Bachelorarbeit, 2012
115 Seiten, Note: 1,7
1 EINLEITUNG
2 THEORETISCHE GRUNDLAGEN
2.1 DAS GESCHÄFTSMODELL
2.2 GESCHÄFTSMODELL-INNOVATION
2.3 IMITATION
2.3.1 ANALOGIEN
2.3.2 STRATEGISCHE AUSLÖSER VON ANALOGIEN
2.3.3 MEHRWERT VON ANALOGIEN UND IMITATION
2.4 PROPOSITIONEN
3 FORSCHUNGSDESIGN, METHODEN UND SAMPLING
3.1 DATENERHEBUNG
3.2 AUSWAHL DER INTERVIEWPARTNER
3.3 ENTWICKLUNG DES INTERVIEWLEITFADENS
3.4 DURCHFÜHRUNG DER INTERVIEWS
3.5 AUSWERTUNG
3.5.1 ERSTELLUNG DES SUCHRASTERS
3.5.2 EXTRAKTION
3.5.3 AUFBEREITUNG UND ANALYSE DER DATEN
4 EMPIRISCHE BEFUNDE ZUR ROLLE DER IMITATION BEI DER GESCHÄFTSMODELL-INNOVATION
4.1 INHALTSBEZOGEN
4.2 STRATEGISCHE AUSLÖSER UND KONSEQUENZEN VON IMITATION
4.2.1 STRATEGISCHE AUSLÖSER DER IMITATION
4.2.2 KONSEQUENZEN
4.3 PROZESSBEZOGEN
5 ZUSAMMENFASSUNG UND HYPOTHESEN
6 HANDLUNGSEMPFEHLUNGEN FÜR GRÜNDER
7 GRENZEN DER ARBEIT UND WEITERE FORSCHUNGSBEREICHE
8 ANHANG
8.1 ANHANG A: INTERVIEWS MIT GRÜNDERN
8.2 ANHANG B: INVESTOREN-INTERVIEW
8.3 ANHANG C: UMFRAGE
8.4 ANHANG D: ÜBERSICHT DER EMPIRISCHEN BEFUNDE
8.5 ANHANG E: LITERATUR-ERWEITERUNG
9 LITERATURVERZEICHNIS
Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung von Imitationsaktivitäten im Rahmen des Geschäftsmodell-Innovationsprozesses bei Internet-Start-ups. Ziel ist es, die Forschungsfrage zu beantworten, welche Rolle Imitation in diesem spezifischen Innovationskontext spielt, um Risiken zu minimieren und die Effizienz bei der Entwicklung neuer Geschäftsmodelle zu steigern.
2.3.1 Analogien
Analogien werden bei den meisten Firmen implizit oder explizit verwendet, um die Problemlösungsansätze anderer Firmen zu imitieren (Gavetti, Levinthal & Rivkin 2005). Laut Kalogerakis et al. (2010) ist Analogie ein allgegenwärtiger Mechanismus bei kreativer Problemlösung und daher überall dort zu finden, wo Probleme entstehen (S. 431).
Analogie bedeutet „the transfer of knowledge from one domain that usually already exists in memory to the domain to be explained“ (Gassmann & Zeschky 2008, S. 97). Es müssen also Ähnlichkeiten zwischen der Imitationsquelle und dem Imitationsziel gefunden werden (Brunswicker & Hutschek 2010, S. 686). Die kognitive Psychologie unterscheidet dabei zwischen oberflächlicher und struktureller Ähnlichkeit (Gavetti et al. 2005). Die Verwendung von Analogie beruht auf der Hypothese, dass ein neues Problem mithilfe einer bestehenden Lösung eines analogen Problems gelöst werden kann (Schild, Herstatt & Lüthje 2004, S. 3). Im weiteren Verlauf wird das imitierende Unternehmen als Imitationsziel und das imitierte Unternehmen als Imitationsquelle bezeichnet.
Analogien sind Werkzeuge, um bestehendes Wissen aus einem Feld auf ein neues zu übertragen (Abbildung 5), und damit Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Imitation (Gassmann & Zeschky 2008). Gassmann und Zeschky (2008) konnten empirisch belegen, wie Unternehmen Analogien anwenden, um zu imitieren. Neben weichen Erfolgsfaktoren für Analogien wie z. B. generelle Offenheit für andere Lösungsansätze und „willing to challenge own technologies as a premise for analogical thinking to work“ (Gassmann & Zeschky 2008) konnten sie einen konkreten Prozess identifizieren (Abbildung 5): „[...] the firms identified the analogy only by (a) in a first step analysing the problem in detail, and (b) in a second step embarking on deliberate search effort to find analogues solutions“ (S. 103).
1 EINLEITUNG: Motivation und Relevanz der Arbeit sowie Definition der Forschungsfrage zur Rolle der Imitation in Internet-Start-ups.
2 THEORETISCHE GRUNDLAGEN: Herleitung des Geschäftsmodell-Konzepts und theoretische Einordnung von Imitation als Mechanismus im Innovationsprozess.
3 FORSCHUNGSDESIGN, METHODEN UND SAMPLING: Beschreibung des explorativen Forschungsansatzes durch Experteninterviews mit Gründern zur Beantwortung der Forschungsfrage.
4 EMPIRISCHE BEFUNDE ZUR ROLLE DER IMITATION BEI DER GESCHÄFTSMODELL-INNOVATION: Analyse der empirischen Ergebnisse unterteilt in inhaltsbezogene, strategische und prozessbezogene Aspekte der Imitation.
5 ZUSAMMENFASSUNG UND HYPOTHESEN: Synthese der Ergebnisse zur Formulierung von Hypothesen über das Imitationsverhalten in der Praxis.
6 HANDLUNGSEMPFEHLUNGEN FÜR GRÜNDER: Ableitung eines prozessualen Leitfadens für Gründer, um Imitation systematisch zur Geschäftsmodell-Innovation zu nutzen.
7 GRENZEN DER ARBEIT UND WEITERE FORSCHUNGSBEREICHE: Kritische Reflexion der Methodik und Aufzeigen zukünftiger Forschungsfelder.
Geschäftsmodell-Innovation, Imitation, Start-ups, Internetbranche, Analogien, Cross-Industry-Innovation, Proof of Concept, Risikominimierung, Business Model Canvas, Problemlöser, Kundennutzenmaximierer, Strategischer Intent, Wettbewerbsvorteil, Innovationsgrad, Rekombination.
Die Arbeit untersucht, welche Rolle Imitationsaktivitäten bei der Entwicklung und Innovation von Geschäftsmodellen in Internet-Start-ups spielen.
Die zentralen Themen umfassen die Definition von Geschäftsmodellen, die Bedeutung von Imitation als Innovationsmechanismus und die systematische Anwendung von Analogien aus anderen Branchen.
Die primäre Forschungsfrage lautet: „Welche Rolle spielt Imitation im Geschäftsmodell-Innovationsprozess von Start-ups?“
Es wird ein explorativer, qualitativer Forschungsansatz gewählt, der auf Experteninterviews mit Gründern und einer anschließenden qualitativen Inhaltsanalyse basiert.
Der Hauptteil analysiert, was imitiert wird (Inhalt), warum imitiert wird (Strategie/Auslöser) und wie der Imitationsprozess in der Praxis abläuft.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Geschäftsmodell-Innovation, Imitation, Start-ups, Analogien und Risikominimierung charakterisieren.
Problemlöser nutzen Imitation meist zu Beginn, um konkrete Barrieren (z.B. Monetarisierung) zu überwinden, während Kundennutzenmaximierer kontinuierlich nach Best Practices suchen, um ihr bestehendes Geschäftsmodell weiter zu optimieren.
Imitation fungiert als Proof of Concept, reduziert die Entwicklungszeit (Time-to-Market) und senkt die mit einer Neuentwicklung verbundenen Marktrisiken erheblich.
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