Option) einen festgelegten Betrag einer Devise vom Verkäufer (Short-Position) zu kaufen (Call-Option) oder zu verkaufen (Put-Option). Es handelt sich hierbei um ein bedingtes Termingeschäft, da der Käufer die Wahl hat, dieses Geschäft auszuführen. Der Verkäufer ist hingegen verpflichtet, dieses Geschäft auszuführen, wenn der Käufer die Option ausübt. Daraus ergeben sich zwei Optionstypen, die in vier Grundpositionen unterteilt werden können (Abbildung 6).53
Als Basiswert von Devisenoptionen dienen am häufigsten Kassadevisen oder Futures-Kontrakte. Es ist aber auch möglich, im OTC-Handel Optionen auf Forwards zu erwerben.54 Übt der Inhaber einer Devisenoption sein Ausführungsrecht aus, so kann er den Basiswert der Option zu einem festgelegten Ausübungs- oder Basispreis kaufen oder verkaufen. Der Basispreis wird beim Abschluss des Kontaktes festgelegt und bleibt während der Laufzeit konstant.55 Der Preis einer Option ist abhängig vom Basispreis sowie von der Laufzeit. Je länger die Laufzeit ist, desto höher ist die Prämie. Die Prämie ist auch abhängig davon, ob die Option beim Erwerb „in the money“, „at the money“ oder „out oft he money“ liegt. Dies bedeutet, dass eine Option teurer sein muss, wenn sie „in the money“ liegt, als wenn sie „at the money“ oder „out oft he money“ liegt.56
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik des Währungsrisikos bei internationalen Investitionen ein und formuliert die Forschungsfrage bezüglich der Absicherung durch Derivate.
2 Währungsrisiken: Dieses Kapitel systematisiert verschiedene Arten von Währungsrisiken und führt Methoden zu deren Quantifizierung, insbesondere den Value at Risk, ein.
3 Derivate: Hier werden die Funktionsweisen und Anwendungsbereiche von derivativen Finanzinstrumenten wie Futures, Forwards, Optionen und Swaps erläutert.
4 Derivate zum Schutz vor Wechselkursrisiken: Dieses Kapitel analysiert spezifisch die Absicherungsmöglichkeiten für Aktien, Staatsanleihen und Depositen unter Berücksichtigung von Diversifikationseffekten.
5 Zusammenfassung: Die Arbeit schließt mit einer Synthese der Ergebnisse zur Eignung von Derivaten als Absicherungsinstrumente für verschiedene Anlagestrategien.
Währungsrisiko, Wechselkursrisiko, Derivate, Finanzinstrumente, Absicherung, Hedging, Value at Risk, Portfolio, Diversifikation, Termingeschäfte, Aktien, Staatsanleihen, Depositen, Risikomanagement, Anlagestrategie.
Die Bachelorarbeit behandelt die Absicherung von Währungsrisiken, denen Investoren bei Anlagen in Fremdwährungen ausgesetzt sind, unter Verwendung derivativer Finanzinstrumente.
Die zentralen Themen sind die Systematisierung von Währungsrisiken, die Funktionsweise von Finanzderivaten und die Wirksamkeit von Absicherungsstrategien bei verschiedenen Anlageklassen.
Das Ziel ist zu klären, ob Investoren Währungsrisiken in ihrem Portfolio identifizieren und aktiv mittels Derivaten absichern sollten, um das Rendite-Risiko-Verhältnis zu optimieren.
Die Arbeit nutzt eine Literaturanalyse sowie die Untersuchung von Diversifikationsansätzen und Risikokennzahlen, um Empfehlungen für den Einsatz von Währungsderivaten abzuleiten.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung von Währungsrisiken, die Darstellung relevanter Derivate und eine tiefgehende Analyse der Absicherung bei Aktien, Staatsanleihen und Depositen.
Wesentliche Begriffe sind Währungsrisiko, Wechselkursrisiko, Hedging, Derivate, Value at Risk und Portfoliomanagement.
Die Haltedauer beeinflusst die Kostenstruktur und die Wahl des Derivats; während für kurzfristige Anlagen oft standardisierte Instrumente genutzt werden, erfordern langfristige Anlagen flexiblere Strategien.
Aufgrund der leptokurtischen Verteilung von Wechselkursschwankungen führt das übliche 1%-Quantil zu einer Unterschätzung des Risikos, weshalb das 5%-Quantil konservativer und sicherer ist.
Bei Aktien spielt die Marktvolatilität eine große Rolle, während bei Depositen die Gesamtvolatilität fast ausschließlich aus dem Wechselkursrisiko resultiert, was eine hohe Absicherungsquote rechtfertigt.
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