Bachelorarbeit, 2011
35 Seiten, Note: 1,7
1. BETRACHTUNG VON HÄUSLICHER GEWALT IN DER ÖFFENTLICHKEIT
2. KATEGORISIERUNG THEORETISCHER MODELLE
2.1 Modelle mit simultanen Entscheidungen
2.1.1 Tauchen, Witte und Long: der Mann als dominantes Wesen in der Ehe
2.1.2 Farmer und Tiefenthaler: häusliche Gewalt als Nash-Gleichgewicht
2.1.2.1 Grundmodell
2.1.2.2 Erweiterung zur Berücksichtigung der Wirkung von externen Einrichtungen
2.2 Modelle mit sequentieller Entscheidungsfolge
2.2.1 Bowlus und Seitz: Einbezug der Arbeitsentscheidung der Ehefrau
2.2.2 Aizer und Bó: zeitveränderliche Präferenzen bei Frauen
2.2.3 Bloch und Rao: Analyse zum Heiratsmarkt in Indien
2.3 Intergenerationale Modelle
3. EMPIRISCHE UNTERSUCHUNGEN UND EVIDENZEN ZUR HÄUSLICHEN GEWALT
3.1 Allgemeines zur Empirie
3.2 Einfluss von Seiten des Staates
3.2.1 Auswirkungen von neutralen Institutionen
3.2.2 Konsequenzen durch die Legislative
3.2.2.1 No-drop-policy
3.2.2.2 Mandatory-arrest-law
3.2.2.3 Unilateral-divorce-law
3.2.3 Das Minneapolis-Experiment
3.3 Empirische Evidenzen bezüglich der Auslöser häuslicher Gewalt
3.3.1 Alkohol
3.3.2 Kurzfristige, emotionale Reize
3.4 Wirtschaftliche Ursachen und Wirkungen
3.4.1 Ökonomischer Status und häusliche Gewalt
3.4.2 Arbeitsentscheidung der Frau
3.5 Interessante empirische Analysen häuslicher Gewalt
3.5.1 Vererbung an und Konsequenzen für Kinder
3.5.2 Beobachtungen im nicht-westlichen Kulturkreis
3.5.2.1 Häusliche Gewalt in Indien
3.5.2.1 Ägyptische Haushalte und Gewalt
4. AUSBLICK AUF DIE WEITERE ENTWICKLUNG
Die vorliegende Arbeit untersucht häusliche Gewalt aus einer ökonomischen Perspektive, mit dem Ziel, theoretische Erklärungsmodelle zu systematisieren und diese anhand empirischer Evidenzen kritisch zu hinterfragen, um die ökonomischen Ursachen und staatlichen Handlungsmöglichkeiten besser zu verstehen.
2.1.1 Tauchen, Witte und Long: der Mann als dominantes Wesen in der Ehe
Weitreichende Beachtung in dieser Kategorie finden Tauchen, Witte und Long mit ihrem Modell zur Gewalt in der Ehe. Die grundlegende Annahme der Autoren ist, dass ein Partner existiert, der eine extrem dominante Stellung innerhalb der Beziehung einnimmt. Im Allgemeinen wird dabei der Mann als die dominierende Person vermutet.
Damit die Beziehung besteht, müssen beide Partner aus ihr einen Nutzen generieren, der mindestens ihrem Reservationsnutzen entspricht. Gewalt dient dem gewalttätigen Individuum in zweierlei Hinsicht: Einerseits stiftet sie direkten Nutzen in Form von sadistischer Befriedigung und andererseits wird sie dazu gebraucht, das Verhalten des Gegenübers in die Richtung zu beeinflussen, die den eigenen Nutzen maximiert.
Der Nutzen des Mannes wird positiv von seinem Konsum und dem Niveau an Gewalteinwirkung auf die Frau beeinflusst. Weiterhin geht auch das Verhalten der Frau direkt in die Nutzenfunktion des Mannes ein. Die Nutzenfunktion der Frau ist ähnlich gestaltet, jedoch wirkt sich die erfahrene Gewalt negativ aus. Das Budget der Individuen ergibt sich durch ihr Einkommen zuzüglich möglichen Netto-Transferzahlungen zwischen den Eheleuten.
1. BETRACHTUNG VON HÄUSLICHER GEWALT IN DER ÖFFENTLICHKEIT: Einleitung in die Thematik, die historische Einordnung der Forschung ab 1980 sowie die Darstellung der volkswirtschaftlichen Relevanz durch verursachte Kosten.
2. KATEGORISIERUNG THEORETISCHER MODELLE: Systematische Übersicht ökonomischer Ansätze zur Analyse häuslicher Gewalt, unterteilt in simultane Entscheidungsmodelle, sequentielle Modelle und intergenerationale Betrachtungen.
3. EMPIRISCHE UNTERSUCHUNGEN UND EVIDENZEN ZUR HÄUSLICHEN GEWALT: Detaillierte Prüfung der theoretischen Modelle anhand empirischer Studien, inklusive staatlicher Gesetzesmaßnahmen, sozioökonomischer Faktoren sowie regionaler Fallbeispiele.
4. AUSBLICK AUF DIE WEITERE ENTWICKLUNG: Kritische Würdigung des Forschungsstandes mit dem Fazit, dass zukünftige Forschung eine übergreifende Modellierung anstreben sollte, um die Komplexität des Phänomens adäquat abzubilden.
Häusliche Gewalt, Ökonomische Theorie, Nash-Gleichgewicht, Spieltheorie, No-drop-policy, Mandatory-arrest-law, Arbeitsentscheidung, Transferzahlungen, Reservationsnutzen, Instrumentalität, Empowerment, Heiratsmarkt, intergenerationale Vererbung, empirische Evidenz, Gender Wage Gap.
Die Arbeit analysiert häusliche Gewalt unter Anwendung ökonomischer Methoden, um sowohl theoretische Modelle als auch empirische Befunde zu strukturieren und zu interpretieren.
Die Schwerpunkte liegen auf theoretischen Erklärungsmodellen, der Wirkung staatlicher Gesetzgebung, dem Einfluss des Erwerbsstatus der Frau sowie kulturellen Unterschieden bei der Ausübung häuslicher Gewalt.
Ziel ist es, die ökonomischen Hintergründe häuslicher Gewalt durch einen Vergleich verschiedener theoretischer Ansätze und deren empirischer Überprüfung transparent zu machen.
Die Arbeit nutzt spieltheoretische Modelle, ökonometrische Analysen und literaturbasierte Vergleiche empirischer Studien, um Verhalten in gewalttätigen Beziehungen zu modellieren.
Der Hauptteil gliedert sich in eine Kategorisierung theoretischer Modelle und eine umfangreiche empirische Sektion, die staatliche Interventionen, Auslöser wie Alkohol und sportliche Ereignisse sowie wirtschaftliche Faktoren untersucht.
Häusliche Gewalt, ökonomische Sicht, Spieltheorie, Arbeitsmarkt, intergenerationale Übertragung und staatliche Regulierungen.
Der ökonomische Status beeinflusst die Verhandlungsmacht und den Drohpunkt der Partner. Die Arbeit zeigt, dass Arbeitsentscheidungen und Einkommensverteilungen das Ausmaß von Gewalt direkt steuern können.
Entgegen der ursprünglichen Annahme einer abschreckenden Wirkung zeigt die empirische Analyse, dass solche Gesetze teilweise zu einer Eskalation führen können, da Täter ihre Gewalt instrumentell einsetzen, um Konsequenzen zu vermeiden.
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