Bachelorarbeit, 2012
72 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Wirtschaftsethik und Unternehmensethik
2.1 Definition Ethik
2.2 Definition Ökonomik
2.3 Zusammenhang von Ethik und Ökonomik
2.4 Wirtschafts- und Unternehmensethik
2.5 Die drei Ebenen der Wirtschaftsethik
2.5.1 Mikroebene
2.5.2 Mesoebene
2.5.3 Makroebene
2.5.4 Das Zusammenwirken von Mikro- Meso- und Makroebene
2.6 Ansätze der Wirtschafts- und Unternehmensethik
2.6.1 Peter Ulrich: Integrative Wirtschaftsethik
2.6.2 Karl Homann: Ökonomische Ethik
2.6.3 Horst Steinmann: Diskursive Wirtschafts- und Unternehmensethik
2.6.4 Josef Wieland: Governanceethik
3. Non-Profit-Organisationen im Wandel
3.1 Begriffsbestimmung von Non-Profit-Organisationen
3.2 Gemeinsamkeiten und Unterschiede von Non-Profit-Organisationen und Profitorganisationen
3.3 Non-Profit-Organisationen aus betriebswirtschaftlicher Sicht
3.3.1 Unternehmensführung allgemein
3.3.2 Aufgaben der Unternehmensführung
3.3.3 Ansätze der Unternehmensführung
3.3.4 Unternehmensführung in Non-Profit-Organisationen
4. Ethik in Non- Profit- Organisationen
4.1 Unternehmerische Sozialethik
4.2 Unternehmensethik als Erfolgsfaktor in der Unternehmensführung
5. Managementmodelle in der Sozialwirtschaft
5.1 Das St. Galler- Managementmodell
5.2 Das Freiburger Management- Modell für Non- Profit- Organisationen
5.2.1. System- Management
5.2.2. Marketing- Management
5.2.3. Ressourcen- Management
5.3 Das Sieben S- Modell
5.4 Systemsteuerung durch Sozialmanagement
6. Schluss
Die Arbeit untersucht die Notwendigkeit und Implementierung einer ethischen Unternehmensführung in Non-Profit-Organisationen (NPOs) vor dem Hintergrund der zunehmenden Ökonomisierung. Dabei wird analysiert, wie betriebswirtschaftliche Anforderungen und moralische Verantwortung miteinander in Einklang gebracht werden können, wobei die Systemtheorie als Referenzrahmen dient.
3.3.4 Unternehmensführung in Non-Profit-Organisationen
Lange galten ein umfassender Sachverstand und ein hohes Engagement der Mitarbeiter als angemessene Voraussetzung für die Führung sozialer Unternehmen. Heutzutage setzt sich immer mehr die Erkenntnis durch, dass NPOs genauso wie gewinnorientierte Unternehmen über Kenntnisse und Erfahrungen in der Anwendung von Management-Methoden – und Instrumenten verfügen sollten um langfristig gesehen Erfolg haben zu können. Beim Management in NPOs geht es selbstverständlich nicht darum, die Unternehmensführung für Organisationen des Dritten Sektors neu zu erfinden, sondern in eine „rationale Zuordnung in die organisationsethische Betrachtung zu integrieren“. Da NPOs und POs jedoch nur in grundsätzlichen Eigenschaften gleich sind, bedarf die Management-Lehre von NPOs der Konzipierung einer besonderen Betriebswirtschaftslehre (BWL), welche das übernimmt, was auf die Nonprofits „passt“. Das Führen von NPOs kann somit folglich nicht ausschließlich unter harten betriebswirtschaftlichen Kriterien, wie Gewinnmaximierung, gesehen werden. Tiebel spricht in diesem Zusammenhang davon, Gemeinnützigkeit mit Gemeinwohl gleichzusetzen, wobei sich Gemeinwohl im sozialpolitischen Bereich in Zufriedenheit, Vertrauen und Nachfrage nach dem Angebot äußert. Im Rahmen der Unternehmensführung sozialer Unternehmen müssen die Effizienzkriterien inhaltlich anders und wahrscheinlich auch umfassender gestaltet werden als bei erwerbswirtschaftlichen Unternehmen, die sich hauptsächlich mit der Frage nach der Höhe des Gewinns beschäftigen.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Veränderungsdruck auf sozialwirtschaftliche Unternehmen und stellt die zentrale Forschungsfrage nach der Bedeutung ethischer Führung im Kontext der Ökonomisierung.
2. Wirtschaftsethik und Unternehmensethik: Dieses Kapitel definiert ethische Grundbegriffe und erläutert die drei Ebenen der Wirtschaftsethik sowie verschiedene theoretische Ansätze zur Verknüpfung von Ethik und Ökonomik.
3. Non-Profit-Organisationen im Wandel: Hier werden NPOs definiert, von gewinnorientierten Unternehmen abgegrenzt und aus einer betriebswirtschaftlichen Perspektive beleuchtet, einschließlich der zentralen Aufgaben der Unternehmensführung.
4. Ethik in Non- Profit- Organisationen: Dieses Kapitel diskutiert die Rolle der unternehmerischen Sozialethik und die Bedeutung von Unternehmensethik als Erfolgsfaktor in der Führung von NPOs.
5. Managementmodelle in der Sozialwirtschaft: Der Hauptteil stellt verschiedene Managementmodelle wie das St. Galler Modell, das Freiburger Management-Modell, das 7-S-Modell und die Systemsteuerung durch Sozialmanagement vor.
6. Schluss: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont, dass eine Balance zwischen ökonomischen Notwendigkeiten und ethischen Ansprüchen für NPOs essenziell ist.
Unternehmensethik, Non-Profit-Organisationen, Sozialwirtschaft, Ökonomisierung, Managementmodelle, Führungsethik, Gemeinnützigkeit, Systemtheorie, Sozialmanagement, Stakeholder, Unternehmensführung, Werte, Effizienz, Wirtschaftsethik, Gemeinwohl.
Die Arbeit befasst sich mit der Integration ethischer Grundsätze in die Unternehmensführung von Non-Profit-Organisationen, die sich zunehmend einem ökonomischen Leistungsdruck ausgesetzt sehen.
Die Schwerpunkte liegen auf der Verknüpfung von betriebswirtschaftlichen Management-Instrumenten mit moralischen Werten sowie der spezifischen Führungsproblematik in NPOs.
Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie sozialwirtschaftliche Unternehmen trotz ökonomischer Zwänge ethisch verantwortungsvoll agieren können, ohne dabei ihre Gemeinnützigkeit zu gefährden.
Die Autorin nutzt eine theoretische Analyse auf Basis systemtheoretischer Ansätze und vergleicht verschiedene etablierte Managementmodelle auf ihre Anwendbarkeit im Sozialsektor.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung der Ethik, die Analyse von NPOs im Wandel, die Anwendung ethischer Führungsgrundsätze sowie eine detaillierte Prüfung ausgewählter Managementmodelle für die Sozialwirtschaft.
Zu den prägenden Begriffen gehören Unternehmensethik, Sozialwirtschaft, NPOs, Ökonomisierung, Managementmodelle und Stakeholder-Management.
Das FMM wird als besonders geeignet hervorgehoben, da es als Systemmodell speziell für den NPO-Bereich konzipiert wurde und das "NPO-Management" in seiner ganzen Komplexität abdeckt.
Die Systemtheorie (insbesondere nach Luhmann) bildet den Referenzrahmen, um Organisationen als komplexe, lernfähige Gebilde zu verstehen und ethische sowie ökonomische Prozesse besser zu steuern.
Während bei profitorientierten Unternehmen der ROI oder Gewinn als Maßstab gelten, ist die Erfolgskontrolle bei NPOs aufgrund der schlechten Quantifizierbarkeit qualitativer Leistungen deutlich schwieriger.
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