Diplomarbeit, 2009
204 Seiten, Note: 1.3
1 Einleitung
1.1 Relevanz des Themas
1.2 Ziele und Forschungsfragen der Arbeit
1.3 Aufbau der Arbeit
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Theorie der Kontrasteffekte
2.2 Sozial-kognitive Lerntheorie
2.3 Theorie sozialer Vergleichsprozesse
2.3.1 Begriffsbestimmung
2.3.2 Medienwirkungen auf Grundlage sozialer Vergleichsprozesse
2.3.3 Motive sozialer Vergleiche
2.3.4 Motive sozialer Vergleiche mit Medienakteuren
2.3.5 Prädiktoren sozialer Vergleichsmotive
2.3.6 Probleme bei der Untersuchung sozialer Vergleichsprozesse
2.3.7 Zwischenresümee
3 Begriffliche Grundlagen
3.1 Weibliches Körperbild
3.2 Schlankheit vs. Attraktivität
3.3 Schlankheitskenngrößen
3.4 Körperbildstörungen
3.5 Formen von Essstörungen
4 Darstellung schlanker weiblicher Akteure in den Medien
4.1 Darstellung schlanker weiblicher Akteure in den Printmedien
4.2 Darstellung schlanker weiblicher Akteure im Fernsehen
4.3 Zwischenresümee
5 Mediale und interpersonale Wirkung schlanker Personen
5.1 Wirkung schlanker Medienakteure auf das weibliche Publikum
5.1.1 Korrelationsstudien zur Wirkung schlanker Medienakteuren
5.1.2 Experimentelle Studien zur Wirkung schlanker Medienakteure
5.1.3 Positive Wirkungen auf das Körperbild
5.1.4 Differenzielle Anfälligkeit für Medienwirkungen
5.2 Wirkung schlanker Peers auf weibliche Personen
5.3 Zwischenresümee
6 Experimentelle Untersuchung
6.1 Forschungsleitende Annahmen
6.2 Versuchsplan
6.2.1 Methode
6.2.2 Versuchsteilnehmer
6.2.3 Stimulusmaterial
6.2.4 Messinstrument
6.2.4.1 Abhängige Variablen
6.2.4.1.1 Unzufriedenheit mit dem eigenen Körper
6.2.4.1.2 Drang nach Schlankheit
6.2.4.1.3 Selbstwertgefühl
6.2.4.1.4 Objektives und subjektives Körperbild
6.2.4.2 Prädisponierende Variablen
6.2.4.2.1 Stimmung
6.2.4.2.2 Motiv des sozialen Vergleichs
6.2.4.2.3 Neigung zu sozialen Vergleichen
6.2.4.2.4 Selbstaufmerksamkeit
6.2.5 Ablauf der Untersuchung
6.3 Untersuchungsergebnisse
6.3.1 Unterschiede zwischen der Kontrollgruppe und den Experimentalgruppen
6.3.2 Experimentelle Ergebnisse zur Wirkung sozialer Vergleiche
6.3.2.1 Die Bedeutung der Vergleichsrichtung
6.3.2.2 Die Bedeutung interpersonaler vs. medialer Vergleichspersonen
6.3.2.3 Die Bedeutung der Vergleichsmotivation
6.3.2.4 Die Bedeutung der Neigung zu sozialen Vergleichen
6.3.2.5 Die Bedeutung von Selbstaufmerksamkeit
6.3.2.6 Die Bedeutung des Körperbildes gemessen am BMI
6.3.2.7 Die Bedeutung der Stimmung
6.3.2.8 Die Bedeutung von Selbstdiskrepanzen
6.3.2.9 Die Bedeutung des Medienkonsums
6.3.3 Zusammenfassung der Ergebnisse
6.4 Diskussion der Ergebnisse
7 Resümee
Die Arbeit untersucht, ob schlanke Medienakteure oder Peers einen stärkeren Einfluss auf das Körperbild und Selbstwertgefühl junger Frauen ausüben, indem sie mediale und interpersonale Wirkmechanismen experimentell vergleicht.
6.2.1 Methode
Zur Untersuchung der Hypothesen wurde ein Online-Experiment mit zweifaktoriellem Design (Aufwärts- versus Abwärtsvergleiche bzw. mediale versus interpersonale Vergleiche) durchgeführt. Die gewählte Erhebungsmethode eignet sich für viele Bereiche der Forschung, in denen nicht eine genau kontrollierte Laborsituation im Mittelpunkt steht. Wesentliche Vorteile des Online-Experiments liegen in der weltweiten Erreichbarkeit einer beliebig großen Anzahl von Teilnehmern. Grundsätzliche Kritikpunkte am klassischen Experiment wie kulturelle, zahlenmäßige und demographische Nichtrepräsentativität der Stichprobe können somit überwunden und gleichzeitig finanzielle Einsparungen getätigt werden, da kein materieller bzw. personeller Aufwand erforderlich ist (vgl. Reips, 1999). Potentielle Nachteile, wie die Gefahr einer Mehrfachteilnahme, können durch automatisierte Ausschlussverfahren vermieden werden.
Das Online-Experiment ist orts- und zeitungebunden und bietet folgende Vorteile:
Keine Versuchsleitung nötig
Keine Raumbuchungen, Terminpläne und Aushänge erforderlich
Durchführung 24h täglich
Vollkommene Freiwilligkeit der Teilnahme
Flexibilität, da schnell anzupassen
Als wesentliche Nachteile werden vor allem die geringe Kontrolle über die Versuchteilnehmer (die ggf. abgelenkt sind), die schwer zu kontrollierende technische Varianz (verschiedene Netzverbindungen etc.), die Gefahr einer geringeren Motivation und die fehlende Rückfragemöglichkeit während des Experiments gesehen (vgl. Reips, 1999). Um den letztgenannten Kritikpunkt zu entschärfen, wurde bei der Entwicklung der Fragen stark darauf geachtet, dass alle Anweisungen und Erklärungen im Fragebogen eindeutig nachvollziehbar sind und dass der in den Naturwissenschaften hochgehaltene Standard des klassischen Experiments nicht durch ungenaues und nachlässiges Vorgehen aufgeweicht wird.
1 Einleitung: Definiert die Relevanz des Themas, stellt die Forschungsfragen bezüglich medialer und interpersonaler Einflüsse auf das Körperbild und beschreibt den Aufbau der Arbeit.
2 Theoretische Grundlagen: Erläutert die relevanten Theorien wie Kontrasteffekte, sozial-kognitive Lerntheorie und insbesondere die Theorie sozialer Vergleichsprozesse.
3 Begriffliche Grundlagen: Definiert zentrale Begriffe wie Körperbild, Schlankheit, Attraktivität, Körperbildstörungen und Essstörungen als Basis für die Untersuchung.
4 Darstellung schlanker weiblicher Akteure in den Medien: Analysiert kritisch, wie Printmedien und Fernsehen schlanke Akteure darstellen und ob ein Trend zur zunehmenden Schlankheit belegbar ist.
5 Mediale und interpersonale Wirkung schlanker Personen: Untersucht den Einfluss von Medienakteuren und Peers auf das weibliche Publikum anhand bisheriger Studien und theoretischer Annahmen.
6 Experimentelle Untersuchung: Beschreibt das Design, die Methodik und die Ergebnisse des durchgeführten Online-Experiments zur Wirkung von Vergleichen mit Peers und Medienakteuren.
7 Resümee: Fasst die Kernergebnisse zusammen, diskutiert die Implikationen für die Forschung sowie für die pädagogische und therapeutische Praxis.
Körperbild, Schlankheit, Soziale Vergleichsprozesse, Medienwirkung, Peers, Essstörungen, Selbstwertgefühl, Online-Experiment, Kontrasteffekte, Selbstaufmerksamkeit, Körperbildstörung, Mediennutzung, Schlankheitswahn, Sozial-kognitive Lerntheorie, Body-Mass-Index
Die Arbeit untersucht den Einfluss von Schlankheitsidealen, die durch Medienakteure oder Peers (Mitmenschen) vermittelt werden, auf das Körperbild und das Selbstwertgefühl junger Frauen.
Die Themenfelder umfassen die mediale Darstellung weiblicher Schlankheit, die psychologische Theorie sozialer Vergleichsprozesse, die Entstehung von Körperbildstörungen sowie die differenzielle Wirkung von Peers gegenüber Medienakteuren.
Das Ziel ist die Klärung der Frage, ob schlanke Medienakteure oder Peers einen stärkeren Einfluss auf das Körperbild haben und ob diese Einflüsse als negativ oder positiv zu bewerten sind.
Die Autorin verwendet ein Online-Experiment mit einem zweifaktoriellem Design, um kausale Aussagen über die Auswirkungen verschiedener Vergleichsstandards auf die Probandinnen zu treffen.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, eine Analyse der Medienpräsentation, eine Diskussion der Wirkungsforschung sowie die Durchführung und Auswertung der empirischen Studie.
Die zentralen Schlagworte sind Körperbild, Soziale Vergleiche, Schlankheit, Essstörungen, Medienwirkung, Peers, Selbstwertgefühl und Selbstaufmerksamkeit.
Die Studie deutet darauf hin, dass Vergleiche mit Peers (als real wahrgenommene Mitmenschen) oft eine negativere Wirkung auf das Körperbild haben als der Vergleich mit idealisierten Medienakteuren.
Das Selbstwertgefühl dient als zentrale Moderatorvariable; Frauen mit geringem Selbstwertgefühl oder hoher öffentlicher Selbstaufmerksamkeit reagieren empfindlicher auf negative Einflüsse bei sozialen Vergleichen.
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