Diplomarbeit, 2012
112 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
1.1 Forschungsgegenstand
1.2 Zielsetzung der Arbeit
1.3 Begriffsdefinitionen
1.3.1 Region
1.3.2 Metropole
1.3.3 Metropolregion
2. Theoretisch konzeptionelle Grundlagen
2.1 Das Konzept der Europäischen Metropolregionen in Deutschland
2.1.1 Metropolregionen in Deutschland
2.1.2 Abgrenzung von Metropolregionen
2.1.3 Funktionen von Metropolregionen
2.1.4 Bedeutung für die Raumentwicklung in Deutschland
2.2 Theoretisch fundierte Konzepte zur Erklärung des Bedeutungszuwachses von Metropolregionen
2.2.1 Globalisierung und Regionalismus
2.2.2 Wachstumspolkonzept
2.2.3 New Economic Geography
2.2.4 World Cities / Global Cities
2.2.5 Funktionentheorie
3. Methodik
3.1 Räumliche Dimension
3.2 Methodische Arbeitsweise
3.3 Das Indikatorenset
3.3.1 Entscheidungs- und Kontrollfunktion
3.3.2 Innovations- und Wettbewerbsfunktion
3.3.3 Gatewayfunktion
3.3.4 Symbolfunktion
3.4 Hinweise zu messmethodischen Problemen
4. Ergebnisse
4.1 Faktorenanalyse
4.1.1 Bildung der Index-Werte
4.1.2 Validität und Reliabilität
4.2 Ranglisten der LK / KfSt nach „Metropolität“
4.3 Beurteilung des Zusammenhangs zwischen der Ausübung von MR-Funktionen und der MR-Zugehörigkeit
4.3.1 Analyse ohne Grenzmaße („ETA“)
4.3.2 Analyse mit Grenzmaßen („Phi / Cramer V“)
4.4 Beurteilung der administrativen Abgrenzungen deutscher MR
5. Fazit
Die Arbeit untersucht, ob deutsche Metropolregionen (MR) die ihnen zugeschriebenen Funktionen tatsächlich erfüllen und sich funktional von anderen Regionen im Bundesgebiet abheben. Ziel ist es, ein wissenschaftlich fundiertes methodisches Instrumentarium zur Messung der "Metropolität" auf Kreisebene zu entwickeln und zu prüfen, ob die politisch definierten MR-Abgrenzungen empirisch haltbar sind.
1.1 Forschungsgegenstand
Aufgrund der Globalisierung und der zunehmenden europäischen Integration haben die großen Städte sowie die Ballungsräume einen erheblichen Bedeutungszuwachs für die Raumentwicklung erfahren (vgl. ANDRIEßEN 2007:1). Dementsprechend geraten sie vermehrt in den Fokus der Raumentwicklungspolitik. MR werden in diesem Zusammenhang als Zentren innerhalb Europas gesehen, die durch gesellschaftliche Innovationen und wirtschaftliche Entwicklung die Wettbewerbsfähigkeit und den Zusammenhalt Europas stärken. In der Zukunft wird ihnen eine herausragende Stellung im Wettbewerb der Regionen als Knotenpunkte der globalen Ökonomie und Raumentwicklung zugesprochen (vgl. BBR 2006:7). Durch die Deklaration der ersten europäischen MR innerhalb Deutschlands im Rahmen der MKRO 1995 kam diesem Forschungsgebiet ein zunehmend größeres Interesse zugegen, sodass die Intensität raumpolitischer Diskurse stark zunahm (vgl. GOPPEL 2007:19).
Ein Zitat des ehemaligen (bis 2011) Ministerialdirigenten im Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung spiegelt sehr gut die Wirkung des auf der MKRO beschlossenen strategischen Raumkonzepts auf die Raumentwicklung wieder (vgl. SCHMITT 2007:12): „Das Konzept der Metropolregionen ist eine raumordnungspolitische Erfolgsgeschichte. Selten zuvor ist es gelungen, nur durch ein strategisches Leitbild ohne zusätzliche Fördermittel oder planerische Instrumente neue regionale Initiativen anzustoßen und erfolgreich voranzubringen. Eine ganze Reihe großer deutscher Großstadtregionen hat erkannt, dass es notwendig ist, sich im europäischen Wettbewerb zu positionieren und dazu die regionalen Kräfte über die kommunalen Grenzen hinweg zu bündeln.“ (SINZ 2005:I).
1. Einleitung: Definition des Forschungsgegenstandes, der Zielsetzung sowie der grundlegenden Begrifflichkeiten.
2. Theoretisch konzeptionelle Grundlagen: Erläuterung des Konzepts der Metropolregionen und theoretische Einbettung durch Globalisierungs-, Wachstums- und Städtesystem-Theorien.
3. Methodik: Beschreibung des Forschungsansatzes, der Datengrundlage, des Indikatorensets sowie der statistischen Verfahren zur Messung von Metropolität.
4. Ergebnisse: Präsentation der Faktorenanalyse, der Ranglisten der Kreise nach Metropolitäts-Index sowie der statistischen Prüfung der administrativen MR-Abgrenzungen.
5. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Diskussion der Komplexität des Forschungsfeldes.
Metropolregionen, Raumentwicklung, Globalisierung, Regionalisierung, Faktorenanalyse, Metropolität, Standortwettbewerb, Innovationsfähigkeit, Zentralitätskonzept, Wirtschaftsgeographie, Raumordnung, Regionalpolitik, Agglomerationsvorteile, Funktionsanalyse, Strukturdaten.
Die Arbeit analysiert die Diskrepanz zwischen politisch festgelegten Metropolregionen und ihrer tatsächlichen funktionalen Leistungsfähigkeit in Deutschland.
Die Themenfelder umfassen die Raumordnungspolitik, ökonomische Wachstumstheorien, die Bedeutung von Global Cities und die empirische Messung regionaler Standortqualitäten.
Das Ziel ist die wissenschaftliche Überprüfung, ob die administrativen Grenzen der Metropolregionen empirisch durch ihre Ausübung spezifischer MR-Funktionen gerechtfertigt sind.
Es wird eine quantitative methodische Vorgehensweise gewählt, insbesondere durch eine Faktorenanalyse, um aus einer Vielzahl an Indikatoren einen Index für "Metropolität" zu bilden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung der Metropol-Konzepte sowie eine detaillierte empirische Auswertung auf Kreisebene basierend auf den Funktionsbereichen Entscheidung, Innovation, Gateway und Symbolik.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Metropolregionen, Faktorenanalyse, Raumentwicklung, Standortwettbewerb und Innovationsfähigkeit charakterisieren.
Der Autor führt an, dass Metropolregionen keine starren administrativen Einheiten sind, sondern durch komplexe, prozesshafte funktionale Verflechtungen mit ihrem Umland geprägt sind.
Die Symbolfunktion wurde als vierter Funktionsbereich aufgenommen, um kulturelle und identitätsstiftende Aspekte der Metropolen in die Untersuchung zu integrieren, auch wenn deren Operationalisierung eine methodische Herausforderung darstellt.
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