Bachelorarbeit, 2012
49 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Produktion von Bioenergie
2.1 Biogas
2.2 Kurzumtriebsplantagen (KUP)
2.3 Aktuelle Situation in Deutschland
3 Grundlagen der Produktionsplanung
3.1 Definition Produktionsplanung
3.2 Ziele der betrieblichen Produktionsplanung
3.3 Der betriebliche Planungs- und Entscheidungsprozess
4 Produktionsplanung in der Landwirtschaft
4.1 Grundlagen der landwirtschaftlichen Produktionsplanung
4.2 Die landwirtschaftliche Produktionsplanung unter dem Einfluss der Bioenergie
4.3 Entscheidungsfindung in der Landwirtschaft unter dem Einfluss der Bioenergie
5 Betrachtung ausgewählter betriebsgestaltender Faktoren
5.1 Volkswirtschaftliche Entwicklung
5.2 Politische Bedingungen
5.3 Stand der Produktionstechnik
5.4 Faktorausstattung
5.4.1 Rechte und vertragliche Vereinbarungen
5.4.2 Dienste
6 Fazit und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss der Bioenergie auf die landwirtschaftliche Produktionsplanung. Das primäre Ziel besteht darin, Veränderungen, Probleme und neue Möglichkeiten aufzuzeigen, die Landwirte bei der Integration von Bioenergieformen, speziell Biogas und Kurzumtriebsplantagen, in ihre betriebliche Planung berücksichtigen müssen.
4.2 Die landwirtschaftliche Produktionsplanung unter dem Einfluss der Bioenergie
Im Vergleich zu anderen landwirtschaftlichen Produktionsrichtungen ist die Bioenergieerzeugung für Landwirte ein noch relativ neues Betätigungsfeld. Landwirte müssen sich mit ungewohnten Herausforderungen des Energie- und Technologiesektors wie auch mit politischen Aspekten auseinandersetzen, welche in ihrer Komplexität über die etablierten Produktionsverfahren hinausreichen.66
Landwirte, die ein Standbein in der Bioenergieerzeugung aufbauen wollen, haben die Möglichkeit als Rohstofflieferanten oder als Energiewirte zu agieren. Rohstofflieferanten konzentrieren sich vorrangig auf die Produktion von Biomasse, die an Energieproduzenten verkauft wird. Energiewirte hingegen wandeln die selbst produzierte Biomasse in Sekundärenergieträger bzw. Endenergie um.67 Der Betrieb der Bioenergieanlage durch den Nutzer erfolgt meist, wenn keine oder geringe Finanzierungsprobleme auftreten, eine Vertrautheit mit technologischer Komplexität vorliegt und keine nennenswerten Hemmnisse bestehen, die durch Dritte behoben werden können.68
Eine gesicherte Verfügbarkeit von Biomasse muss bestehen, um den wirtschaftlichen Erfolg eines Bioenergieprojektes zu erreichen. In der Projektvorbereitung ist es wichtig, die gesamte Wertschöpfungskette von der Gewinnung der Brennstoffe über die Aufbereitung bis hin zur eigentlichen Nutzung herzustellen.69 Die Größe der Anlage hat weniger Einfluss auf die Projektstruktur als die organisatorische Komplexität des Vorhabens. Die Zahl der Projektbeteiligten (z. B. Brennstofflieferanten) spielt dabei eine große Rolle, da sich der organisatorische Aufwand erfahrungsgemäß mit steigender Anzahl beteiligter Personen erhöht.70
Das oberste Betriebsziel „... für jeden Landwirt ist eine optimale Entlohnung der Faktoren Arbeit, Boden und Kapital.“71 Dieses Ziel wird weiterhin von wirtschaftlich handelnden Landwirten verfolgt, jedoch haben sich teilbetriebliche Ziele durch den Einfluss der Bioenergie verändert. Ziel der Landwirte, die als Energiewirte oder Rohstofflieferanten agieren, ist es so viel Sonnenenergie wie möglich in Biomasse umzuwandeln.
1 Einleitung: Diese Einleitung stellt die Relevanz der Bioenergie im Kontext von Klimaschutz und Atomausstieg dar und formuliert die Leitfrage nach deren Einfluss auf die landwirtschaftliche Produktionsplanung.
2 Produktion von Bioenergie: In diesem Kapitel werden die energetische Nutzung von Biomasse sowie die spezifischen Formen Biogas und Kurzumtriebsplantagen (KUP) erläutert und die aktuelle Situation in Deutschland analysiert.
3 Grundlagen der Produktionsplanung: Das Kapitel definiert den Begriff der Produktionsplanung, skizziert deren Ziele und beschreibt den betrieblichen Planungs- und Entscheidungsprozess als Basis für landwirtschaftliche Anwendungen.
4 Produktionsplanung in der Landwirtschaft: Hier werden Besonderheiten der landwirtschaftlichen Produktion wie Naturgebundenheit aufgezeigt und mit den Anforderungen der Bioenergie verknüpft, wobei auch das Entscheidungsverhalten von Landwirten thematisiert wird.
5 Betrachtung ausgewählter betriebsgestaltender Faktoren: Dieses Kapitel analysiert detailliert wirtschaftliche und politische Faktoren, den Stand der Produktionstechnik sowie die Faktorausstattung, die durch den Bioenergie-Einfluss die landwirtschaftliche Planung verändern.
6 Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, unterstreicht die Notwendigkeit von Planungssicherheit und Anpassungsfähigkeit für Landwirte und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung.
Bioenergie, Produktionsplanung, Landwirtschaft, Biogas, Kurzumtriebsplantagen, KUP, Erneuerbare-Energien-Gesetz, EEG, Biomasse, Wertschöpfungsketten, Agrarmanagement, Energiepflanzen, Betriebsplanung, Entscheidungsverhalten, Flächenkonkurrenz
Die Arbeit analysiert, wie sich der verstärkte Anbau und die Nutzung von Bioenergie auf die unternehmerische Planung und Entscheidungsfindung in landwirtschaftlichen Betrieben auswirken.
Die zentralen Felder sind die spezifischen Produktionsverfahren von Biogas und KUP, die theoretischen Grundlagen der Produktionsplanung sowie die betriebsgestaltenden Faktoren, die durch den Bioenergie-Einsatz beeinflusst werden.
Ziel ist es, die Veränderungen, neuen Herausforderungen und Problematiken aufzuzeigen, denen sich Landwirte im Rahmen ihrer Produktionsplanung gegenübersehen, wenn sie Bioenergie in ihr Portfolio aufnehmen.
Die Autorin erarbeitet einen Ansatz zur Analyse des Einflusses der Bioenergie, indem sie aktuelle Fachliteratur heranzieht und diese auf verschiedene betriebsspezifische Faktoren anwendet, um indirekte Schlüsse für die Produktionsplanung zu ziehen.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen der Produktionsplanung, die Besonderheiten der landwirtschaftlichen Produktion im Bioenergiekontext und eine detaillierte Analyse von Einflussfaktoren wie Politik, Technik und Faktorausstattung.
Wichtige Begriffe sind Bioenergie, Produktionsplanung, Landwirtschaft, Biogas, KUP (Kurzumtriebsplantagen), EEG, Biomasse und Wertschöpfungsketten.
Das EEG schafft durch garantierte Einspeisevergütungen Planungssicherheit, führt aber durch die Kopplung an bestimmte Bonus-Systeme (z. B. Gülle-Bonus) zu einer Steuerung des Anbauverhaltens, was die Flächennutzung beeinflusst.
Sie dienen als Vergleichsbeispiele: Biogas ist bereits etabliert und weit verbreitet, während KUP als neuartiger Betriebszweig noch mit höheren Unsicherheiten, insbesondere in der Rechtssicherheit und beim Maschinenbedarf, kämpft.
Verträge mit Abnehmern wie Energieversorgern sind für die Risikominimierung essenziell, stellen jedoch durch langfristige Bindungen der Fläche eine Einschränkung des unternehmerischen Spielraums in der künftigen Produktionsplanung dar.
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