Magisterarbeit, 2011
219 Seiten, Note: 1,0
Medien / Kommunikation - Public Relations, Werbung, Marketing, Social Media
1. Einleitung
1.1. Begründung und Relevanz des Themas
1.2. Ziel der Untersuchung und Forschungsfragen
1.3. Methodische Vorgehensweise
1.4. Aufbau der Arbeit
2. Corporate Social Responsibility
2.1. CSR und verwandte Konzepte
2.1.1. Definition CSR (Corporate Social Responsibility)
2.1.2. Definition CS (Corporate Citizenship)
2.1.3. Definition CG (Corporate Governance)
2.1.4. Unternehmerische Nachhaltigkeit und nachhaltige Entwicklung
2.2. Aspekte der CSR
2.3. Das Drei-Säulen-Modell (Triple-Bottom-Line)
2.3.1. Soziale bzw. gesellschaftliche Dimension
2.3.2. Ökologische Dimension
2.3.3. Wirtschaftliche (ökonomische) Dimension
2.4. Interne und externe Dimension der sozialen Verantwortung
2.5. CSR als Teil der unternehmerischen Nachhaltigkeit/ nachhaltigen Entwicklung
2.6. Systematisierung von CSR - CSR-Pyramide nach CARROLL (1991)
2.7. Entwicklung von CSR
2.8. CSR-Instrumente
2.9. CSR und Stakeholder
2.9.1. Interne Stakeholder
2.9.2. Externe Stakeholder
2.9.3. Exkurs: Stakeholderdialog
2.10. Verantwortung und Ethik von Unternehmen
3. Bedeutung von CSR
3.1. Nutzen und Folgen von CSR - Warum braucht ein Unternehmen ein CSR-Konzept?
3.2. CSR als "Business-Case"
3.3. Exkurs: Wirtschafts- und Unternehmensethik
3.4. CSR als Teil der Unternehmensstrategie
3.5. CSR global
3.5.1. UN Global Compact (UNGC)
3.5.2. OECD (Organisation for Economic Cooperation and Development) - Leitsätze für multinationale Unternehmen
3.5.3. Instrumente der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO)
3.5.4. Global Reporting Initiative (GRI)
3.6. CSR in Europa
3.7. CSR in Österreich
3.7.1. CSR-Austria
3.7.2. respACT austria
3.7.3. CorporAID
3.7.4. Unternehmerpreis Trigos
4. Kommunikation von Corporate Social Responsibility
4.1. Kommunikationsinstrumente
4.2. Interne Kommunikation
4.3. Externe Kommunikation
4.4. Chancen, Nutzen und Risiken der Kommunikation
4.5. Glaubwürdigkeit und Vertrauen
4.5.1. Glaubwürdigkeit
4.5.2. Vertrauen
4.6. Reputation und Image von Unternehmen
4.6.1. Reputation
4.6.2. Image
4.7. Zielgruppen
4.8. Freiwilligkeit vs. Verbindlichkeit von CSR
5. CSR in der Unternehmenspraxis
5.1. Methodik
5.2. Forschungsfragen und Hypothesen
5.3. Die Auswahl der Untersuchungsgruppen
5.4. Die Expertenbefragungen
5.4.1. Durchführung der Expertenbefragungen
5.4.2. Darstellung der Expertenbefragungen
5.4.3. Der Leitfaden für die Expertenbefragungen
6. Die Untersuchungsgegenstände
6.1. BMW AG
6.2. SPAR Österreichische Warenhandels-AG
6.3. Energie AG Oberösterreich
6.4. Österreichische Bundesforste AG
7. Auswertung und Interpretation der Untersuchungsergebnisse
7.1. Auswertung und Ergebnisse der Expertenbefragung
7.1.1. Motivation für die Implementierung von CSR-Maßnahmen
7.1.2. Der Begriff „CSR“
7.1.3. Die drei Säulen von CSR
7.1.4. Stellenwert des CSR-Konzepts
7.1.5. CSR als Unternehmenswert/Unternehmensphilosophie
7.1.6. Nutzen von CSR(-Maßnahmen)
7.1.7. Kommunikation von CSR
7.1.8. CSR und Stakeholder
7.1.9. Zukunft von CSR
7.2. Zusammenfassung und Interpretation
8. Gesamtzusammenfassung/ Fazit und Ausblick
8.1. Überprüfung der Hypothesen
8.2. Beantwortung der Forschungsfragen
8.3. Schlussfolgerungen und Ausblick
Die vorliegende Magisterarbeit verfolgt das primäre Ziel, die Bedeutung von Corporate Social Responsibility (CSR) in österreichischen Unternehmen zu untersuchen, wobei der Fokus insbesondere auf der Unternehmenskommunikation liegt. Durch eine theoretische Aufarbeitung und die Analyse mittels Expertenbefragungen bei vier ausgewählten Unternehmen wird aufgezeigt, wie diese Konzerne CSR verstehen, implementieren und nach außen kommunizieren.
4.5.1. Glaubwürdigkeit
Obwohl der Beitrag von CSR-Aktivitäten bzw. CSR-Kommunikation für den Geschäftserfolg empirisch noch nicht beweisbar ist, nehmen Aktivitäten in dieser Richtung einen hohen Stellenwert ein, was zu der Schlussfolgerung führt, „dass vor allem deren Glaubwürdigkeit verbessert werden muss.“ (Schmeisser/Rönsch/Zilch 2009: 112).
Da der empirische Nachweis des Business-Case (noch) fehlt, sieht sich unternehmerisches Engagement oftmals dem Vorwurf ausgesetzt, lediglich eine reine Modeerscheinung oder eine spezielle Marketingform zu sein (vgl. ebd.). Gelingt es allerdings einem Unternehmen überzeugend am Markt zu agieren, trotz oder gerade wegen der Berücksichtigung nationaler Standards, wird dennoch Kritik geübt (vgl. ebd.). In diesem Fall müssen sich Betriebe den Vorwurf anhören, dass sie Moral zum Geschäftsfaktor degradieren und ihre soziale Verantwortung darum nicht ernst genommen werden kann (vgl. ebd.).Moral nimmt in der Wirtschaftswelt jedoch einen anderen Stellenwert ein als im normalen Leben, weshalb dem grundsätzlich widersprochen werden kann (vgl. ebd.).
Wollen Unternehmen als glaubwürdig gelten, „dürfen die ‚guten Taten’ nicht überproportional im Vordergrund stehen.“ (Kiefer/Biedermann 2008: 122) Mit flotten Sprüchen in Anzeigen, Kino- bzw. Fernsehspots oder CSR-Berichten auf Hochglanzpapier geraten Konzerne leicht in die Kritik, da ihr Engagement von den überaus kritischen Verbrauchern sowie den Medien schnell als Mogelpackung gesehen wird (vgl. ebd.). Sowohl für die Medien als auch die Öffentlichkeit muss gesellschaftliches Engagement für sich sprechen, ohne vieler Worte zu bedürfen (vgl. ebd.). Das Nonplusultra ist daher ein klares Engagement sowie eine weitgehend zurückhaltende Kommunikation will man die Glaubwürdigkeit der gesellschaftlichen Aktivitäten nicht aufs Spiel setzen (vgl. ebd.). Dies ist der Fall, „wenn die Unternehmensrealität hinter der öffentlichen Positionierung [...] zurückbleibt, also den großen Worten nur kleine Taten folgen.“ (ebd.: 122f.) Dennoch sollte die Kommunikation über CSR-Aktivitäten nicht halbherzig erfolgen, da CSR ein Höchstmaß an Transparenz und Sensibilität erfordert, sowohl nach außen als auch firmenintern (vgl. ebd.: 123). Weiters verlangt es auch offensiv mit Unzulänglichkeiten sowie Unsicherheiten umzugehen (vgl. ebd.).
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz von CSR ein, skizziert die Forschungsfragen und definiert die methodische Vorgehensweise sowie den Aufbau der Arbeit.
2. Corporate Social Responsibility: Dieses Kapitel liefert einen theoretischen Rahmen, indem es Begriffe wie CSR, Corporate Citizenship und Corporate Governance definiert, das Drei-Säulen-Modell erläutert und die historische Entwicklung sowie die Bedeutung der Stakeholder beleuchtet.
3. Bedeutung von CSR: Dieses Kapitel analysiert die Gründe für die wachsende Bedeutung von CSR, diskutiert CSR als Business-Case und als Teil der Unternehmensstrategie und stellt globale sowie österreichische Initiativen und Instrumente vor.
4. Kommunikation von Corporate Social Responsibility: Dieses Kapitel konzentriert sich auf die kommunikative Umsetzung von CSR, wobei Kommunikationsinstrumente, die Bedeutung von Glaubwürdigkeit, Vertrauen, Reputation und Image sowie die zielgruppengerechte Ansprache analysiert werden.
5. CSR in der Unternehmenspraxis: Dieses Kapitel widmet sich dem Praxisteil, in dem die methodische Vorgehensweise, die Forschungsfragen und Hypothesen sowie die Durchführung und Auswahl der Expertenbefragungen beschrieben werden.
6. Die Untersuchungsgegenstände: Dieses Kapitel stellt die vier analysierten Unternehmen (BMW AG, SPAR, Energie AG Oberösterreich, Österreichische Bundesforste AG) in ihrem jeweiligen Kontext von CSR vor.
7. Auswertung und Interpretation der Untersuchungsergebnisse: Dieses Kapitel präsentiert die Ergebnisse der Expertenbefragungen, analysiert Themen wie die Motivation zur CSR, den Stellenwert des Konzepts, die Kommunikation und die Einbindung der Stakeholder.
8. Gesamtzusammenfassung/ Fazit und Ausblick: Dieses Kapitel fasst die Ergebnisse der gesamten Untersuchung zusammen, überprüft die aufgestellten Hypothesen, beantwortet die Forschungsfragen und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Bedeutung von CSR.
Corporate Social Responsibility, CSR, Nachhaltigkeit, Unternehmenskommunikation, Stakeholder, Unternehmensethik, Glaubwürdigkeit, Reputation, CSR-Instrumente, Unternehmensstrategie, Gesellschaftliche Verantwortung, Österreich, Expertenbefragung, Stakeholderdialog, Nachhaltigkeitsbericht
Die Arbeit untersucht die Rolle und Bedeutung von Corporate Social Responsibility (CSR) in großen österreichischen Unternehmen sowie deren Auswirkung auf den Öffentlichkeitsauftritt.
Zu den Schwerpunkten zählen die theoretische Einordnung von CSR, die Integration in die Unternehmensstrategie, die Rolle der CSR-Kommunikation und die praktische Umsetzung bei ausgewählten Großkonzernen.
Das primäre Ziel ist es, herauszufinden, welchen Stellenwert CSR in österreichischen Großunternehmen besitzt und wie diese ihre CSR-Aktivitäten innerhalb der Unternehmenskommunikation integrieren.
Der theoretische Teil basiert auf einer Literaturanalyse, während der Praxisteil durch eine qualitative Analyse in Form von teilstrukturierten Experteninterviews mit CSR-Verantwortlichen aus vier verschiedenen Unternehmen durchgeführt wurde.
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Teil, der Begriffsdefinitionen und Konzepte beleuchtet, und einen Praxisteil, der die empirischen Ergebnisse der Experteninterviews auswertet und interpretiert.
Zentrale Begriffe sind Corporate Social Responsibility, Nachhaltigkeit, Unternehmenskommunikation, Stakeholder, CSR-Strategie und Glaubwürdigkeit.
Die Untersuchung zeigt, dass der Begriff CSR in der Praxis nicht von allen Unternehmen explizit verwendet wird. Oftmals werden synonym Begriffe wie Nachhaltigkeit, nachhaltige Entwicklung oder nachhaltiges Wirtschaften bevorzugt, da diese für die breite Öffentlichkeit oder die Mitarbeiter leichter verständlich sind.
Der Stakeholderdialog gilt als eines der wichtigsten Instrumente der CSR-Kommunikation. Die befragten Unternehmen betonen, dass ein regelmäßiger Dialog mit Stakeholdern entscheidend für die Glaubwürdigkeit und zur Identifikation relevanter Themen ist.
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