Diplomarbeit, 2012
71 Seiten, Note: 2,3
1. Einleitung
2. Zielkonflikte und Handlungsfelder einer zukunftsfähigen Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien
3. Netzmonopole als „Flaschenhals“ für eine erfolgreiche Energiepolitik
4. Das CO2-Problem: Inakzeptable Auswirkungen auf Umwelt und Gesellschaft durch fossile Energieträger
5. „Auslaufmodell Kohlekraftwerk“ oder die Reduzierung der brisanten Importabhängigkeit von knappen Ressourcen
6. Begünstigung der Erneuerbaren – ein Fass ohne Boden?
7. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen Versorgungssicherheit, Umweltverträglichkeit, Wettbewerb und Wirtschaftlichkeit im Kontext der deutschen Energiewende. Dabei wird analysiert, ob die staatliche Förderung erneuerbarer Energien ökonomisch sinnvoll ist und welche Rolle Marktmechanismen, regulatorische Eingriffe sowie externe Effekte bei der Transformation des Energiesystems spielen.
3. Netzmonopole als „Flaschenhals“ für eine erfolgreiche Energiepolitik
Netzwerke bzw. Netze sind komplexe Systeme und die sog. Netzwerkökonomie ist eine junge Disziplin der Mikroökonomie, der zunehmend Beachtung geschenkt wird. Die Fachrichtung beschreibt spezielle Märkte und Netzgüter, die sich aufgrund besonderer Eigenschaften von „normalen Standardmärkten“ unterscheiden. Die Konsumentennachfrage hängt auf Netzwermärkten nicht mehr allein vom Preis ab. Faktoren wie Kompatibilität und Komplementarität von Gütern, Größe des Netzes, Kosten eines Netzwechsels, Netzwerkexternalitäten oder Skaleneffekte bei der Produktion bekommen eine besondere Bedeutung in der Netzwerkökonomie.
Zur Illustration kann der Markt für Telekommunikation genannt werden. Je mehr Individuen einem Telefonnetz beitreten, desto größer wird der Nutzen für alle. Neue Netzteilnehmer generieren einen zusätzlichen Wert, da die Interaktionsmöglichkeit steigt. Wiederum ist ein einzelnes Telefon ohne Netz bzw. ohne Netzteilnehmer belanglos. In der Ökonomie werden dabei die Begriffe Netzwerkeffekt oder Netzexternalität verwendet, wobei positive und negative Effekte zu unterscheiden sind. Von einem externen Effekt oder von einer Externalität ist die Rede, wenn die ökonomischen Aktivitäten eines Wirtschaftssubjektes andere Marktteilnehmer beeinflussen, ohne dass dafür eine (monetäre) Kompensation getätigt wird.
Neben imaginären Netzen gibt es selbstredend auch reale Netze wie das deutsche Stromnetz. Dabei handelt es sich um ein leitungs- oder streckengebundenes Netzwerk zur Übertragung des elektrischen Stroms vom Kraftwerk zum Verbraucher über Freileitungen oder Erdkabel bei verschiedenen Spannungen. Der Begriff „Leitungsgebundenheit“ bedeutet in diesem Zusammenhang, dass die Einrichtung unabdingbar ist, um den Kunden mit Strom zu versorgen. Es ist also kein Substitut verfügbar.
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Problematik der gegenwärtigen Stromerzeugung ein und definiert die Zielsetzung der Arbeit sowie den Untersuchungsrahmen.
2. Zielkonflikte und Handlungsfelder einer zukunftsfähigen Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien: Hier werden die energiepolitischen Ziele und die Herausforderungen der Energiewende sowie eine Hierarchie für eine nachhaltige Energieversorgung erläutert.
3. Netzmonopole als „Flaschenhals“ für eine erfolgreiche Energiepolitik: Das Kapitel befasst sich mit der netzökonomischen Besonderheit des Strommarktes und der notwendigen Regulierung natürlicher Monopole.
4. Das CO2-Problem: Inakzeptable Auswirkungen auf Umwelt und Gesellschaft durch fossile Energieträger: Hier werden die umweltökonomischen Hintergründe des Klimawandels und das Konzept der externen Effekte im Zusammenhang mit Treibhausgasen beleuchtet.
5. „Auslaufmodell Kohlekraftwerk“ oder die Reduzierung der brisanten Importabhängigkeit von knappen Ressourcen: Dieses Kapitel analysiert die Endlichkeit fossiler Brennstoffe und die Chancen, die eine verstärkte Nutzung erneuerbarer Energien für die Versorgungssicherheit bietet.
6. Begünstigung der Erneuerbaren – ein Fass ohne Boden?: Hier wird die ökonomische Sinnhaftigkeit der staatlichen Förderung, insbesondere durch das EEG, kritisch hinterfragt und in den Kontext der Gesamtwirtschaft gestellt.
7. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die ökonomische Sinnhaftigkeit der Energiewende aus einer langfristigen, gesamtwirtschaftlichen Perspektive.
Energiewende, Erneuerbare Energien, Marktversagen, Netze, Natürliche Monopole, CO2-Emissionen, Externer Effekt, Klimaschutz, Versorgungssicherheit, Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), Ressourcenökonomie, Nachhaltigkeit, Internalisierung, Strommarkt, Netzregulierung
Die Arbeit analysiert die Energiewende in Deutschland aus wirtschaftstheoretischer Sicht, insbesondere im Hinblick auf die ökonomische Rechtfertigung staatlicher Eingriffe und die Zielkonflikte einer nachhaltigen Energiepolitik.
Die Arbeit behandelt Netzökonomie, Umweltökonomie (insb. externe Effekte), Ressourcenökonomie (Endlichkeit fossiler Brennstoffe) sowie die Auswirkungen regulatorischer Maßnahmen wie des EEG.
Ziel ist es, zu beurteilen, ob der Ausbau erneuerbarer Energien mittels wirtschaftspolitischer Interventionen ökonomisch sinnvoll und gesamtwirtschaftlich lohnend ist.
Es wird eine volkswirtschaftliche Analyse durchgeführt, die Konzepte der Preis- und Markttheorie, der Netzwerkökonomie und der Umweltökonomie auf die aktuellen energiepolitischen Herausforderungen in Deutschland anwendet.
Der Hauptteil gliedert sich in Analysen zu Marktstrukturen (Netzmonopole), ökologischen Herausforderungen (Klimawandel/CO2), Ressourcensicherheit und die ökonomische Bewertung von Förderinstrumenten für erneuerbare Energien.
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Energiewende, Marktversagen, externe Effekte, natürliche Monopole, Versorgungssicherheit und Nachhaltigkeit.
Das Stromnetz ist ein natürliches Monopol mit hohen Fixkosten und Skaleneffekten. Da die Integration erneuerbarer Energien das Netz technisch und strukturell stark verändert, ist eine staatliche Regulierung des Netzzugangs essenziell für einen fairen Wettbewerb.
Das EEG wird als Instrument zur Marktintegration und als Form der staatlichen Vorleistung betrachtet, deren Erfolg nicht allein an den direkten Förderkosten, sondern an der gesamtwirtschaftlichen Wohlfahrt und der Vermeidung externer Kosten gemessen werden sollte.
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