Bachelorarbeit, 2012
127 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Einführung in die Thematik
1.2 Vorgehensweise und Zielsetzung
1.3 Abgrenzung
2 Definitionen
2.1 Führung
2.2 Management
2.3 Zieldefinition
2.3.1 Zielarten
2.3.2 Zielbeziehungen
2.3.3 Zielvereinbarung und Zielvorgabe
3 Konzeptionelle Ebene
3.1 Management by Objectives and Self Control
3.2 Hoshin Kanri – Management by Police (MbP)
3.2.1 Zusammenhang des Hohin Kanri im Rahmen des TQM
3.2.2 Prozess des Hoshin Kanri
3.2.3 Gegenüberstellung Management by Objectives - Hoshin - Management
3.3 Zielsetzungstheorie nach Locke und Latham
4 Ziele wirkungsvoll festlegen und vereinbaren
4.1 SMART-Ziele
4.2 Motto-Ziele
5 Wichtige Prozessschritte in der Einführungsphase
5.1 Commitment
5.1.1 Kommunikation
5.1.2 Vorbildfunktion
5.2 Einbindung aller Betroffenen
5.3 Personelle Ressourcenbereitstellung
6 Partizipative Zielvereinbarungen
6.1 Partizipationsgrade im Unternehmen
6.2 Partizipation und Motivation
7 Studie der Saaman AG zur Wirksamkeit von Zielvereinbarungen
8 Methodik
8.1 Expertenbefragung
8.1.1 Auswahl der Experten
8.1.2 Erstellung des Fragebogens
8.2 Ergebnisse der Untersuchung
9 Möglichkeiten der Anpassung
9.1 Verbesserung der Kommunikation
9.2 Verbesserte Identifikation
9.3 Differenzieren zwischen Zielvereinbarungen und Zielvorgaben
9.4 Zeitliche Anpassung
10 Führen per Verantwortung
10.1 Rahmenbedingungen
10.2 Vorteile des Führen per Verantwortung
10.3 Nachteile des Führen per Verantwortung
11 Fazit und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht kritisch die Wirksamkeit von Zielvereinbarungen (Management by Objectives) in modernen Unternehmen und setzt sich mit der Frage auseinander, ob dieses Konzept in einem zunehmend schnelllebigen Wirtschaftsumfeld noch zielführend ist oder durch alternative Ansätze wie das "Führen per Verantwortung" ersetzt bzw. ergänzt werden sollte.
3.1 Management by Objectives and Self Control
Die Grundelemente für das Prinzip der Zielvereinbarungen wurden bereits in den 20er Jahren von Alfred P. Sloan und seinen Partnern Donaldson Brown und Albert Bradley geschaffen und bei General Motors eingeführt. Erstmals unter dem Namen Management by Objectives (MbO) wurde es 1954 in einem Buch des amerikanischen Ökonom Peter F. Drucker vorgestellt. Basisidee des Konzepts ist die Betonung einer ergebnisorientierten Steuerung durch den Einsatz von Zielen als primäres Steuerungsinstrument anstelle einer aufgabenorientierten Steuerung. Die Zielerreichung des Unternehmens, der Abteilung und des einzelnen Mitarbeiters wird somit zum Hauptbestandteil erklärt, während die Art der Zielerreichung in den Hintergrund tritt. Ziele beschreiben somit Ergebnisse, Resultate und nicht Aktivitäten.
Die zweite Basisidee dieses Konzepts ist es, die einzelnen Teile einer Organisation durch Ausrichtung auf ein gemeinsames Ziel zu einer Einheit werden zu lassen. Drucker beschreibt dieses Ideal in seinem Buch folgendermaßen:
„Each member of the enterprise contributes something different, but all must contribute toward a common goal. Their efforts must all pull in the same direction, and their contributions must fit together to produce a whole – without gaps, without friction, without unnecessary duplication of effort.”
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die aktuelle Relevanz von Zielvereinbarungen anhand einer Saaman AG-Studie und formuliert die Forschungsfrage zur Zukunftsfähigkeit dieses Konzepts.
2 Definitionen: In diesem Kapitel werden grundlegende Managementbegriffe wie Führung, Management und Ziele definiert sowie Zielarten und Zielbeziehungen erläutert.
3 Konzeptionelle Ebene: Es erfolgt eine theoretische Einordnung des "Management by Objectives" (MbO), des "Hoshin Kanri" sowie der Zielsetzungstheorie nach Locke und Latham.
4 Ziele wirkungsvoll festlegen und vereinbaren: Hier werden methodische Ansätze zur Zielformulierung, insbesondere SMART-Ziele und Motto-Ziele, vorgestellt.
5 Wichtige Prozessschritte in der Einführungsphase: Dieses Kapitel behandelt essenzielle Erfolgsfaktoren bei der Implementierung von Zielsystemen, wie Commitment, Kommunikation und Einbindung der Beteiligten.
6 Partizipative Zielvereinbarungen: Das Kapitel untersucht den Zusammenhang zwischen dem Grad der Partizipation und der Mitarbeitermotivation.
7 Studie der Saaman AG zur Wirksamkeit von Zielvereinbarungen: Hier werden die Ergebnisse der Untersuchung der Saaman AG zu klassischen Zielvereinbarungen in deutschen Unternehmen analysiert.
8 Methodik: Beschreibung des Forschungsdesigns, der Experteninterviews und der Auswertungsmethodik dieser Bachelor-Thesis.
9 Möglichkeiten der Anpassung: Vorschläge zur Verbesserung bestehender Zielsysteme durch Kommunikation, Identifikation und zeitliche Flexibilität.
10 Führen per Verantwortung: Vorstellung und Bewertung des Alternativkonzepts "Führen per Verantwortung" inklusive seiner Rahmenbedingungen sowie Vor- und Nachteile.
11 Fazit und Ausblick: Abschließende Zusammenfassung der Arbeit mit der Empfehlung einer Kombination aus Zielvereinbarungen und Verantwortungsübertragung.
Zielvereinbarungen, Management by Objectives, Hoshin Kanri, Führung, Motivation, Partizipation, Mitarbeiterführung, Zielsetzungstheorie, SMART-Ziele, Motto-Ziele, Führen per Verantwortung, Personalmanagement, Unternehmenskultur, Strategische Zielplanung, Expertenbefragung.
Die Thesis untersucht die Relevanz und Wirksamkeit klassischer Zielvereinbarungssysteme (Management by Objectives) in einem sich schnell wandelnden wirtschaftlichen Umfeld.
Die Arbeit fokussiert sich auf die theoretischen Grundlagen der Zielsetzung, Methoden der Zielformulierung, partizipative Führungsstile, die Analyse der Wirksamkeit in der Praxis sowie alternative Führungsansätze.
Das Hauptziel besteht darin zu klären, ob Zielvereinbarungen nach wie vor als zielführend gelten können oder ob Unternehmen neue Wege wie das "Führen per Verantwortung" beschreiten sollten.
Neben einer umfassenden Literaturanalyse wurde eine qualitative Expertenbefragung mit sieben Experten aus unterschiedlichen Unternehmensbereichen durchgeführt.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Konzepte (MbO, Hoshin Kanri), praktische Anwendungshinweise zur Zielformulierung, eine Untersuchung der Prozessschritte bei der Einführung sowie eine detaillierte Expertenbefragung zur Effektivität des Systems.
Die zentralen Begriffe sind Zielvereinbarung, Partizipation, Motivation, Unternehmenskultur und Führen per Verantwortung.
Die Expertenmeinungen sind geteilt: Während viele den Prozess als notwendig für eine strukturierte Führung ansehen, kritisieren sie häufig die bürokratische Umsetzung, mangelnde Flexibilität und die zu einseitige Fokussierung auf monetäre Anreize.
Da Zielvereinbarungen oft als zu unflexibel und zeitintensiv empfunden werden, bietet "Führen per Verantwortung" einen Ansatz, der die Eigeninitiative und Selbststeuerung der Mitarbeiter in den Mittelpunkt stellt, um besser auf dynamische Umweltfaktoren reagieren zu können.
Kommunikation wird als der wichtigste Erfolgsfaktor identifiziert. Ohne einen echten, kontinuierlichen Dialog zwischen Führungskräften und Mitarbeitern verkommen Zielvereinbarungen zu einem administrativen "Schauspiel" ohne nachhaltige Wirkung.
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