Bachelorarbeit, 2011
145 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
1.1 Motivation
1.2 Zielsetzung
1.3 Aufbau der Arbeit
2 Grundlagen
2.1 Homebanking Computer Interface
2.1.1 Einführung
2.1.2 Syntax
2.1.3 Kommunikation
2.1.4 Sicherheit
2.2 Near Field Communication
2.2.1 Einführung
2.2.2 Active Mode
2.2.3 Passive Mode
2.3 Verteilte Systeme
2.3.1 Einführung
2.3.2 Fehlannahmen
2.3.3 Multithreading und Race Conditions
3 Anforderungsanalyse
3.1 Mobile Payment
3.1.1 Akzeptanz von Zahlungsmethoden
3.1.2 Kategorisierung von Zahlungssystemen
3.1.3 Phasen des Mobilen Payments
3.1.4 Ausblick
3.2 Betrachtung existierender Lösungen
3.2.1 Bewertung der Systeme
3.2.2 Fazit
4 Anforderungsdefinition
4.1 Systembeschreibung
4.2 Festlegung der Zielgruppe
4.3 Abgrenzung des Systems
4.4 Anforderungen an die Softwarequalität
4.5 Anforderungen an die Benutzeroberfläche
4.6 Funktionale Anforderungen
4.7 Nicht-Funktionale Anforderungen
5 Entwurf
5.1 Evaluierung benötigter Frameworks
5.2 Beschreibung der Systemarchitektur
5.3 Entwurf der Benutzeroberfläche
5.3.1 Admin Client
5.3.2 Mobiler Client
5.4 Entwurf des Datenbankmodells
5.4.1 Entity-Relationship-Modell
5.4.2 Überführung in das relationale Modell
5.5 Entwurf der Schnittstellen
5.5.1 Payment Server und Admin Client
5.5.2 Payment Server und mobiler Client
5.6 Entwurf der Geschäftslogik
5.6.1 Erzeugung einer RDH-Schlüsseldatei
5.6.2 Anlegen eines neuen Kontos
6 Implementierung
6.1 Vereinbarungen vor Beginn der Implementierung
6.1.1 Allgemeines
6.1.2 Projektarchitektur
6.1.3 Fehlerbehandlung
6.2 Implementierung des Payment Servers
6.2.1 Erzeugen der Datenbank
6.2.2 Stellen von SQL-Anfragen
6.2.3 Gewährleistung der Sicherheit
6.2.4 Kommunikation der Komponenten
6.2.5 Erweiterung von HBCI4Java
6.2.6 Das Payment Framework
6.3 Implementierung des Admin Clients
6.3.1 Implementierung des Oberflächenlayouts
6.3.2 Nutzung des Notification Musters
6.3.3 Validieren der Nutzereingaben
6.4 Implementierung des mobilen Clients
6.4.1 Implementierung des Oberflächenlayouts
6.4.2 Implementierung des NFC-Authenticator
6.4.3 Nutzung des Payment-Frameworks
6.5 Probleme und Lösungen
6.5.1 Filtern gleicher Umsätze eines Kontos
6.5.2 Relation zwischen Umsatz und Transaktion erzeugen
7 Test
7.1 Verwendung von Testmethoden
7.2 Demonstration der Funktionalität des Prototypen
8 Ergebnis
8.1 Abschließende Betrachtung
8.2 Veröffentlichung
8.3 Ausblick
A Liste der Funktionalen Anforderungen
B Screenshots und Grafiken
C Sonstige Anlagen
Ziel dieser Arbeit ist die Entwicklung eines Prototypen zur Abwicklung von Bezahlvorgängen mittels mobiler Geräte. Hierbei wird ein dezentrales Softwaresystem konzipiert, das direkt mit Bankservern kommuniziert, um Transaktionsgebühren zu eliminieren und die Datensicherheit durch den Verzicht auf zentrale Dienste zu erhöhen.
1.1 Motivation
Die rasante Verbreitung von Smartphones hat den Markt des Mobilen Payments bedeutend verändert. So ist es heute nichts Besonderes mehr ein Buch oder einen Film von der Couch aus, direkt über ein Smartphone zu kaufen und zu bezahlen. Eine Studie des Handelsblatts geht davon aus, dass die Verbreitung von mobilen Geräten in den nächsten Jahren noch deutlich zunehmen wird. Gemäß dieses Trends wird klar, wieso der Bereich des Mobilen Payments in der Forschung und Wirtschaft aktuell so heiß diskutiert wird. Das Bezahlen mit dem Smartphone soll immer mehr in den Alltag der Menschen rücken und zwangsläufig die klassische Geldbörse ersetzen. Die Chancen dafür stehen gut, denn bereits 83% aller Deutschen ab 14 Jahren besitzen ein Mobiltelefon. Da zahlreiche Nutzer ein Zweitgerät haben, gibt es insgesamt sogar mehr Endgeräte als Einwohner.
Aufgrund der zunehmenden Bedeutung des Mobilen Payments versuchen Anbieter bestehender Zahlungssysteme ihre Softwaresysteme so zu erweitern, dass sie neben dem digitalen Markt auch den analogen Markt abdecken können. Unter dem Begriff des analogen Marktes versteht man die Menge der im Ladengeschäft über ein Smartphone abgewickelten Bezahlvorgänge. Diese Fortentwicklung der Systeme ist nachvollziehbar, denn zum einen erhoffen sich die Unternehmen eine Vergrößerung der potenziellen Zielgruppe und des resultierenden Umsatzes, zeitgleich wollen sie aber auch dafür sorgen, dass das Bezahlen für die Verbraucher sicherer und einfacher wird.
1 Einleitung: Stellt die Motivation für mobiles Bezahlen dar und definiert die Zielsetzung, ein sicheres, dezentrales Zahlungssystem zu entwickeln.
2 Grundlagen: Vermittelt technisches Basiswissen zu den Protokollen FinTS und Near Field Communication sowie zu den Prinzipien verteilter Systeme.
3 Anforderungsanalyse: Analysiert den Markt für mobiles Bezahlen, kategorisiert bestehende Systeme und bewertet deren Tauglichkeit für den deutschen Markt.
4 Anforderungsdefinition: Legt das System iMove Mobile Money fest, definiert funktionale und nicht-funktionale Anforderungen sowie Zielgruppen.
5 Entwurf: Beschreibt die Systemarchitektur, das Datenbankmodell, die Schnittstellen und die Geschäftslogik für den Prototypen.
6 Implementierung: Dokumentiert die technische Umsetzung des Payment Servers, der Clients sowie der Fehlerbehandlung und der NFC-Integration.
7 Test: Erläutert die angewandten Testmethoden und demonstriert die Funktionsfähigkeit des Prototypen in einem realen Szenario.
8 Ergebnis: Zieht ein Fazit über die Zielerreichung und diskutiert Möglichkeiten zur zukünftigen Veröffentlichung und Weiterentwicklung des Projektes.
Mobile Payment, FinTS, HBCI, Near Field Communication, NFC, Dezentrale Architektur, Zahlungssystem, Java, Android, Systemanalyse, Datenbankmodellierung, Authentifizierung, Sicherheit, Prototyping, XML-RPC
Die Arbeit befasst sich mit der Konzeption und dem Entwurf eines eigenen Zahlungssystems für mobile Endgeräte, um Bezahlvorgänge ohne zentrale Drittanbieter direkt über Bankserver abzuwickeln.
Die zentralen Felder umfassen die Informatik-Grundlagen zu FinTS und NFC, die Analyse existierender Bezahlsysteme sowie die softwaretechnische Entwicklung einer Client-Server-Architektur.
Das Ziel ist die Entwicklung eines funktionstüchtigen Prototypen, der Zahlungen im digitalen und analogen Markt ermöglicht und dabei dezentral operiert, um Sicherheit zu erhöhen und Kosten zu senken.
Die Arbeit folgt einer systematischen Vorgehensweise: Anforderungsanalyse bestehender Systeme, gefolgt von einer detaillierten Anforderungsdefinition, einem technischen Entwurf und schließlich der Implementierung sowie Erprobung (Test) eines funktionsfähigen Prototypen.
Der Hauptteil gliedert sich in Grundlagen, Anforderungsanalyse, Definition der Systemanforderungen, Entwurf der Architektur und Datenbank sowie die detaillierte Implementierung des Servers und der Clients.
Die Arbeit ist geprägt durch Schlagworte wie Mobile Payment, NFC, FinTS, dezentrale Architektur, Java, Android-Entwicklung und IT-Sicherheit.
Da FinTS V3.0 von rund 91% der deutschen Banken unterstützt wird, bietet es die breiteste Kompatibilität für das zu entwickelnde System, im Gegensatz zur aktuelleren Version V4.0, welche nur von wenigen Instituten implementiert wird.
Der Authenticator demonstriert die technische Machbarkeit, mittels NFC-Tags Identitätsdaten eines Nutzers sicher an ein Zahlungssystem zu übermitteln, um eine nutzerfreundliche und sichere Autorisierung zu gewährleisten.
Um Race Conditions bei der parallelen Bearbeitung von Zahlungen durch mehrere Threads zu verhindern, nutzt das System Synchronisationsmechanismen wie "synchronized"-Blöcke und das Singleton-Pattern in der HBCIFactory, um pro Konto einen sequenziellen Ablauf der Dialoge zu erzwingen.
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