Magisterarbeit, 2010
73 Seiten, Note: 2,0 (gut)
1 Einführung
1.1 Forschungsüberblick und Material
1.2 Methode
1.3 These: „(social) space is a (social) product“
2 Raumtheorien
2.1 Raumtheoretischer Ansatz nach Foucault
2.2 Raumstrukturen nach Lefèbvre: Der Raum als Produkt
3 Städtische Plätze und ihre Funktionen im Wandel der Zeit
3.1 Ehemals gültige Werte für die Platzfunktion und -architektur
3.2 Platzfunktionen in der Gegenwart
4 Der Sergels torg
4.1 Konzeption und Planungsintention
4.1.1 Modernismus: Funktionalismus
4.1.2 Der Sergels torg in Funktion und Gestaltung
4.2 Rezeption
4.2.1 Folgen der Architektur: Wirkung des Sergels torg
4.2.2 Kritik: Gründe für den Umbau des Sergels torg
5 Resumée
Die Arbeit untersucht den Sergels torg in Stockholm als kulturhistorischen Ort und öffentliches Raumphänomen im 20. Jahrhundert. Dabei wird analysiert, wie städtebauliche Planungsintentionen, theoretische Raumkonzepte und die tatsächliche gesellschaftliche Rezeption in Wechselwirkung stehen und den Platz als sozialen Raum konstituieren.
Der Sergels torg
Im Folgenden soll nun die Entstehungsgeschichte des Sergels torg und seine weitere Entwicklung mit Rücksicht auf die angeführten Erkenntnisse zur Raumbildung und dem städtischen Platzbau dargestellt werden. Es gilt dabei zunächst anhand der sozialpolitischen Randbedingungen zu einer möglichen Basis der Konzeption des Sergels torg bzw. zur Planungsintention der Städtebauer und Architekten zu gelangen und Antworten zu finden, auf die Fragen, was für einen Platz Stockholm zu der Zeit 'benötigte' oder 'zu benötigen gedachte' und wie sich der Genius loci des Sergels torg skizzieren ließe. Die Ergebnisse des konzeptionellen Teilbereiches werden im Anschluss um die rezeptiven ergänzt und unter dem Blickwinkel ihrer Deckungsgleichheit beleuchtet.
Im Hinblick auf den Sergels torg als „veränderlichem Darstellungsgegenstand“, der ständig neue Formen der Bearbeitung und Beschreibung erfordert, beziehen sich die auserwählten Exempel seiner Adaption aus Film, Zeitung und Belletristik gleichermaßen auf Konzeption und Rezeption des Platzes.
1 Einführung: Die Einleitung steckt den theoretischen Rahmen ab, definiert das Untersuchungsmaterial und erläutert die zentrale These der sozialen Produktion von Raum.
2 Raumtheorien: Dieses Kapitel erörtert die Ansätze von Foucault und Lefèbvre, um das Verständnis von Raum als sozial konstruiertes und sich wandelndes Phänomen zu fundieren.
3 Städtische Plätze und ihre Funktionen im Wandel der Zeit: Hier wird der historische Kontext der Platzgestaltung beleuchtet, von antiken Vorbildern bis hin zu modernen funktionalen Anforderungen.
4 Der Sergels torg: Das Hauptkapitel analysiert die spezifische Entstehungsgeschichte, Planung und gesellschaftliche Wahrnehmung des Sergels torg sowie die Kritik an seinem baulichen Bestand.
5 Resumée: Die Schlussbetrachtung fasst die Erkenntnisse über die ständige Transformation des Platzes im Spannungsfeld zwischen architektonischem Anspruch und gesellschaftlicher Lebenswirklichkeit zusammen.
Sergels torg, Stockholm, Raumtheorie, Stadtplanung, Funktionalismus, Sozialer Raum, Architektur, Platzfunktion, Michel Foucault, Henri Lefèbvre, Stadtgeschichte, Nedre Norrmalm, Stadtentwicklung, Öffentlicher Raum, Kulturgeschichte
Die Arbeit untersucht den Sergels torg in Stockholm als Beispiel für einen durch gesellschaftliche Prozesse gestalteten sozialen Ort im 20. Jahrhundert.
Die zentralen Felder umfassen Raumtheorie, Städtebaugeschichte, die Entwicklung des Funktionalismus in Schweden und die gesellschaftliche Rezeption des öffentlichen Raums.
Das Ziel ist es, zu analysieren, wie sich Raum im Allgemeinen und der Sergels torg im Speziellen im Laufe der Zeit durch städtebauliche und soziale Kräfte verändert und welche Rolle die Planung dabei spielt.
Die Arbeit verwendet eine interdisziplinäre Herangehensweise, die raumtheoretische Ansätze mit einer Analyse von Architekturgeschichte, städtebaulichen Dokumenten und medialen Rezeptionsquellen verbindet.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung, eine historische Herleitung der Platzfunktion und eine detaillierte Fallstudie des Sergels torg unter Berücksichtigung von Konzeption, Planung und Kritik.
Wichtige Begriffe sind insbesondere Raumproduktion, Heterotopie, Modernismus, Funktionalismus und städtischer Wandel.
Der Begriff wird genutzt, um das charakteristische Wesen oder den "Geist" des Ortes zu erfassen, der trotz radikaler städtebaulicher Eingriffe und Neugestaltungen in der kollektiven Erinnerung und Wahrnehmung der Bürger eine Rolle spielt.
Der Abriss dient als historischer Ausgangspunkt, um den radikalen Wandel Stockholms in der Nachkriegszeit zu illustrieren und den Kontext zu verstehen, in dem der Sergels torg als neues modernes Zentrum entstand.
Kulturhuset wird als Versuch gewertet, dem kommerziell geprägten Umfeld des Platzes ein kulturelles Zentrum entgegenzusetzen, wobei seine Wirkung als "Oase der Kultur" versus kritische Eingriffe in die Raumgestaltung diskutiert wird.
Der Funktionalismus wird als treibende Kraft der Planung beschrieben, die einerseits den Anspruch auf moderne Lebensqualität erhob, andererseits jedoch aufgrund seiner rigiden Umsetzung und Vernachlässigung des historischen Kontextes auf erhebliche öffentliche Kritik stieß.
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