Examensarbeit, 2011
24 Seiten, Note: 1,5
Didaktik für das Fach Englisch - Pädagogik, Sprachwissenschaft
1. Einleitung
2. Lerngruppenanalyse bezüglich der Wortschatzarbeit und Computernutzung
3. Aufbau und Durchführung der Vergleichsstudie
3.1 Auswahl der Software
3.1.1 Funktionsweise des Programms phase-6
3.1.2 Wissenschaftlicher Hintergrund des Programms phase-6
3.2 Auswirkungen der Programmfunktionen auf den Aufbau der Vergleichsstudie
3.3 Einteilung der Gruppen
3.4 Ablauf der Vergleichsstudie
3.5 Konzeption der Vokabeltests
4. Ergebnisse und Auswertung der Vergleichsstudie
4.1 Auswertung der Performanz beider Gruppen im Vergleich
4.2 Lernerfahrungen der phase-6-Gruppe
5. Schlussfolgerungen
6. Fazit
8. Anhang
8.1 Abbildungen
8.2 Vokabeltest Nr. 3 der Vergleichsstudie
Die vorliegende Arbeit untersucht empirisch, ob die Nutzung der Lernsoftware phase-6 das Vokabellernen im Englischunterricht einer 9. Klasse effektiver gestaltet als herkömmliche Lernmethoden. Dabei steht die Forschungsfrage im Fokus, inwieweit computergestütztes Vokabellernen die Beherrschung des fremdsprachlichen Wortschatzes fördert und wie die Schülerinnen und Schüler diese Methode annehmen.
3.1.1 Funktionsweise des Programms phase-6
Der Hersteller bewirbt sein Programm mit den Worten: „phase-6 ist ein Lernprogramm ohne Schnickschnack, mit dem Vokabeln, Fachbegriffe, Formeln, Schaubilder und andere Lerninhalte einfach ins Langzeitgedächtnis übertragen werden können.“22 Dabei basiert das Programm auf dem Karteikastenlernsystem23 und kann, da es sich grundsätzlich um einen klassischen PC-Vokabeltrainer handelt, der Kategorie „Drill & Test“-Software zugeordnet werden.24 Das Prinzip ist, die englische Bedeutung von deutschen Wörtern und Phrasen fehlerfrei mit der Tastatur einzugeben. Gelingt dieses, so wird die Vokabel in das nächste Fach - hier Phase genannt – verschoben. Insgesamt durchlaufen die Vokabeln sechs Phasen. Um in die erste Phase zu gelangen, müssen die Vokabeln aktiviert werden, d.h. von den Schülerinnen und Schülern einmal fehlerfrei abgeschrieben werden. Dabei sind die deutsche und die englische Bedeutung der Vokabeln auf dem Bildschirm sichtbar (siehe Abb. 2, S. 18).
Um in die zweite Phase zu gelangen, müssen die neuen Vokabeln nun erstmalig im Abfragemodus des Programms eingegeben werden. Hierbei ist nur die deutsche Bedeutung sichtbar, d.h. dass nun die englische Bedeutung eingetippt werden muss. Wurde die Vokabel richtig eingegeben, so wird sie nach 10 Tagen (Phase 3), danach nach 30 Tagen (Phase 4) und 90 Tagen (Phase 5) wieder abgefragt. Wurde sie nach 90 Tagen korrekt eingegeben, befindet sich die Vokabel nach Angaben des Herstellers im Langzeitgedächtnis.25 Wird eine Vokabel fehlerhaft eingegeben, so wird sie von der Software automatisch eine Phase tiefer verschoben und muss nochmals erneut fehlerfrei eingegeben werden. Sie verbleibt jedoch bis zur nächsten Abfrage in der tieferen Phase. Wichtig ist, dass das Programm den Nutzern selbst die Entscheidung überlässt, ob eine Vokabel korrekt oder inkorrekt eingegeben wurde. Zwar meldet phase-6 Unstimmigkeiten, die Anwender müssen jedoch danach selbst nochmals die Richtigkeit oder den Fehler bestätigen (siehe Abb. 3, S. 19).26
1. Einleitung: Die Einleitung begründet das Interesse an neuen Wegen der Wortschatzarbeit im Englischunterricht aufgrund mangelnder Lernmotivation und fehlender kohärenter Lernmodelle in der Klasse 9a.
2. Lerngruppenanalyse bezüglich der Wortschatzarbeit und Computernutzung: Dieses Kapitel wertet eine Umfrage aus, die zeigt, dass die Schülerinnen und Schüler zwar computeraffin sind, den Computer jedoch kaum gezielt zum Lernen einsetzen.
3. Aufbau und Durchführung der Vergleichsstudie: Hier werden die Auswahlkriterien für die Software phase-6, der Versuchsaufbau mit zwei Gruppen und die Konzeption der Vokabeltests dargelegt.
4. Ergebnisse und Auswertung der Vergleichsstudie: Dieses Kapitel stellt die Lernleistung beider Gruppen gegenüber und analysiert die subjektiven Erfahrungen der Schülerinnen und Schüler mit der Software.
5. Schlussfolgerungen: Es werden die Erkenntnisse der Studie zusammengefasst und Anforderungen an den Einsatz von Vokabeltrainern im Unterricht abgeleitet.
6. Fazit: Das Fazit unterstreicht, dass Lernsoftware eine ergänzende, aber keine ersetzende Funktion in der Wortschatzarbeit einnehmen kann.
8. Anhang: Der Anhang enthält die Abbildungen zur Studie sowie das Beispiel für einen verwendeten Vokabeltest.
Computergestütztes Vokabellernen, Englischunterricht, Lernsoftware, phase-6, Vergleichsstudie, Wortschatzarbeit, Lernmotivation, Langzeitgedächtnis, Empirische Forschung, Fremdsprachenlernen, Medienkompetenz, Schulisches Curriculum, Lerngruppenanalyse, Vokabeltraining, Lernerfolge
Die Arbeit untersucht die Effektivität von computergestütztem Vokabellernen im Vergleich zu traditionellen Lernmethoden in einer 9. Klasse eines Gymnasiums.
Die zentralen Themen sind Wortschatzarbeit im Fremdsprachenunterricht, der Einsatz von Lernsoftware wie phase-6, die Motivation der Lernenden und die computergestützte Lernorganisation.
Das Ziel ist zu klären, ob die Lernsoftware phase-6 die Beherrschung des englischen Wortschatzes effektiver fördert als die bisher praktizierten individuellen Lernmethoden der Schülerinnen und Schüler.
Die Arbeit basiert auf einer empirischen Vergleichsstudie über 94 Tage, bei der eine Klasse in zwei Gruppen aufgeteilt und durch regelmäßige Vokabeltests analysiert wurde.
Im Hauptteil werden die Eingangsvoraussetzungen der Lerngruppe, die Funktionsweise der eingesetzten Software sowie die detaillierte Auswertung der erzielten Testergebnisse und der Lernerfahrungen dargestellt.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie computergestütztes Vokabellernen, Lernmotivation, Langzeitgedächtnis, Wortschatzarbeit und empirische Vergleichsstudie charakterisiert.
Die Studie ergab, dass die Fehlerquoten bei den teilnehmenden Schülerinnen und Schülern auch nach längerer Nutzungsdauer hoch blieben, was darauf hindeutet, dass das Lernsystem in dieser spezifischen Gruppe nicht die erwartete Festigung im Langzeitgedächtnis bewirkte.
Die Studie identifizierte Probleme wie die Schwierigkeit bei der Eingabe korrekter Fachbegriffe, die frustrierende Funktion des Erinnerungsfensters und die Gefahr des "Betrugs" durch die Bestätigungsfunktion des Programms.
Ein Großteil der Mädchen bemängelte das Fehlen einer physischen Schreibbewegung beim Eintippen der Vokabeln, was darauf hindeutet, dass die gewünschte psychomotorische Mehrfachkodierung am Computer für sie nicht in ausreichendem Maße stattfand.
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