Bachelorarbeit, 2012
54 Seiten, Note: 1,7
A Einleitung
1. Problemstellung
2. Aufbau der Arbeit
B Überlegenheit des passiven Portfoliomanagements
1. Kapitalmarkteffizienz
1.1. Informationseffizienz
1.2. Random-Walk-Hypothese
2. Empirische Untersuchungen
C Studie "Mutual Fund Performance and the Incentive to Invest in Active Management"
1. Drei Segmente im Bereich der US-Aktienfondsindustrie
2. Performancevergleich der aktiv verwalteten und passiven Aktienfonds
2.1. Schätzung von 4-Faktor-Alpha
2.2. Outperformance der aktiv verwalteten Aktienfonds im Direkt-Sold-Segment
3. Sensitivität der Flow-Performance-Beziehung
3.1. Sensitivität von Mittelzuflüssen zur risikoadjustierten Rendite sowie zur Nettorendite
3.2. Performance-Zufluss-Beziehung der Aktienfonds im Direkt-Sold-Segment
4. Investitionen der Aktienfonds in aktives Management
D Anreize für ein aktives Management der deutschen Aktienfondsindustrie
1. Studie "Höhe, Struktur und Determinanten der Managervergütung: Eine Analyse der Fondsbranche in Deutschland"
2. Studie "Determinanten der Mittelzuflüsse bei deutschen Aktienfonds"
E Zusammenfassung und Schlussbetrachtung
Die Arbeit untersucht, ob die beobachtete Unterperformance aktiv verwalteter Aktienfonds auf eine grundsätzliche Unmöglichkeit der Alpha-Generierung zurückzuführen ist oder ob fehlende Anreize für das Fondsmanagement die Ursache darstellen. Dabei werden insbesondere die US-amerikanische sowie die deutsche Fondsbranche analysiert, um Unterschiede in den Anreizsystemen und deren Auswirkungen auf das Managementverhalten aufzuzeigen.
1. Problemstellung
Eine wichtige Entscheidung, die Anleger treffen müssen, bezieht sich auf die Frage, ob ihr Portfolio aktiv oder passiv verwaltet werden soll. Die Frage, ob ein Anleger eher passive oder aktive Anlagestrategien verfolgen sollte, ist sehr alt. Jedoch kann sie heutzutage noch immer nicht beantwortet werden. Eine Menge von empirischen Untersuchungen bestätigte die Überlegenheit des passiven Portfoliomanagements. Auch die Verfechter der Hypothese der effizienter Kapitalmärkte, die im aktiven Portfoliomanagement keinen Sinn sehen, empfehlen ein passives »Buy and hold«. Allerdings ist die Frage nach der Informationseffizienz der Kapitalmärkte genauso wie die Frage nach dem Zufallsverlauf der Aktienkursänderungen streng umstritten.
Das Ziel jedes aktiven Managers ist, Alpha gegenüber dem Marktdurchschnitt zu erzielen. Viele Studien haben allerdings gezeigt, dass aktiv verwaltete Aktienfonds im Durchschnitt schlechtere Performance als passive Indexfonds aufweisen. Die Effizienz-Hypothese postuliert die Unmöglichkeit, angesichts der höheren Kosten des aktiven Managements, Outperformance gegenüber dem Marktdurchschnitt zu erzielen. Del Guercio und Reuter (2011) sind jedoch mit ihrer Studie "Mutual Fund Performance and the Incentive to Invest in Active Management" der anderen Meinung. Ihre Erkenntnisse behaupten, dass die Unterperformance der aktiv verwalteten Aktienfonds nicht die Unmöglichkeit der Alpha-Generierung, sondern fehlende Anreize zur Alpha-Generierung widerspiegelt.
A Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Problemstellung ein und erläutert den Aufbau sowie die Forschungsfrage der Arbeit.
B Überlegenheit des passiven Portfoliomanagements: Hier werden theoretische Grundlagen der Kapitalmarkteffizienz und der Random-Walk-Hypothese sowie relevante empirische Studien diskutiert.
C Studie "Mutual Fund Performance and the Incentive to Invest in Active Management": Dieses Kapitel analysiert die Ergebnisse der US-amerikanischen Studie hinsichtlich der Segmentierung von Aktienfonds und der Flow-Performance-Beziehung.
D Anreize für ein aktives Management der deutschen Aktienfondsindustrie: Dieser Teil betrachtet die spezifischen Gegebenheiten der deutschen Fondsbranche, insbesondere in Bezug auf Vergütungsstrukturen und Mittelzuflüsse.
E Zusammenfassung und Schlussbetrachtung: Das letzte Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und gibt einen Ausblick auf den Wandel des deutschen Fondsmarktes.
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Die Arbeit untersucht die Performance von aktiv verwalteten Aktienfonds im Vergleich zu passiven Indexfonds und erforscht, ob mangelnde Anreize zur Alpha-Generierung die Ursache für die häufig beobachtete Unterperformance aktiver Fonds sind.
Zu den zentralen Themen gehören die Kapitalmarkteffizienz, die Anreizstrukturen für Fondsmanager, die Flow-Performance-Beziehung sowie der Vergleich zwischen US-amerikanischen und deutschen Aktienfondsindustrien.
Das primäre Ziel ist es, das Rätsel zu lösen, warum Anleger trotz der oft schlechteren Performance aktiv verwalteter Fonds weiterhin eine hohe Nachfrage nach diesen Produkten zeigen, und ob dies mit den Anreizsystemen der Fondsgesellschaften verknüpft ist.
Die Arbeit stützt sich primär auf die Auswertung und Diskussion bestehender empirischer ökonometrischer Studien, insbesondere der Arbeit von Del Guercio und Reuter (2011) sowie verschiedener Untersuchungen zum deutschen Markt.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung zur Markteffizienz, eine detaillierte Analyse der US-Studie zu aktiven Fondssegmenten und eine Übertragung dieser Erkenntnisse auf die deutsche Fondslandschaft unter Berücksichtigung von Managervergütung und Zuflussfaktoren.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Aktienfonds-Performance, aktives vs. passives Management, Markteffizienz, Anreizsysteme, Alpha-Generierung und Flow-Performance-Beziehung charakterisiert.
Dies resultiert vor allem aus höheren Gebühren für Brokerservices, die die Rendite für Anleger mindern, wobei die Nachfrage in diesem Segment dennoch hoch bleibt, da Investoren Wert auf das Servicepaket legen.
In Deutschland ist die Performance-Zufluss-Beziehung schwächer ausgeprägt als in den USA, und die Vergütung der Manager sowie die Anreize durch Bonuszahlungen sind generell niedriger, was die Motivation zur Alpha-Generierung beeinflussen kann.
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