Masterarbeit, 2012
52 Seiten, Note: 1,0
Didaktik für das Fach Deutsch - Pädagogik, Sprachwissenschaft
1 Einleitung
2 Der Wortschatz - ein Schatz mit Struktur
2.1 Erweiterung des Wortschatzes der Deutschen Sprache
2.1.1 Wortbildung
2.1.2 Bedeutungsveränderung
2.1.3 Entlehnung
2.1.4 Phraseologierung
2.1.5 Urschöpfung
2.2 Gliederung des Wortschatzes
2.3 Die Rolle des Gehirns
2.4 Der Wortschatzerwerb / Spracherwerb
2.5 Die Wortschatzerweiterung
3 Gegenwärtiger Forschungsstand bezüglich der Wortschatzarbeit
4 Wortschatzvertiefung im schulischen Kontext
4.1 Die Geschichte der Wortschatzarbeit
4.2 Wortschatzarbeit in den Bildungsstandards und Kerncurricula
4.3 Wortschatzdidaktischer Dreischritt
4.4 Eine Anwendungsidee zum wortschatzdidaktischen Dreischritt im Unterricht
5 Fazit und Ausblick
Die Arbeit untersucht die Bedeutung und systematische Förderung der Wortschatzarbeit im muttersprachlichen Deutschunterricht. Ziel ist es, den aktuellen Forschungsstand zum Spracherwerb und zur Wortschatzdidaktik aufzuarbeiten, um Lehrkräften methodische Ansätze für eine effektive Wortschatzvertiefung an die Hand zu geben.
Die Rolle des Gehirns
Den Wortschatz eines Menschen bezeichnet man auch als sein inneres, mentales Lexikon, also sozusagen als sein „Wörterbuch im Kopf“. Es handelt sich hierbei um denjenigen Teil des Langzeitgedächtnisses, in welchem die Lexeme der jeweiligen Sprache repräsentiert sind. Das innere Lexikon darf man sich dabei aber nicht als eine unstrukturierte Ansammlung der einzelnen Lexeme vorstellen, da seine Elemente vielmehr ein wohlgeordnetes Ganzes bilden, welches vielfältige Beziehungen untereinander aufweist. Es folgt jedoch bei der Ordnung der Lexeme nicht den Strukturen, die man aus einem Wörterbuch gewohnt ist, in welchem sie alphabetisch geordnet sind. Sogenannte Wortassoziationstests, bei denen zu vorgegebenen Reizwörtern diejenigen Wörter genannt werden sollen, die einem Probanden spontan dazu einfallen, liefern Hinweise auf die Beziehungen der Lexeme untereinander innerhalb des mentalen Lexikons. Eine besonders große Rolle spielen hierbei offensichtlich semantische Relationen.
Früher hat man sich die Gliederung des Wortschatzes feldmäßig vorgestellt, rasch wurde jedoch klar, dass die Zweidimensionalität nicht ausreicht, da die semantischen Beziehungen der Lexeme untereinander wesentlich vielfältiger und komplexer sind. Die einzelnen Wörter des Gesamtwortschatzes einer Person sind nämlich sozusagen die Knoten innerhalb eines mehrdimensionalen Netzes, welche durch vielfältige ‚Fäden’ untereinander vernetzt und durch Maschen in verschiedene Richtungen miteinander verknüpft sind. Es existiert hierbei jedoch nicht lediglich ein Netz, sondern viele ebenfalls miteinander verbundene Teilnetze.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Bedeutung der Lesekompetenz und des Wortschatzes für den schulischen Erfolg sowie die Notwendigkeit systematischer Sprachförderung.
2 Der Wortschatz - ein Schatz mit Struktur: Dieses Kapitel definiert den Wortschatz, erläutert die verschiedenen Arten der Wortschatzerweiterung sowie die kognitive Speicherung in einem mentalen, vernetzten Lexikon.
3 Gegenwärtiger Forschungsstand bezüglich der Wortschatzarbeit: Hier wird das bestehende Forschungsdefizit zur muttersprachlichen Wortschatzarbeit analysiert und die Bedeutung der Sprachdidaktik unterstrichen.
4 Wortschatzvertiefung im schulischen Kontext: Dieser Hauptteil widmet sich der historischen Einordnung, den curricularen Vorgaben und der praktischen Anwendung des wortschatzdidaktischen Dreischritts im Unterricht.
5 Fazit und Ausblick: Das Fazit betont die zentrale Rolle der Wortschatzarbeit für die Sprachkompetenz und fordert eine stärkere Verankerung der wortschatzorientierten Sprachreflexion in der Lehrerausbildung und Schulpraxis.
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Die Arbeit behandelt die Bedeutung des Wortschatzes für den muttersprachlichen Deutschunterricht und zeigt auf, warum eine systematische, explizite Wortschatzarbeit für die Ausbildung sprachlicher Kompetenzen unerlässlich ist.
Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen des mentalen Lexikons, die wissenschaftliche Erforschung des Wortschatzerwerbs sowie die methodische Umsetzung von Wortschatzarbeit in der Grundschule.
Das Hauptziel ist es, ein besseres Verständnis für die Struktur des Wortschatzes zu schaffen und den wortschatzdidaktischen Dreischritt als praxisnahes Werkzeug für eine effektive Wortschatzvertiefung im Unterricht vorzustellen.
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer umfassenden Auswertung aktueller fachwissenschaftlicher und fachdidaktischer Literatur basiert.
Der Hauptteil befasst sich mit der historischen Entwicklung der Wortschatzarbeit, ihrer Verankerung in Bildungsstandards und Kerncurricula sowie der konkreten Anwendung des wortschatzdidaktischen Dreischritts an einem Unterrichtsbeispiel.
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Wortschatzdidaktik, mentales Lexikon, Sprachreflexion und die Förderung der Ausdrucksfähigkeit.
Der rezeptive Wortschatz umfasst alle Wörter, die ein Individuum versteht (Verstehenswortschatz), während der produktive Wortschatz jene Wörter beinhaltet, die aktiv beim Sprechen und Schreiben verwendet werden.
Der Dreischritt gliedert die Arbeit am Wort in die Phasen: 1. Isolieren und Semantisieren, 2. Variieren und Vernetzen sowie 3. Kontextuieren und Reaktivieren.
Da Wörter im menschlichen Gedächtnis nicht isoliert, sondern in komplexen semantischen Netzwerken gespeichert sind, hilft ein Verständnis dieser Strukturen dabei, neue Begriffe effektiver zu erlernen und dauerhaft zu verankern.
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