Diplomarbeit, 2008
114 Seiten, Note: 1,3
EINLEITUNG
PROBLEMSTELLUNG DER ARBEIT
ZIELSETZUNG DER ARBEIT
AUFBAU DER ARBEIT
1. THEORETISCHE GRUNDLAGEN
1.1 DEFINITION UND ABGRENZUNG VON INTERNATIONALISIERUNG
1.2 CEMEX’S FOREIGN DIRECT INVESTMENT
1.3 DEFINITION UND ABGRENZUNG VON FOREIGN DIRECT INVESTMENT
1.3.1 DIE DIREKTINVESTITIONSANNAHME
1.3.2 MOTIVE UND KONSEQUENZEN DER DIREKTINVESTITIONEN
1.3.3 SYSTEMATISIERUNG VON FOREIGN DIRECT INVESTMENTS
1.3.4 BETRACHTUNGSEBENEN FÜR DIREKTINVESTITIONEN
1.3.5 BESTANDTEILE VON FOREIGN DIRECT INVESTMENTS
1.3.5.1 Die Unterscheidung zwischen Erst- und Folgeinvestition
1.3.5.2 Die Unterscheidung zwischen Eigenkapital- und Fremdkapitalanteilen
1.4 DIE FORMEN AUSLÄNDISCHER DIREKTINVESTITIONEN IM ZEITABLAUF
1.5 FDI TRENDS
1.5.1 ALLGEMEINE TRENDS
1.5.2 DER KONTINUIERLICHE ANSTIEG DER GRENZÜBERSCHREITENDEN M&A
1.6 MODES OF FOREIGN ENTRY: GREENFIELD INVESTMENTS VS. ACQUISITION
1.6.1 DEFINITION GREENFIELD INVESTMENT
1.6.2 DEFINITION AKQUISITION
1.6.3 GREENFIELD INVESTMENT VERSUS AKQUISITION
2. THEORIEN ZU UNTERNEHMENSÜBERNAHMEN
2.1 ERKLÄRUNGSANSÄTZE DER ÖKONOMISCHEN THEORIE
2.1.1 DIE MONOPOLHYPOTHESE
2.1.2 ECONOMIES OF SCALE AND SCOPE
2.1.2.1 Economies of Scale
2.1.2.2 Economies of Scope
2.1.3 TRANSAKTIONSKOSTENTHEORIE
2.1.4 DIE STEUERHYPOTHESE
2.1.5 DIE HYBRIS-HYPOTHESE
2.1.6 DIE FREE CASH FLOW-HYPOTHESE
2.1.7 DIE CORPORATE CONTROL-HYPOTHESE
2.2 ERKLÄRUNGSANSÄTZE DER STRATEGIEDISKUSSION
2.2.1 PORTFOLIOTHEORIEN
2.2.1.1 Portfoliotheorie von Markowitz
2.2.1.2 Portfolioanalyse: Die Marktanteils-Marktwachstums-Matrix
2.2.2 PORTERS WETTBEWERBSTHEORETISCHER BEITRAG
2.2.2.1 Auswahl einer attraktiven Industrie
2.2.2.2 Entwicklung von Wettbewerbsvorteilen durch Kostenführerschaft oder Differenzierung
2.2.2.3 Konfiguration einer effizienten Wertkette
2.2.2.4 Vertikale Integration, Horizontalestrategie, Diversifikation
2.2.3 DAS KERNKOMPETENZKONZEPT VON PRAHALAD/HAMEL
3. ALTERNATIVEN ZU DIREKTINVESTITIONEN
3.1 EXPORT
3.1.1 DIREKTER EXPORT
3.1.2 INDIREKTER EXPORT
3.2 LIZENZVERGABE
3.3 FRANCHISING
3.4 JOINT VENTURE
3.5 STRATEGISCHE ALLIANZEN
3.5.1 HORIZONTAL
3.5.2 VERTIKAL
3.5.3 LATERAL
4. RISIKOFAKTOR: „THE LIABILITY OF FOREIGNNESS“
4.1 DEFINITION UND ABGRENZUNG
4.2 HORIZONTALES MNU VERSUS VERTIKALES MNU
4.3 UMGEHEN DER FREMDHEIT AUF DEM MARKT
4.3.1 UNTERNEHMENSSPEZIFISCHE VORTEILE VS. IMITATION LOKALER UNTERNEHMEN
4.3.2 ZAHEERS STUDIE
5. MARKTFORSCHUNG
5.1 DEFINITION DER MARKTFORSCHUNG
5.2 SYSTEMATISCHE UND UNSYSTEMATISCHE INFORMATIONSBESCHAFFUNG
5.3 QUALITATIVE UND QUANTITATIVE VERFAHREN
5.3.1 QUALITATIVES VERFAHREN
5.3.2 QUANTITATIVES VERFAHREN
5.4 ERHEBUNGSARTEN
5.4.1 SEKUNDÄRERHEBUNGEN
5.4.2 PRIMÄRERHEBUNGEN
5.5 DIE PHASEN DES FORSCHUNGSPROZESSES
5.5.1 DEFINITIONSPHASE
5.5.2 DESIGNPHASE
5.5.3 DATENGEWINNUNGSPHASE
5.5.4 DATENANALYSEPHASE
5.5.5 DOKUMENTATIONSPHASE
6. INTERVIEWS ZUR „LIABILITY OF FOREIGNNESS“ BEI MITTELSTÄNDISCHEN FAMILIENUNTERNEHMEN
6.1 INTERVIEWTE UNTERNEHMEN
6.2 DIE METHODIK
6.3 AUSWERTUNG DER QUALITATIV ERHOBENEN DATEN
6.3.1 LIABILITY OF FOREIGNNESS
6.3.2 UNTERNEHMENSSPEZIFISCHE VORTEILE VS. IMITATION LOKALER UNTERNEHMEN
6.3.3 AKQUISITION VS. GREENFIELD INVESTMENT
7. ZUSAMMENFASSUNG
8. FAZIT
Die vorliegende Diplomarbeit untersucht, inwiefern mittelständische Familienunternehmen bei ihrer internationalen Expansion durch Direktinvestitionen mit dem Risikofaktor „Liability of Foreignness“ (Fremdheitsrisiko) konfrontiert werden und welche Strategien sie anwenden, um diese Herausforderungen erfolgreich zu bewältigen.
1.3.1 Die Direktinvestitionsannahme
Im vorigen Abschnitt wurde der Unterschied zwischen der Portfolioinvestition und der FDI verdeutlicht und es wurde festgestellt, dass bei einer direkten Kontrolle seitens des Investors ein Foreign Direct Investment besteht. Jedoch ist die Kontrolle nicht leicht zu definieren und die Trennungslinie zwischen geringer Kontrolle und keiner Kontrolle ist arbiträr (vgl. Hymer, 1976, S.1). Die Beteiligungshöhe ist an dieser Stelle von großer Bedeutung, denn ab einer bestimmten Beteiligungshöhe nimmt die Investition einen FDI-Charakter an und wird nicht mehr als Portfolioinvestition betrachtet. Als Schwellenwert gilt eine Beteiligung von 10 %. Dies bedeutet, dass ab einer Beteiligung von 10 % die Vermutung des Vorliegens eines Foreign Direct Investments ausgesprochen wird und nicht mehr angenommen wird, dass allein Rendite- und Spekulationsmotive im Mittelpunkt der Anlageüberlegungen stehen.
Dabei kann auf die Kapitalbasis oder die Stimmrechtsbasis abgestellt werden (vgl. OECD 1996, S.8). In den meisten Fällen sind die Kapital- und die Stimmrechtsbeteiligung hinsichtlich ihrer prozentualen Höhe identisch, sodass die Entscheidung über das Vorliegen eines Foreign Direct Investments unproblematisch ist (vgl. Kutscher und Schmid, 2008, S.86). Ist dies nicht der Fall, ist es vollkommen ausreichend, wenn nur eines der beiden Kriterien die 10 %-Marke überschreitet. Die OECD empfiehlt dann von einem Foreign Direct Investment auszugehen, wenn die Kapitalbeteiligung oder die Stimmrechtsbeteiligung den Wert von 10 % überschreiten (vgl. OECD 1996, S.6).
Der Statistik der Bestandserhebung zu Direktinvestitionen der Deutschen Bundesbank kann man entnehmen, dass im Laufe der Zeit der Schwellenwert kontinuierlich gesenkt wurde. Bis Ende 1989 lag dieser Wert bei 25 %. Er wurde im September 1989 auf 20 % gesenkt. In Folge der internationalen Harmonisierung kam es zu einer erneuten Herabsetzung auf unter 10 % (Vgl. Deutsche Bundesbank 2008, S.65).
1. THEORETISCHE GRUNDLAGEN: Dieses Kapitel erläutert die Definitionen von Internationalisierung und Foreign Direct Investment sowie die verschiedenen Motive und Arten von Direktinvestitionen im Zeitablauf.
2. THEORIEN ZU UNTERNEHMENSÜBERNAHMEN: Hier werden ökonomische Theorien und Ansätze der Strategiediskussion vorgestellt, um die Hintergründe von Unternehmensübernahmen und die Bedeutung von Kernkompetenzen zu beleuchten.
3. ALTERNATIVEN ZU DIREKTINVESTITIONEN: Das Kapitel diskutiert alternative Möglichkeiten des Markteintritts wie Export, Lizenzvergabe, Franchising und strategische Allianzen.
4. RISIKOFAKTOR: „THE LIABILITY OF FOREIGNNESS“: Der Begriff der „Liability of Foreignness“ wird definiert und als Risikofaktor für ausländische Unternehmen analysiert, inklusive des Vergleichs zwischen verschiedenen Strategien zur Risikominimierung.
5. MARKTFORSCHUNG: Dieser Teil legt die methodischen Grundlagen der Marktforschung dar, von der Informationsbeschaffung über qualitative und quantitative Verfahren bis hin zum Ablauf des Forschungsprozesses.
6. INTERVIEWS ZUR „LIABILITY OF FOREIGNNESS“ BEI MITTELSTÄNDISCHEN FAMILIENUNTERNEHMEN: Dieses Kapitel dokumentiert die qualitative Untersuchung, in der die Erfahrungen von drei mittelständischen Familienunternehmen hinsichtlich der „Liability of Foreignness“ und ihrer Expansionsentscheidungen ausgewertet werden.
7. ZUSAMMENFASSUNG: Eine komprimierte Wiederholung der zentralen Erkenntnisse und Ergebnisse der gesamten Diplomarbeit.
8. FAZIT: Abschließende Bewertung der Untersuchung, die aufzeigt, dass auch für mittelständische Unternehmen „Liability of Foreignness“ ein relevantes Risiko darstellt und die Übertragung unternehmensspezifischer Vorteile meist gegenüber der Imitation priorisiert wird.
Internationale Expansion, Direktinvestition, FDI, Liability of Foreignness, Fremdheitsrisiko, Mittelstand, Familienunternehmen, Greenfield Investment, Akquisition, Marktforschung, Internationalisierungsstrategie, Wettbewerbsvorteil, Kernkompetenz, Marktbearbeitung, Unternehmensübernahme.
Die Arbeit befasst sich mit den Herausforderungen, denen mittelständische Familienunternehmen bei der internationalen Expansion durch Direktinvestitionen gegenüberstehen, mit einem besonderen Fokus auf dem Risikofaktor „Liability of Foreignness“.
Die Arbeit behandelt die theoretischen Grundlagen von Direktinvestitionen, Theorien zu Unternehmensübernahmen, alternative Markteintrittsstrategien sowie die systematische Marktforschung.
Das Ziel ist es herauszufinden, ob und wie mittelständische Familienunternehmen im Zuge ihrer internationalen Expansion mit der „Liability of Foreignness“ kämpfen und durch welche Strategien sie versuchen, dieses Risiko zu eliminieren.
Die Arbeit nutzt eine Kombination aus einer fundierten Literaturrecherche und einer qualitativen empirischen Markterkundung mittels Experteninterviews bei drei ausgewählten mittelständischen Unternehmen.
Der Hauptteil erstreckt sich von der theoretischen Einordnung von FDI und Strategiediskussionen über die Definition des „Liability of Foreignness“-Konzepts bis hin zur Dokumentation und Auswertung der geführten Interviews.
Zentrale Begriffe sind unter anderem FDI, Liability of Foreignness, Internationalisierung, Greenfield Investment, Akquisition, mittelständische Familienunternehmen und Kernkompetenzen.
Die befragten Unternehmen bevorzugen Greenfield Investments, da diese eine bessere Kontrolle ermöglichen und den Transfer unternehmensspezifischer Vorteile sowie den Aufbau neuer Strukturen gemäß der eigenen Vorstellung erleichtern.
Die Unternehmen bevorzugen den gezielten Transfer ihrer eigenen unternehmensspezifischen Stärken (Kernkompetenzen) an die ausländischen Tochtergesellschaften, anstatt lokale Praktiken zu imitieren, da sie diesen Transfer als effizienter und erfolgsversprechender bewerten.
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