Masterarbeit, 2012
132 Seiten, Note: 1
Einleitung
I. Die Geburt einer atlantischen Welt
I.1. Das Kronmonopol und der Aufbau des spanischen Atlantiks
I.1.1. Casa, Consejo und Consulado
I.2. Die Carrera de Indias
I.3. Edelmetalle und der einsetzende Fernhandel
II. Der erste Atlantik
II.1. Die Partizipation der Ausländer
II.2. Der Warenhandel
III. Der Niedergang Spaniens im zweiten atlantischen System
III.1. Krieg und Märkte
III.2. Der spanische Atlantik unter den bourbonischen Reformen
III.3. Die Desintegration des spanischen Reichs
IV. Die Carrera de Indias in der Globalgeschichte
IV.1. Eine frühneuzeitliche Globalisierung?
IV.2. Zwischenfazit
V. Cádiz, emporio del orbe
V.1. Stadtgeschichte bis zur frühen Neuzeit
V.2. Ein Ausblick ins frühneuzeitliche Cádiz
V.3. Cádiz, Drehscheibe zwischen den Kontinenten
V.3.1. Cádiz zu Beginn des Amerikaabenteuers
V.3.2. Das Trauma von 1596
V.3.3. Cádiz vs. Sevilla
V.4. Cádiz im siglo de oro
V.4.1. Die Stadt im Zeitalter der Aufklärung
V.5. Von der Liberalisierung des Handels zur Constitución de Cádiz
V.5.1. Cádiz’ Eintritt in die Moderne
Die Arbeit untersucht die Entwicklung der Stadt Cádiz als zentrales administratives und kommerzielles Bindeglied des spanischen Atlantikhandels während der frühen Neuzeit und analysiert, wie diese lokale Entwicklung in den größeren Kontext globaler Vernetzungsprozesse eingebettet ist.
I.3. Edelmetalle und der einsetzende Fernhandel
Nach 1500 wurde Isolation generell zur Ausnahme. Ausgehend von der iberischen Atlantikexpansion, entstanden atlantische Handelsverbindungen, die sich wiederum mit anderen Regionalsystemen zu globalen Netzwerken zusammenschlossen. Die Basis solcher transkontinentalen Beziehungen wurde zweifellos von Handelsinteressen und demzufolge von Edelmetallströmen gelegt.
Während man in den Anfangsjahrzehnten des 16. Jahrhunderts noch von relativ geringen Fördermengen der Edelmetalle reden kann (die anfänglich vor allem aus erbeutetem Gold bestanden), schossen die Zahlen ab den 1530er- und besonders ab den 1550er-Jahren in die Höhe. Mit der Entdeckung der Silberminen von Potosí (1545), Zacatecas (1548) und Guanajuato (1548) sowie des Amalgamationsverfahrens begann die durchdringende Monetarisierung der Weltwirtschaft. Die Minenindustrie wurde zum bestimmenden Merkmal der weiteren Entwicklung der amerikanischen Kolonien und verursachte fundamentale Auswirkungen in Spanien, Europa und auf der restlichen Welt. Mit der zunehmenden Verdrängung des Goldes durch Silber begann jenes Zeitalter, das von Vilar als „Anfang der steigenden Expansion des Geldes“ oder von Chaunu als die „Ära der Ingangsetzung des Kontinentes“ beschrieben wurde. Obwohl aus den dieser Arbeit beigefügten Tabellen bezüglich der amerikanischen Edelmetallexporte unterschiedliche Zahlen auftauchen, wird klar ersichtlich, in welchen schier unglaublichen Mengen die Schätze Amerikas über die Ozeane transportiert wurden.
I. Die Geburt einer atlantischen Welt: Dieses Kapitel erläutert die Anfänge des spanischen Atlantiks, die Bedeutung des Kronmonopols und der zentralen Institutionen wie Casa de la Contratación sowie die Rolle der Carrera de Indias für den Fernhandel.
II. Der erste Atlantik: Der Fokus liegt hier auf der wirtschaftlichen Partizipation ausländischer Kaufleute und den Strukturen des transatlantischen Warenhandels im 16. Jahrhundert.
III. Der Niedergang Spaniens im zweiten atlantischen System: Dieses Kapitel analysiert die Krise des spanischen Imperiums im 17. Jahrhundert, den Aufstieg nordwesteuropäischer Mächte und die Versuche, durch bourbonische Reformen im 18. Jahrhundert die Kontrolle zurückzugewinnen.
IV. Die Carrera de Indias in der Globalgeschichte: Hier wird der spanische Atlantik im globalgeschichtlichen Kontext verortet und die Frage nach einer frühneuzeitlichen Globalisierung diskutiert.
V. Cádiz, emporio del orbe: Dieses Kapitel widmet sich detailliert der Stadtgeschichte von Cádiz, von der Antike bis zum liberalen Eintritt in die Moderne mit der Verfassung von 1812.
Atlantik, Spanien, Cádiz, Carrera de Indias, Silber, Welthandel, Globalisierung, Merkantilismus, Kolonialismus, Handelsmonopol, Wirtschaftskrise, Bourbonische Reformen, Aufklärung, Liberalismus, 1812.
Die Arbeit analysiert die Verflechtung der Stadt Cádiz mit dem spanischen Atlantikhandel von der Entdeckung Amerikas bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts.
Zu den Schwerpunkten gehören das spanische Handelsmonopol, der Silberhandel, die Rolle ausländischer Kaufleute in Cádiz und die politischen Veränderungen im 18. und frühen 19. Jahrhundert.
Die Arbeit möchte aufzeigen, wie Cádiz zum kommerziellen Zentrum des spanischen Reiches wurde und wie lokale Ereignisse in der Stadt mit globalen Prozessen zusammenhingen.
Die Arbeit stützt sich auf eine historische Analyse unter Einbeziehung einer Vielzahl von Quellen und statistischen Daten zur Handelsentwicklung.
Der Hauptteil analysiert die Entstehung des atlantischen Systems, den Einfluss des Silbers auf die europäische Wirtschaft und die spezifische Entwicklung von Cádiz als Handelshafen und späteres politisches Zentrum.
Die zentralen Begriffe sind Atlantik, Spanien, Cádiz, Welthandel, Globalisierung, Merkantilismus und der spanische Kolonialhandel.
Die Zerstörung durch die Engländer 1596 war ein tiefer Einschnitt, der die Stadt zwang, sich als uneinnehmbare Festung neu zu erfinden und ihre Verteidigungsanlagen massiv auszubauen.
Der Silberfluss finanzierte einerseits die spanische Hegemonialpolitik, führte jedoch langfristig zu einer ruinösen Inflation und wirtschaftlicher Abhängigkeit von ausländischen Gütern.
Cádiz profitierte von seiner herausragenden geografischen Lage, seiner etablierten Infrastruktur und der langen Tradition als Drehscheibe, was der Stadt auch nach der Liberalisierung des Handels eine Fortführung ihrer wirtschaftlichen Bedeutung ermöglichte.
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