Diplomarbeit, 2003
106 Seiten, Note: 1,7
KAPITEL 1: Ausgangslage
1.1 Problemstellung und Zielsetzung der Untersuchung
1.2 Aufbau der Arbeit
KAPITEL 2: Die Kooperation in der betriebswirtschaftlichen Betrachtung
2.1 Kooperation als Form einer Unternehmensverbindung
2.1.1 Zur Idee einer Unternehmensverbindung
2.1.2 Die Abgrenzung des Kooperationsbegriffs für diese Arbeit
2.2 Theoretische Erklärungsansätze zur Entstehung von zwischenbetrieblichen Kooperationen
2.2.1 Eine Übersicht über mögliche Theorien
2.2.2 Der Marktorientierte Ansatz
2.2.3 Der Transaktionskostenansatz
2.2.4 Der Ressourcenorientierte Ansatz
2.3 Antriebsmomente für Unternehmenskooperationen
2.3.1 Fördernde Rahmenbedingungen für Kooperationen
2.3.2 Ziele und Effekte zwischenbetrieblicher Kooperation
2.4 Mögliche Konfigurationen zwischenbetrieblicher Kooperationen
2.4.1 Kriterien zur Beschreibung von Kooperationen
2.4.2 Das Joint Venture und die Strategische Allianz
KAPITEL 3: Das Krankenhaus und die Notwendigkeit struktureller Veränderungen
3.1 Das Krankenhaus als Gegenstand der Untersuchung
3.1.1 Strukturmerkmale deutscher Krankenhäuser
3.1.2 Besonderheiten der Krankenhausversorgungsleistung
3.2 Veränderte Rahmenbedingungen für Krankenhäuser
3.2.1 Einflussfaktoren auf die stationäre Versorgung in Deutschland
3.2.2 Der Wandel in der Krankenhauslandschaft
3.3 Kooperation als Instrument zur Umstrukturierung von Krankenhäusern
3.3.1 Strategische Alternativen zum Erreichen von Wettbewerbsvorteilen
3.3.2 Der Alleingang als Alternative zur Kooperation
3.3.3 Akquisition und Fusion als Alternativen zur Kooperation
3.3.4 Die Kooperation im abschließenden Vergleich
KAPITEL 4: Kooperationsmöglichkeiten für Krankenhäuser
4.1 Rechtliche Rahmenbedingungen für die Kooperation eines Krankenhauses
4.1.1 Beschränkungen des deutschen und europäischen Wettbewerbs- und Kartellrecht
4.1.2 Forderungen im Sozialgesetzbuch
4.1.3 Landesrechtliche Vorgaben am Beispiel des Freistaates Bayern
4.2 Chancen und Risiken bei der praktischen Umsetzung von Kooperationen durch Krankenhäuser
4.2.1 Hemmnisse und Probleme bei Kooperationsbestrebungen
4.2.2 Voraussetzungen und Faktoren erfolgreicher Kooperationen
4.2.3 Der Kooperationsvertrag
4.2.4 Das Kooperationsmanagement
4.3 Kooperationsansätze für Krankenhäuser
4.3.1 Intensitäten und Gegenstände von Krankenhauskooperationen
4.3.2 Horizontale Kooperationsmöglichkeiten für Krankenhäuser
4.3.3 Vertikale Kooperationsmöglichkeiten für Krankenhäuser
4.3.4 Laterale Kooperationsmöglichkeiten für Krankenhäuser
KAPITEL 5: Umgesetzte Kooperationen von Krankenhäusern in der Praxis
5.1 Der Infrastruktur-Verbund von zehn freigemeinnützigen Krankenhäusern
5.2 Qualitätspartnerschaft zur regionalen integrierten Schlaganfallbehandlung
5.3 Verbesserte Patientenversorgung durch die Kooperation eines Krankenhauses mit einem Praxisnetz
5.4 Die Gesundheitsmappe zur verbesserten Versorgung geriatrischer Patienten
5.5 Das Stuttgarter Modell - Kooperation eines Krankenhauses mit einem Medizingerätehersteller im Röntgenbereich
KAPITEL 6: Abschließende Betrachtung
6.1 Die wichtigsten Ergebnisse der Untersuchung
6.2 Ausblick
Diese Arbeit diskutiert die Kooperation als strategisches Instrument des Krankenhausmanagements zur Umstrukturierung und Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit angesichts veränderter Rahmenbedingungen in Deutschland. Dabei wird untersucht, wie Krankenhäuser durch kooperative Verhaltensweisen Effizienzgewinne erzielen und sich im Marktumfeld behaupten können.
2.1.1 ZUR IDEE EINER UNTERNEHMENSVERBINDUNG
Unternehmenszusammenschlüsse gehören international gesehen zum Bereich „Mergers and Acquisitions“ (M&A), wobei „Mergers“ für die Verschmelzung (Fusion) und „Acquisitions“ für den Kauf bzw. die Übernahme von Unternehmen steht. Allgemeiner Zweck einer Unternehmensverbindung ist, dass sich Zielvorstellungen eines Unternehmens durch eine Verbindung besser realisieren lassen als im Alleingang. Die Entscheidung über eine solche Verbindung dient dem externen Wachstum und gehört zu den konstitutiven Entscheidungen eines Unternehmens. Durch sie wird die Politik des Unternehmens oder des Betriebes in der Regel auf weite Sicht beeinflusst. Da die Einschränkung der wirtschaftlichen Selbständigkeit eines Unternehmens von hoher Bedeutung ist, kann eine Entscheidung über die Durchführung und Form eines Zusammenschlusses nur von der obersten Führungsspitze eines Unternehmens getroffen werden. Dabei ist diese Entscheidung aber nicht statischer Natur. Vielmehr liegt hier eine dynamische Situation vor, die Kontrolle und ständige Anpassungen verlangt. Da Kooperation im Rahmen dieser Arbeit als längerfristige Ausrichtung eines Unternehmens betrachtet wird, ist dies ein Prozess der strategischen Entscheidung und Planung eines Betriebes.
KAPITEL 1: Ausgangslage: Definiert die Problemstellung durch ökonomischen Druck auf Krankenhäuser und leitet die Forschungsfrage sowie den Aufbau der Untersuchung ein.
KAPITEL 2: Die Kooperation in der betriebswirtschaftlichen Betrachtung: Vermittelt theoretische Grundlagen zu Formen der Unternehmensverbindung und Erklärungsansätze für Kooperationsphänomene.
KAPITEL 3: Das Krankenhaus und die Notwendigkeit struktureller Veränderungen: Analysiert die Spezifika von Krankenhäusern und die externen Faktoren, die einen Strukturwandel erzwingen.
KAPITEL 4: Kooperationsmöglichkeiten für Krankenhäuser: Beleuchtet die rechtlichen Rahmenbedingungen und erörtert Chancen, Risiken sowie methodische Ansätze bei der praktischen Umsetzung.
KAPITEL 5: Umgesetzte Kooperationen von Krankenhäusern in der Praxis: Illustriert die theoretischen Konzepte anhand von realen Fallbeispielen aus der Krankenhausbranche.
KAPITEL 6: Abschließende Betrachtung: Fasst die Kernergebnisse zusammen und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung des Krankenhaussektors.
Krankenhausmanagement, Unternehmenskooperation, Wettbewerbsfähigkeit, Gesundheitswesen, Krankenhausplanung, Strategische Allianz, Joint Venture, Strukturwandel, Krankenhausfinanzierung, Fallpauschalen, DRG, Kooperationsmanagement, Effizienzsteigerung, Versorgungssektoren.
Die Arbeit untersucht, wie Kooperationen als Managementinstrument dazu beitragen können, Krankenhäuser in Deutschland angesichts zunehmenden Wettbewerbsdrucks und finanzieller Engpässe umzustrukturieren und wettbewerbsfähig zu halten.
Zentral sind die theoretischen Grundlagen zwischenbetrieblicher Zusammenarbeit, die Analyse der Krankenhausbranche im Wandel sowie die rechtlichen und praktischen Voraussetzungen für die Implementierung solcher Kooperationen.
Ziel ist es, das Potenzial der Kooperation zur Steigerung der Wettbewerbsposition von Krankenhäusern zu diskutieren und zu zeigen, unter welchen Voraussetzungen diese für unterschiedliche Trägerschaftsformen realisierbar ist.
Die Arbeit verfolgt primär einen deduktiven Ansatz, bei dem allgemeine betriebswirtschaftliche Kooperationsmodelle auf die Besonderheiten des stationären Gesundheitssektors spezialisiert und durch empirische Beobachtungen ergänzt werden.
Der Hauptteil erstreckt sich von der theoretischen Fundierung über die strukturellen Notwendigkeiten im Krankenhauswesen bis hin zur rechtlichen Einordnung (Kartellrecht, SGB V) und der Darstellung realer Praxismodelle.
Krankenhausmanagement, Kooperation, Wettbewerbsfähigkeit, Strukturwandel und Effizienzsteigerung stehen im Mittelpunkt der Analyse.
Sie verknüpft allgemeine ökonomische Ansätze (wie den Transaktionskostenansatz) spezifisch mit den gesetzlichen und systemtheoretischen Eigenheiten des deutschen Krankenhauses als Dienstleistungsbetrieb.
Es dient als praktisches Beispiel für eine laterale Kooperation zwischen einem Krankenhaus und einem Medizingerätehersteller, die verdeutlicht, wie durch eine langfristige Partnerschaft Technologie- und Kostenvorteile erzielt werden können.
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