Facharbeit (Schule), 2011
57 Seiten, Note: 1
1. VORWORT
2. ABSTRACT
3. EINLEITUNG
4. DER GANGSTERBOSS
4.1 GEBURT UND KINDHEIT
4.2 SCHULE
4.3 IN DER OBHUT DES STAATES
4.4 ENTSTEHUNG EINER GANG
4.5 CRIPS
4.6 VERFLOGENE LICHTBLICKE
4.7 DIE CRIPS BEKOMMEN EIN GESICHT
4.8 DRUGS & BULLETS
4.9 NEGATIVSPIRALE
4.10 LETZTE TAGE IN DER FREIEN WELT
5. GEDANKEN ZUM GERICHTSVERFAHREN
5.1 AUSBRUCHSPLÄNE
5.2 KONTROVERSEN UM DAS URTEIL
6. RESOZIALISIERUNG UND HINRICHTUNG
6.1 ABLEGEN DER CRIP-MENTALITÄT
6.2 GANG- UND GEWALTPRÄVENTIONSARBEIT
6.3 BESUCH VON WINNIE MANDELA UND NOMINATIONEN ZUM FRIEDENS- SOWIE LITERATURNOBELPREIS
6.4 ENDGÜLTIGE VERSÖHNUNG
6.5 GNADENGESUCH
6.6 TODESSTRAFE IN DEN USA
6.7 AKTUELLES
7. SCHLUSSFOLGERUNG
8. QUELLENVERZEICHNIS
Diese Arbeit analysiert das Leben von Stanley Tookie Williams, Mitgründer der Crips, und untersucht seine Entwicklung vom Gangsterboss zum Kinderbuchautor und Aktivisten gegen Bandengewalt. Dabei wird hinterfragt, wie sein soziales Umfeld seine Kriminellwerdung beeinflusste, ob das Urteil gegen ihn rechtmäßig war und inwiefern seine Friedensbemühungen im Gefängnis eine tatsächliche gesellschaftliche Relevanz entfalteten.
4.5 Crips
1969 gründete Raymond Lee Washington mit neun Freunden die East Side Baby Cribs nach dem Vorbild der Black Panthers. Primäres Ziel der Gang war es, das Viertel vor anderen Gangs und Drogendealern zu schützen. Washington hörte von dem jungen Unruhestifter Tookie, der anderen Gangs durch seine Prügelattacken Kopfweh bereitete. Eines Tages ging er zur Washington High School auf der Suche nach Tookie. Weil sie beide zu wenig Mitglieder in ihren Gangs hatten, Williams auf der West Side und Washington auf der East Side, beschlossen sie, sich zusammenzuschliessen. Sie trafen sich an einem Freitag Abend, beide begleitet von so vielen Mitgliedern wie möglich, um die Vereinigung zu beschliessen. „It would have been a police photographer’s Kodak moment to have captured all of us on film that day. Standing and sitting around on the bleachers was the largest body of black pariahs ever assembled” (Williams 2004: 81). Mit einem Händedruck besiegelten Williams und Washington den Zusammenschluss ihrer beiden Truppen. Keiner der beiden realisierte damals, dass sie soeben die grösste afroamerikanische Gang ins Leben gerufen hatten, die sich später unter dem Namen Crips über die ganzen Vereinigten Staaten und noch weiter ausbreiten würde.
1. VORWORT: Der Autor erläutert seine persönliche Motivation, sich mit Stanley Tookie Williams und der Thematik der US-amerikanischen Gangs auseinanderzusetzen.
2. ABSTRACT: Das Leben von Williams wird in drei prägende Phasen unterteilt: der Aufstieg zum Gangsterboss, der umstrittene Gerichtsprozess und seine Resozialisierung in San Quentin.
3. EINLEITUNG: Es wird das Ziel definiert, die Facetten von Williams' Leben zu beleuchten, das Gerichtsverfahren zu hinterfragen und den Einfluss seiner Präventionsarbeit zu untersuchen.
4. DER GANGSTERBOSS: Dieses Kapitel zeichnet Williams' Kindheit, Schulzeit und den Weg in die Gang-Welt nach, geprägt von Armut, Gewalt und Drogen.
5. GEDANKEN ZUM GERICHTSVERFAHREN: Hier werden die Untersuchungshaft, die umstrittenen Beweise und die Zweifel an der Rechtmäßigkeit der Verurteilung thematisiert.
6. RESOZIALISIERUNG UND HINRICHTUNG: Dieser Abschnitt behandelt Williams' Wandel im Gefängnis, seine Versöhnung, seine Bildungsarbeit und die Umstände seiner Hinrichtung.
7. SCHLUSSFOLGERUNG: Die Arbeit fasst die Erkenntnisse über Williams' Leben zusammen und bewertet die Bedeutung seines Vermächtnisses sowie die Kritik am US-Rechtssystem.
8. QUELLENVERZEICHNIS: Aufzählung der verwendeten Literatur, Dokumente, Filme und Internetquellen.
Stanley Tookie Williams, Crips, Bloods, Gang-Gewalt, Gewaltprävention, San Quentin, Todesstrafe, Redemption, Gnadengesuch, Arnold Schwarzenegger, Jugendkriminalität, Afroamerikanische Unterschicht, soziale Brennpunkte, Resozialisierung, US-Justizsystem.
Die Arbeit untersucht das Leben des Crip-Mitgründers Stanley Tookie Williams, von seiner Zeit als Gangsterboss bis hin zu seiner Hinrichtung, und beleuchtet dabei kritisch seine Wandlung zum Friedensstifter.
Die zentralen Themen sind die Entstehung und Dynamik afroamerikanischer Gangs, das Versagen sozialer Strukturen, die Kritik am US-Justizsystem und die Möglichkeiten der Resozialisierung in einem Hochsicherheitsgefängnis.
Ziel ist es, ein umfassendes Bild von Williams' Leben zu zeichnen, die Hintergründe seines Todesurteils kritisch zu hinterfragen und den Einfluss seiner Arbeit als Autor und Aktivist auf die Jugendgewalt zu bewerten.
Der Autor stützt sich auf eine detaillierte Auswertung von autobiografischen Texten von Williams, Dokumenten aus Gerichts- und Behördenunterlagen, Interviews mit Wegbegleitern sowie ergänzende Analysen von Filmen und wissenschaftlichen Artikeln.
Im Hauptteil werden die prägenden Phasen seines Lebens dargestellt: der Aufstieg und Fall als Gang-Anführer, die zweifelhaften Umstände des Mordprozesses sowie der langwierige Prozess seiner persönlichen Wandlung in der Todeszelle.
Die Arbeit lässt sich vor allem durch die Begriffe Crips, Gewaltprävention, Todesstrafe, soziale Ungleichheit, Resozialisierung und das US-amerikanische Strafjustizsystem charakterisieren.
Barbara Becnel wird als zentrale Person beschrieben, die Williams bei seinem Wandel unterstützte, als Co-Autorin seiner Bücher fungierte und ihn bei seinem Kampf für Gewaltprävention begleitete.
Der Autor stellt das Urteil in Frage, indem er auf mangelnde Beweise, fragwürdige Zeugenaussagen von Kriminellen und die mögliche Urteilsunfähigkeit von Williams durch Medikamenteneinfluss während der Untersuchungshaft hinweist.
Es wird als ein konkretes Instrument dargestellt, das darauf abzielte, aktiv Gewalt zwischen verfeindeten Gangs zu stoppen, und das laut dem Autor in Einzelfällen erfolgreich zur Minderung von Tötungsdelikten beigetragen haben soll.
Schwarzeneggers Ablehnung des Gnadengesuches wird als politisch motivierte Entscheidung analysiert, die unter anderem vor dem Hintergrund seiner damaligen Popularitätswerte und parteipolitischer Interessen diskutiert wird.
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