Bachelorarbeit, 2009
69 Seiten, Note: 1,7
1 Forschungskonzept
1.1 Forschungsobjekt
1.2 Forschungsziel
1.3 Forschungsstrategie
1.4 Forschungsnutzen
2 Kreativwirtschaft
2.1 Herleitung des Begriffes
2.1.1 Kreativität
2.1.2 Wirtschaft
2.1.3 Kreativwirtschaft
2.1.4 Kreativwerkstätten
2.2 Aktualität und Bedeutung für die Zukunft
2.2.1 Bedeutung in der Arbeitswelt
2.2.2 Bedeutung für die Wohnortwahl
2.2.3 Kreativwirtschaft in Deutschland
2.3 Städtische Kreativität
2.3.1 Der Kreislauf urbaner Kreativität
2.3.2 Chancen und Grenzen
2.3.3 Großevent Kulturhauptstadt – Motor oder Hemmnis zur Etablierung der Kreativwirtschaft?
3 Analyse des Ruhrgebietes
3.1 Geschichte des Ruhrgebietes
3.1.1 Industrialisierung
3.1.2 De-Industrialisierung
3.1.3 Struktureller Wandel
3.2 Analyse der Standortfaktoren
3.2.1 Event-Attraktivität
3.2.2 Natürliche Attraktivität
3.2.3 SWOT-Matrix
3.3 Kreativitäts-Index des Ruhrgebietes
4 Analyse einzelner Kreativwerkstätten
4.1 RuhrPop.2010
4.2 RuhrJazz.2010
4.3 RuhrDesign.2010
4.4 RuhrArt.2010
4.5 RuhrGames.2010
4.6 Einzel-Kreativwerkstätten
4.7 Gesamtwertung der Kreativwerkstätten
5 Ausblick
Die Arbeit untersucht das Potenzial der Kreativwirtschaft als Motor für den strukturellen Wandel im Ruhrgebiet. Das zentrale Ziel ist es, zu analysieren, inwiefern die als Instrumente der Kulturhauptstadt RUHR.2010 eingeführten Kreativwerkstätten den Wandel zur kreativwirtschaftlichen Metropolregion unterstützen und beschleunigen können, wobei insbesondere die Identitätsbildung der Bevölkerung und die Anziehungskraft für Fachkräfte betrachtet werden.
2.1.1 Kreativität
Der Begriff Kreativität leitet sich aus dem lateinischen „creare“ ab, welches dem deutschen Wort „Erschaffen“ entspricht. Eine allgemeine Definition beschreibt demzufolge Kreativität als „…die Fähigkeit, Neues zu erfinden, Bekanntes in einen neuen Zusammenhang zu stellen oder von hergebrachten Denk- und Verhaltensschemata abzuweichen.“ Synonyme wie Ideenreichtum oder Schöpferkraft umschreiben den Begriff und verdeutlichen gemäß der Auffassung Guilfords seine besondere Charakteristik im Vergleich zur Intelligenz. Guilford differenzierte Intelligenz und Kreativität durch die Zielgerichtetheit des Denkens voneinander. Während das intelligente Denkmuster konvergent ist – also auf eine bestimmte Lösungsmethode hinsteuert – entspricht die Kreativität dem divergenten Denken. Dieses findet besonders in unstrukturierten Problemsituationen Anwendung, in denen oftmals die Grundfrage noch nicht deutlich erkennbar ist. Daraus resultieren zahlreiche Denk- und Lösungsansätze in verschiedene Richtungen, was im Allgemeinen als Einfallsreichtum bezeichnet wird.
1 Forschungskonzept: Definiert das Forschungsobjekt Ruhrgebiet im Kontext der Kulturhauptstadt 2010 und legt die methodische Strategie sowie das Ziel der Untersuchung fest.
2 Kreativwirtschaft: Behandelt die theoretischen Grundlagen des Begriffs Kreativwirtschaft, deren Bedeutung für die moderne Arbeitswelt und das Konzept des Kreislaufs urbaner Kreativität.
3 Analyse des Ruhrgebietes: Analysiert die historische Entwicklung des Reviers von der Industrialisierung über die De-Industrialisierung bis hin zum heutigen strukturellen Wandel inklusive einer Standortbewertung.
4 Analyse einzelner Kreativwerkstätten: Untersucht spezifische Projekte der Kulturhauptstadt RUHR.2010 auf ihre Effizienz und ihren Beitrag zur Etablierung einer Kreativwirtschaft.
5 Ausblick: Bewertet die langfristigen Erfolgsaussichten der Bemühungen zur Transformation der Metropolregion Ruhr in ein Kreativzentrum.
Ruhrgebiet, Kreativwirtschaft, Kulturhauptstadt RUHR.2010, struktureller Wandel, Kreativwerkstätten, Industriekultur, Standortfaktoren, Kreativklasse, Humankapital, Metropolregion, Event-Management, Innovationspotenzial, Stadtumbau, Transformation.
Die Arbeit analysiert, wie das Ruhrgebiet durch die Etablierung von Kreativwirtschaft und spezielle Projekte der Kulturhauptstadt RUHR.2010 den strukturellen Wandel von einer Industrieregion zu einer kreativwirtschaftlich geprägten Metropole bewältigen kann.
Die zentralen Felder umfassen die Definition der Kreativwirtschaft, die Analyse der Standortfaktoren des Ruhrgebiets sowie die Bewertung der Bedeutung von Kultur-Großevents für die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung.
Ziel ist es zu belegen, inwiefern die Kreativwerkstätten als Instrumente der Kulturhauptstadt 2010 eine Brücke zwischen dem industriellen Erbe und einer modernen Identität schlagen können.
Die Arbeit nutzt eine theoretische Herleitung der Begriffe sowie eine IST-Analyse der Standortfaktoren des Ruhrgebiets und eine qualitative Untersuchung der einzelnen Kreativwerkstatt-Projekte.
Im Hauptteil werden sowohl theoretische Konzepte zur Kreativität in Städten als auch eine detaillierte Bestandsaufnahme des Ruhrgebiets inklusive einer SWOT-Analyse und Bewertung spezifischer Projekte wie RuhrPop oder RuhrDesign dargestellt.
Die wichtigsten Begriffe sind Kreativwirtschaft, Ruhrgebiet, Strukturwandel, Kulturhauptstadt 2010 und Kreativklasse.
Das traditionelle Selbstbild als "Malocher-Region" steht im Kontrast zum neuen Fokus auf Kreativität; ein fehlendes "Wir-Gefühl" erschwert die Akzeptanz des Wandels in der breiten Bevölkerung.
Das Projekt wird kritisch gesehen, da es als "importiertes" Event kaum in der lokalen Identität verankert ist und eher negative Schlagzeilen durch organisatorische Probleme verursachte.
Die größte Herausforderung besteht darin, die Imagedefizite bei Außenstehenden abzubauen und die Vorbehalte der lokalen Bevölkerung gegenüber den abstrakten Begriffen der Kultur- und Kreativwirtschaft zu überwinden.
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