Diplomarbeit, 2010
102 Seiten, Note: 3,0
Einleitung
Theoretischer Teil
1 Zielsetzung – Kontrastiver Vergleich
2 Phraseologismen - Definition
2.1 Polylexikalität
2.2 Festigkeit und Stabilität
2.3 Idiomatizität
2.4 Metaphorisierung
2.5 Pragmatischer Aspekt
2.6 Psycholinguistischer Aspekt
2.7 Kognitiver Aspekt
Empirischer Teil
3 Phraseologismenkategorisierung
4 Polylexikalische Analyse
4.1 Kategorie körperliche Eigenschaften des Menschen
4.2 Kategorie geistige Fähigkeiten des Menschen
5 Analyse – Festigkeit und Stabilität
5.1 Fester Numerus
5.2 Fester Artikel
5.3 Festes Genus
5.4 Variierende Person
5.5 Feste Rektion
5.6 Kein festes Tempus
5.7 Lexikalische Kommutierbarkeit
5.8 Syntaktische Kommutierbarkeit
5.9 Eigennamen
5.10 Verben – feste Valenz
5.11 Negation und Affirmation
6 Idiomatische Äquivalenzanalyse
6.1 Volläquivalenz
6.2 Teiläquivalenz
6.3 Nulläquivalenz
6.4 Falsche Freunde
6.5 Idiomatizität – Nicht-Idiomatizität
6.6 Quantitative Ergebnisse der Äquivalenzanalyse
6.7 Übersetzungsvorgäne nach der Äquivalenzanalyse
6.8 Probleme bei der Übersetzung von Phraseologismen
7 Didaktischer Nutzen der durchgeführter Analyse
Zusammenfassung
Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, ein Korpus spanischer und italienischer Phraseologismen auf einer kontrastiven Ebene zu analysieren, um Gemeinsamkeiten und Unterschiede in ihrer Struktur und Bedeutung zu identifizieren.
2.4 Metaphorisierung
Metapher kommt aus dem Griechischen und bedeutet ‚übertragen‘, ‚anderswohin tragen‘. Ein Wort oder ein Ausdruck ist dann eine Metapher, wenn eine Übertragung von einem oder mehreren Merkmalen eines Elementes (A) auf ein anderes (B) stattfindet. [Segura García: 1998: 25]
In diesem Prozess wird ein Wort nach Segura García (Segura García, 1998, 25) nicht in seiner wörtlichen, sondern in einer übertragenen Bedeutung gebraucht und zwar so, dass zwischen der wörtlich bezeichneten Sache und der im übertragenen Sinne eine Beziehung der Ähnlichkeit besteht.
Jede Sprache besitzt eine bestimmte Struktur und Regeln, die auf verschiedenen Ebenen wie semantische, morphosyntaktische, oder lexikalische beruht die ihrerseits immer wieder in Kontakt treten, wenn sich eine Sprache in ihrer komplexen Form realisieren lässt.
Man könnte die Sprache auch als eine Art Zeichensystem ohne Struktur und Regel betrachten. In diesem Fall wäre es möglich, die Zeichen willkürlich miteinander zu kombinieren. Wäre so was geschehen, könnte man die Sprache gar nicht verstehen und wenn auf die Regeln nur teilweise geachtet wird – z.B. achtet man nur auf Syntax und nicht auf Semantik –, gibt es in jedem Fall Verständigungsprobleme.
Sprache ist also ein komplexer Mechanismus, bei dessen Realisierung viele Aspekte berücksichtigt werden müssen. Phraseologismen gehören zu diesen besonderen Aspekten der Sprache, denn ohne Metaphorisierung ergeben sie keinen Sinn. Ansonsten könnten sich wie die oben genannten Zeichen benehmen, die auf keine Regel und Struktur achten müssen. Für die Bildung von Phraseologismen ist der Metaphorisierungsprozess sehr wichtig. Die metaphorische Bedeutung wird durch Assoziationen vermittelt. Dabei ist nach Segura García (id. 26) die vertiefte Beherrschung der Sprache von Bedeutung, denn es muss eine Verbindung zwischen der tatsächlichen Bedeutung des Wortes außerhalb des Phraseologismus und der metaphorischen Bedeutung des Wortes in diesem Prozess festgestellt werden oder anders gesagt: zwischen tatsächlicher und übertragener Bedeutung. Damit dieser komplizierte Prozess erfolgreich funktioniert, muss zwischen tatsächlicher und übertragener Bedeutung des Wortes eine Art der Beziehung der Ähnlichkeit oder eine so genannte Konnektivität bestehen. Andersfalls könnte man nicht so schnell die gesuchte Bedeutung des Phraseologismus entziffern
1 Zielsetzung – Kontrastiver Vergleich: Einführung in die Zielsetzung, die Arbeit in einen theoretischen und praktischen Teil zu gliedern und als Basis für den Vergleich die Metaphorisierung zu nutzen.
2 Phraseologismen - Definition: Theoretische Grundlagen und Definitionsansätze von Phraseologismen unter Berücksichtigung ihrer Merkmale.
3 Phraseologismenkategorisierung: Darstellung der Problematik der Klassifizierung und Einteilung des Korpus in Haupt-, Neben- und seltene Kategorien.
4 Polylexikalische Analyse: Untersuchung körperlicher und geistiger Eigenschaften des Menschen unter dem Aspekt der Polylexikalität.
5 Analyse – Festigkeit und Stabilität: Analyse der syntaktischen Stabilität und der festen Merkmale wie Numerus, Genus und Rektion anhand der generativen Grammatik.
6 Idiomatische Äquivalenzanalyse: Detaillierte Untersuchung von Äquivalenzstufen (Voll-, Teil-, Nulläquivalenz) und den damit verbundenen Übersetzungsschwierigkeiten.
7 Didaktischer Nutzen der durchgeführter Analyse: Reflexion über die Bedeutung der kontrastiven Analyse für den Fremdsprachenunterricht und die Identifikation von Interferenzen.
Phraseologismen, Kontrastive Linguistik, Spanisch, Italienisch, Polylexikalität, Idiomatizität, Metaphorisierung, generative Grammatik, Äquivalenzanalyse, Computerlinguistik, Kookkurrenz, Kollokation, Sprachvergleich, Festigkeit, Stabilität.
Die Diplomarbeit befasst sich mit einer korpusbasierten kontrastiven Analyse von spanischen und italienischen Phraseologismen, um deren Gemeinsamkeiten und Unterschiede aufzudecken.
Zentrale Themen sind die Definition und Merkmale von Phraseologismen, ihre Kategorisierung nach semantischen Kriterien sowie ihre syntaktische Festigkeit und Stabilität.
Das Ziel ist die Analyse des spanisch-italienischen Korpus auf kontrastiver Ebene, um Übersetzungsschwierigkeiten zu identifizieren und Modellierungen für Datenbanken zu ermöglichen.
Die Autorin nutzt eine korpusbasierte Methode, kombiniert mit Ansätzen der generativen Grammatik und quantitativen Analysen der Äquivalenzstufen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine polylexikalische Analyse von Eigenschaften sowie eine Untersuchung zur idiomatischen Äquivalenz und zu Übersetzungsproblemen.
Die Computerlinguistik liefert Ansätze, um die Identifizierung von Phraseologismen in Texten durch Kookkurrenz-Analysen und Kollokationen methodisch zu unterstützen.
Da beides romanische Sprachen sind, erlaubt der Vergleich tiefere Einblicke in ihre strukturelle Verwandtschaft, wobei dennoch kulturell bedingte Unterschiede in der Metaphorisierung bestehen.
Scheinäquivalente oder "Falsche Freunde" werden als kritische Punkte identifiziert, da sie trotz gleicher syntaktischer Struktur semantisch völlig verschieden sind und zu Übersetzungsinterferenzen führen.
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