Bachelorarbeit, 2012
76 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung
2. Theoretische Grundlagen
2.1 Klärung des Begriffs Mobbing
2.1.1 Definition des Begriffs Mobbing
2.1.2 Abgrenzung des Begriffs Cybermobbing
2.2 Ursachen von Cybermobbing am Arbeitsplatz
2.3 Entstehung von Cybermobbing am Arbeitsplatz
2.4 Folgen von Cybermobbing
2.4.1 Folgen für den Mitarbeiter
2.4.2 Folgen für das Unternehmen
3. Untersuchungsrahmen
3.1 Mentales Modell
3.2 Methodik
4. Untersuchung
4.1 Präventive Maßnahmen von Führungskräften
4.1.1 Schaffung eines guten Betriebsklimas/Klare Arbeitsorganisation
4.1.2 Aufklärung der Mitarbeiter über Cybermobbing
4.1.3 Teamarbeit
4.1.4 Betriebsvereinbarungen/Sanktionen
4.1.5 Einrichten einer Anlaufstelle
4.1.6 Mitarbeiterbefragungen/Mitarbeitergespräche
4.1.7 Online-Vernetzung der Führungskraft
4.1.8 Tracking
4.2 Interventionsmaßnahmen von Führungskräften
4.2.1 Betriebsversammlung
4.2.2 Ehrliche Gespräche
4.2.3 Beobachtungen
4.2.4 Rechtliches Vorgehen/Sanktionen
4.2.5 Einschränkungen der Mediennutzung/Sperren
4.2.6 Versetzung an einen medienfreien Arbeitsplatz
5. Ergebnisse
5.1 Zusammenfassung
5.2 Limitation
5.3 Implikation für die Forschung
5.4 Implikation für die Praxis
5.5 Ausblick
Ziel dieser Arbeit ist es, die Rolle der Führungskraft und deren Handlungsmöglichkeiten bei Cybermobbing am Arbeitsplatz kritisch zu analysieren. Es wird untersucht, wie Führungskräfte in solche Konflikte eingreifen können, welche präventiven Maßnahmen sie ergreifen können und wie sie ihrer Verantwortung in diesem Kontext gerecht werden.
2.1.2 Abgrenzung des Begriffs Cybermobbing
2007 wurde der Begriff des Cybermobbings in Deutschland weiträumig bekannt. Untersucht wird das Cybermobbing in der angloamerikanischen Forschung jedoch seit 1999. Bis heute gibt es keine allgemeingültige Definition des Cybermobbings. Daher wird die Definition des traditionellen Mobbings (vgl. 2.1.1) oftmals auf das Cybermobbing übertragen, indem die kennzeichnenden Medien des Cybermobbings, das Internet und das Mobiltelefon, hinzugefügt werden. Von Cybermobbing wird demnach erst dann gesprochen, wenn Merkmale des traditionellen Mobbings im Bereich der Medien auftreten. Dennoch grenzt sich das Cybermobbing vom traditionellen Mobbing ab.
Der größte Unterschied liegt darin, dass das Cybermobbing in einer virtuellen Welt durch Kommunikationsmedien stattfindet. Mit dem Satz „I can’t see you – you can’t see me“ fasst Willard den fehlenden direkten Kontakt in der virtuellen Welt zusammen. Dieser ermöglicht dem Täter das Agieren in vollständiger Anonymität, sodass das Opfer in den meisten Fällen nicht identifizieren kann, von wem das Cybermobbing ausgeht. Auch die Zuschauer spielen beim Cybermobbing eine wesentliche Rolle. Auf der einen Seite kann das Cybermobbing versteckter stattfinden als das traditionelle Mobbing, wodurch das helfende Eingreifen von Zuschauern schwieriger wird. Auf der anderen Seite steigt jedoch auch die Zahl der potenziellen Zuschauer, da eine mediale Verbreitung rasch eine größere Zahl von Menschen erreichen kann. Außerdem kommt es beim Cybermobbing zu einer Entkörperlichung, sodass nonverbale Zeichen wie Mimik und Gestik anders, z. B. durch Codes, dargestellt werden müssen. Die Kommunikation im virtuellen Bereich findet hauptsächlich in Schriftform statt, wodurch die Textualität ebenfalls kennzeichnend für das Cybermobbing ist. Zudem sind die Entzeitlichung bzw. Enträumlichung weitere wichtige Merkmale. Das bedeutet, dass Menschen unabhängig vom geografischen Ort, und bei asynchroner Kommunikation auch unabhängig von der Zeit, miteinander kommunizieren können. Im Gegensatz zum Mobbing können sich Opfer dem Cybermobbing nicht entziehen, sobald der Arbeitsplatz verlassen wird, denn „There’s no safe place anynmore. You can be bullied 24/7…even in the privacy of your own bedroom.”
1. Einleitung: Beschreibt die Relevanz des Themas Cybermobbing in der deutschen Arbeitswelt, benennt die Problematik für Führungskräfte und definiert das Ziel der kritischen Analyse.
2. Theoretische Grundlagen: Definiert Mobbing sowie Cybermobbing, erläutert Ursachen und Entstehungsweisen und analysiert die weitreichenden Folgen für Betroffene und Unternehmen.
3. Untersuchungsrahmen: Stellt das mentale Modell der Untersuchung vor und erläutert die methodische Vorgehensweise anhand von Experteninterviews.
4. Untersuchung: Analysiert detailliert die verschiedenen präventiven und intervenierenden Maßnahmen, die Führungskräften zur Bekämpfung von Cybermobbing zur Verfügung stehen.
5. Ergebnisse: Fasst die Erkenntnisse zusammen, reflektiert die Limitationen der Studie, formuliert Implikationen für Forschung und Praxis und gibt einen Ausblick auf künftige Entwicklungen.
Cybermobbing, Mobbing, Führungskräfte, Arbeitsplatz, Betriebsklima, Prävention, Intervention, Arbeitsorganisation, Personalführung, psychische Belastung, Konfliktmanagement, soziale Kompetenz, Kommunikation, Anonymität, Entzeitlichung
Die Arbeit untersucht Cybermobbing als spezifische Herausforderung für Führungskräfte im beruflichen Kontext und analysiert, wie diese mit derartigen Konflikten umgehen können.
Die Schwerpunkte liegen auf der Definition von Cybermobbing, dessen Ursachen und Folgen, sowie der detaillierten Betrachtung präventiver und intervenierender Maßnahmen durch Führungskräfte.
Das Ziel ist eine kritische Analyse der Rolle von Führungskräften, um festzustellen, inwieweit sie Verantwortung übernehmen und welche Maßnahmen zur Verhinderung bzw. Lösung von Cybermobbing am Arbeitsplatz zielorientiert sind.
Es wurde eine qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring durchgeführt, basierend auf Experteninterviews mit Führungskräften verschiedener Branchen und Positionen.
Der Hauptteil analysiert die Präventions- und Interventionsmöglichkeiten, von der Schaffung eines guten Betriebsklimas über Mitarbeitergespräche bis hin zu rechtlichen Schritten und technischen Maßnahmen wie Tracking oder Mediensperren.
Wichtige Begriffe sind Cybermobbing, Führungskräfte, Prävention, Intervention, Betriebsklima, Konfliktmanagement und Arbeitsrecht.
Die Mehrheit der Führungskräfte lehnt Überwachungsmaßnahmen wie E-Mail-Tracking oder Online-Vernetzung ab, da sie diese als Eingriff in die Privatsphäre und Persönlichkeitsrechte der Mitarbeiter betrachten.
Die befragten Führungskräfte sehen den Handlungsbedarf primär im Betriebsklima und in der persönlichen Führung, da sie sich als Ansprechpartner für ihre Mitarbeiter verstehen und eine vertrauensvolle Atmosphäre für wichtiger halten als formale Kontrollen.
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