Bachelorarbeit, 2012
90 Seiten, Note: 2,1
1. Einleitung
2. Theoretische Grundlagen
2.1 Public Relations als Theorie
2.1.1 Public Relations als Management von Kommunikation
2.1.2 Public Relations als Win-Win-Modell
2.1.3 Kritik an den Modellen
2.2 Public Relations als Kommunikationsmanagement
2.3 Public Relations als Beruf
2.3.1 Berufsbild
2.3.2 Qualifikation
2.3.3 Tätigkeit
2.4 Berufszugang und Berufsbild der Public Relations
2.5 Aufgabenfelder und Systematisierungsversuche
2.6 Kommunikationsmanagement im Web 2.0
2.6.1 Social Media Release und Social Media Newsroom
2.7 Empirische Ansätze der PR-Berufsforschung
2.7.1 Merten und Wienand – eine Synopse
2.7.2 European Communication Monitor und Social Media Governance
2.7.3 Analyse von Stellenanzeigen
2.8 Zusammenfassung und Diskussion
3. Von der Theorie zur Empirie
3.1 Erkenntnisinteresse und Forschungsfragen
3.2 Methodische Vorgehensweise
3.3 Untersuchungsdesign
3.4 Das leitfadengestützte Experteninterview
3.4.1 Planung und Durchführung
3.4.2 Leitfadenentwicklung
3.4.3 Durchführung
3.5 Analyse von Stellenanzeigen
3.6 Qualitative Inhaltsanalyse
3.6.1 Konkretes Ablaufmodell der Interviewanalyse
3.7 Methodenreflexion
4. Ergebnisse
4.1 Berufsbild
4.1.1 Persönlichkeitsmerkmale/Schlüsselkompetenzen
4.1.2 Berufszugang
4.2 Qualifikation
4.2.1 Ausbildung
4.2.2 Weiterbildung
4.2.3 Optimierung/Bringschuld
4.3 Anforderungsprofil an Bewerber
4.3.1 Persönlichkeitsmerkmale/Schlüsselkompetenzen
4.3.2 Social Media
4.3.3 Content-Produktion/Technik
4.4 Tätigkeit
4.4.1 Substituierung/Verdrängung
4.4.2 Social Media-Arbeit
4.5 Social Media-Entwicklung
4.5.1 Beruflich/Agentur
5. Fazit und Ausblick
5.1 Auswertung der Ergebnisse
5.2 Profil eines modernen Kommunikationsmanagers
5.3 Diskussion und Ausblick
Die Arbeit untersucht den tiefgreifenden Wandel im Berufsfeld der Kommunikationsmanager durch den Einfluss von Social Media. Im Zentrum steht die Forschungsfrage, wie sich die Tools Social Media Release und Social Media Newsroom auf Berufsbild, Qualifikationsanforderungen und die tägliche Arbeit in PR-Agenturen auswirken.
2.1.1 Public Relations als Management von Kommunikation
Organisationstheoretische Ansätze verstehen Public Relations als eine Kommunikationsfunktion der Organisationen. Dafür schufen James E. Grunig und Todd Hunt 1984 in den „Managing Public Relations“ einen der bekanntesten Ansätze: „Public Relations, therefore, is the management of communication between an organization and its publics“ (Grunig & Hunt, 1984, S. 8). Aufgrund dieser vorhandenen Beziehungen zwischen Unternehmen und Umwelt und jeweils verschiedenen Situationen gehen Grunig und Hunt (1984) von vier Public Relations Modellen aus. Diese idealisierten Typen von Kommunikation sind historisch angelegt und skizzieren den Entwicklungsverlauf der PR-Arbeit in den USA von einer niedrigen (Publicity) zu einer höheren Entwicklungsstufe (symmetrische Kommunikation) (vgl. Schulte, 2011). Den Ausgangspunkt dieses Ansatzes bildet die Annahme, dass die Notwendigkeit zur Kommunikation für die Organisationen eine Folge spezifischer historischer Entwicklungen sei. Dies wird insbesondere in dem 1992 veröffentlichten Aufsatz „Models of Public Relations and Communication“ von Grunig und Grunig deutlich: „Whatever their historical origins, however, the four models of public relations do provide us with a way of describing and explaining how and why contemporary public relations is practiced as it is.“ (Grunig & Grunig, 1992, S. 290)
Das erste der vier Modelle ist der sogenannte Publicity Ansatz. Dabei geht es primär darum, dass ein Unternehmen eine positive Berichterstattung in den Medien anstrebt, um damit eine möglichst hohe Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit zu generieren. Mittel dafür können Sponsoring und Verkaufsförderung sein. Die durch die Medien erzielte Reichweite ist Maßstab für den Erfolg. Bei diesem Ansatz handelt es sich um eine Einweg-Kommunikation, welche zwischen Sender und Empfänger abläuft (vgl. Pflaum & Linxweiler, 1998, S. 23). Die Kommunikation verläuft einseitig-asynchron unter Einsatz aller Mittel, wobei die vollständige Wahrheit nicht wesentlich ist. Grunig und Hunt bezeichnen den Zweck der Kommunikation daher auch als Propaganda – daher wird dieser Ansatz auch als Propaganda-Modell bezeichnet.
1. Einleitung: Diese Einleitung skizziert den Wandel der Kommunikationsarbeit durch das Social Web und definiert das Forschungsziel, ein aktuelles Anforderungsprofil für Kommunikationsmanager zu erstellen.
2. Theoretische Grundlagen: Das Kapitel bietet eine fundierte Aufarbeitung von PR-Modellen, berufssoziologischen Definitionen von Berufsbild, Qualifikation und Tätigkeit sowie einen Überblick über den Stand der PR-Berufsforschung.
3. Von der Theorie zur Empirie: Hier wird das methodische Vorgehen dargelegt, welches auf leitfadengestützten Experteninterviews und qualitativer Inhaltsanalyse basiert, um das Erkenntnisinteresse zu untermauern.
4. Ergebnisse: Dieses Kapitel präsentiert die Erkenntnisse aus den Experteninterviews hinsichtlich Berufsbild, Qualifikationsanforderungen und den durch Social Media veränderten Arbeitsabläufen in Agenturen.
5. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und leitet ein modernes Anforderungsprofil für den Kommunikationsmanager ab, während der Ausblick die Notwendigkeit einer engen Verzahnung von Theorie und Praxis betont.
Public Relations, Kommunikationsmanagement, Social Media, Social Media Newsroom, Social Media Release, Berufsbild, Qualifikation, PR-Agenturen, Web 2.0, Experteninterview, Inhaltsanalyse, Anforderungsprofil, PR-Berufsforschung, Mediennutzung, Kommunikationsstrategie
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Wandel, den das Berufsfeld der Public Relations durch die Einführung und Verbreitung von Social Media Tools wie Newsrooms und Releases erfahren hat.
Zentrale Themen sind die Entwicklung des Berufsbilds, die notwendigen Qualifikationen von Kommunikationsmanagern und die Veränderungen in den täglichen Arbeitsabläufen von PR-Agenturen.
Das Hauptziel ist es, ein aktuelles Anforderungsprofil zu entwickeln, das Kommunikationsmanagern eine normative Orientierung im Umgang mit modernen digitalen Kommunikationswerkzeugen bietet.
Die Arbeit nutzt einen explorativen Ansatz mit leitfadengestützten Experteninterviews in führenden PR-Agenturen, deren Ergebnisse mittels qualitativer Inhaltsanalyse ausgewertet werden.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, die methodische Herleitung und die detaillierte Darstellung und Auswertung der empirischen Ergebnisse aus der Agenturpraxis.
Die Arbeit lässt sich primär über Begriffe wie Public Relations, Kommunikationsmanagement, Social Media Newsroom, Social Media Release und berufsbezogene Qualifikationsanforderungen definieren.
Die Social Media-Arbeit erfordert eine höhere technische Kompetenz (CMS, SEO, HTML-Grundkenntnisse) und eine kontinuierliche "Always-on"-Mentalität, während klassische PR-Tätigkeiten oft stärker auf die Interaktion mit klassischen Gatekeepern wie Journalisten fokussiert waren.
Der Autor stellt eine deutliche "Ausbildungs-Tätigkeits-Schere" fest: Die derzeitige Ausbildung wird von Experten als zu theoretisch oder zu langsam an die Entwicklungen im Social Web angepasst kritisiert.
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