Masterarbeit, 2012
118 Seiten
Diese Masterarbeit untersucht die Sozialisationsprozesse und Karrierewege von Offizieren der Wehrmacht während des Nationalsozialismus. Der Fokus liegt dabei auf der Rolle der Hitlerjugend als prägende Sozialisationsinstanz. Ziel ist es, die Mechanismen zu analysieren, die die Jugendlichen in den nationalsozialistischen Staat integrierten und ihre späteren Entscheidungen und Handlungen im Kontext des Zweiten Weltkriegs beeinflussten.
Die Arbeit beginnt mit einer Einleitung, die die Relevanz des Themas im Kontext der NS-Herrschaft und der heutigen Debatten um die Zeit des Nationalsozialismus beleuchtet. Anschließend wird die Entwicklung der Forschungsfrage und die Methodik der Arbeit erläutert. Die darauffolgenden Kapitel befassen sich mit den gesellschaftlichen Rahmenbedingungen der Jugend im NS-Staat, insbesondere mit der Rolle von Familie und Schule.
Im Fokus steht dabei die Hitlerjugend, ihre Entstehung, Struktur, Inhalte und Attraktivität für junge Menschen. Es wird untersucht, inwiefern die Hitlerjugend als Sozialisationsinstanz die Entwicklungen innerhalb der Jugend beeinflusste und wie sie sich zu anderen Institutionen wie der Familie oder der NSDAP verhielt.
Die Arbeit beleuchtet die Anforderungen und Zugänge zum Offizierskorps der Wehrmacht, die Bedarfsfragen sowie die Rekrutierungsstrategien der Wehrmacht. Anhand von ausgewählten Biografien werden die Verläufe von Offizieren der Wehrmacht und ihr Verhältnis zur Hitlerjugend analysiert. Die Arbeit gipfelt in einer Auswertung der gewonnenen Erkenntnisse, die verschiedene Aspekte beleuchtet wie Familie, Schule, Hitlerjugend und Werbung und Propaganda.
Die vorliegende Masterarbeit beschäftigt sich mit dem Themenfeld der Sozialisation im NS-Staat, der Rolle der Hitlerjugend als prägende Sozialisationsinstanz und den Auswirkungen der Sozialisationsprozesse auf die Karrierewege von Offizieren der Wehrmacht. Schlüsselbegriffe sind daher: Sozialisation, Nationalsozialismus, Hitlerjugend, Wehrmacht, Offiziere, Karriere, Ideologie, Propaganda, Familie, Schule, Rekrutierung, Biografien.
Die HJ fungierte als zentrale Sozialisationsinstanz, die Jugendliche ideologisch auf den Krieg vorbereitete und eine wertvolle Ressource für den Nachwuchs des Offizierskorps der Wehrmacht darstellte.
Neben der HJ war die Schule ein Ort der totalen Vereinnahmung, an dem nationalsozialistisches Gedankengut implementiert und die Loyalität zum "Führer" gefördert wurde.
Neben militärischer Eignung wurden zunehmend politische Zuverlässigkeit und eine tiefe Verwurzelung in der NS-Ideologie vorausgesetzt.
In der Anfangszeit existierten noch andere Jugendverbände, doch durch die Gleichschaltung und gesetzliche Grundlagen wurde die HJ zur einzig legalen Staatsjugend.
Das Verhältnis zwischen Familie und HJ war oft spannungsreich, da der Staat versuchte, den Einfluss der Eltern zugunsten der totalen staatlichen Erziehung zurückzudrängen.
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