Masterarbeit, 2012
80 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
2 Der theoretische Rahmen
2.1 Begriffsklärung
2.2 Das Prozessmodell zur Wirkungsweise von Hausaufgaben
2.3 Hausaufgaben als Bestandteil des schulischen Lernens
2.4 Ergebnisse bisheriger Studien zum Hausaufgabenprozess
2.5 Darstellung der Ziele des Literaturunterrichts
2.6 Aufgabentheorie für den Literaturunterricht
2.7 Zusammenfassung
3 Hausaufgaben im Literaturunterricht einer 8. Klasse
3.1 Ziel und Fragestellung
3.2 Methodisches Vorgehen
3.2.1 Gestaltung der Untersuchung
3.2.2 Beschreibung der Ausgangsbedingungen
3.2.3 Die Unterrichtssequenz in groben Zügen
3.3 Darstellung der Ergebnisse
3.3.1 Wahrnehmung der Unterrichtssequenz durch Lehrer und Schüler
3.3.2 Allgemeine Wahrnehmung von Hausaufgaben
3.3.3 Wahrnehmung von Hausaufgaben im Literaturunterricht
3.3.4 Hausaufgabe 1: Ein Lesetagebuch führen
3.3.4.1 Analyse der Aufgabe
3.3.4.2 Überlegungen zur Auswahl
3.3.4.3 Wahrnehmung der Vergabe
3.3.4.4 Bearbeitung der Aufgabe
3.3.4.5 Einschätzung der Wirkung
3.3.4.6 Zusammenfassung
3.3.5 Hausaufgabe 2: Textarbeit für die Charakteristik der Lieblingsfigur im Roman
3.3.5.1 Analyse der Aufgabe
3.3.5.2 Überlegungen zur Auswahl
3.3.5.3 Wahrnehmung der Vergabe
3.3.5.4 Bearbeitung der Aufgabe
3.3.5.5 Wahrnehmung der Kontrolle und Auswertung
3.3.5.6 Einschätzung der Wirkung
3.3.5.7 Zusammenfassung
3.3.6 Hausaufgabe 3: Wiederholung des Wissens zur Analyse epischer Texte
3.3.6.1 Analyse der Aufgabe
3.3.6.2 Überlegungen zur Auswahl
3.3.6.3 Wahrnehmung der Vergabe
3.3.6.4 Bearbeitung der Aufgabe
3.3.6.5 Wahrnehmung der Kontrolle und Auswertung
3.3.6.6 Einschätzung der Wirkung
3.3.6.7 Zusammenfassung
3.3.7 Hausaufgabe 4: Fertigstellung der schriftlichen Analyse eines Textauszuges
3.3.7.1 Analyse der Aufgabe
3.3.7.2 Überlegungen zur Auswahl
3.3.7.3 Wahrnehmung der Vergabe
3.3.7.4 Bearbeitung der Aufgabe
3.3.7.5 Wahrnehmung der Kontrolle und Auswertung
3.3.7.6 Einschätzung der Wirkung
3.3.7.7 Zusammenfassung
3.3.8 Hausaufgabe 5: Verfassen einer Rezension
3.3.8.1 Analyse der Aufgabe
3.3.8.2 Überlegungen zur Auswahl
3.3.8.3 Wahrnehmung der Vergabe
3.3.8.4 Bearbeitung der Aufgabe
3.3.8.5 Wahrnehmung der Kontrolle und Auswertung
3.3.8.6 Einschätzung der Wirkung
3.3.8.7 Zusammenfassung
3.4 Diskussion
4 Schlussfolgerungen
4.1 Für die Hausaufgabenpraxis von Lehrern und Schülern
4.2 Für weitere Untersuchungen
Die vorliegende Masterarbeit untersucht die Differenzen in der Wahrnehmung des Hausaufgabenprozesses zwischen einer Lehrkraft und ihrer 8. Klasse an einem Gymnasium. Ziel ist es, durch die Analyse einer spezifischen Unterrichtssequenz zum Roman „Indigosommer“ ein tieferes Verständnis für die Hausaufgabenpraxis und deren Einflussfaktoren zu entwickeln.
3.3.1 Wahrnehmung der Unterrichtssequenz durch Lehrer und Schüler
Da es während der Planungszeit zur Sequenz noch keine Unterrichtsmaterialien zu „Indigosommer“ gab, auf die die Lehrerin hätte zurückgreifen können, orientierte sie sich an den im Rahmenlehrplan vorgegebenen Anforderungen und Standards. Daneben war für sie die Förderung der Leselust von zentraler Bedeutung (vgl. Transkript des Interviews (T), 1). Nach dieser Phase stellte sie den Schülern ihre Planung vor und erarbeitete aus den gesammelten Ideen die Konzeption der Einheit, die sich für sie „bewährt hat“ (ebd.). Auch das Schülerfeedback zur Sequenz sei ihrer Auskunft nach positiv ausgefallen (vgl. ebd.).
Es kann davon ausgegangen werden, dass die Motivation, am Roman zu arbeiten, bei vielen Schülern sehr hoch war. Dies lässt sich durch die Angabe der Lehrerin stützen, dass „Schüler dann schon teilweise schneller waren, als [sie] es wollte“ (T, 5) und schon lange vor Beginn der Sequenz die Erstrezeption des Buches abgeschlossen hatten. Dabei nahm sie es auch als großen Vorteil war, dass die Auswahl des Buches durch die Schüler getroffen wurde, da es auf sie selbst zurückzuführen sei, wenn der Inhalt dann doch nicht ihren Vorstellungen entspricht (vgl T, 4).
1 Einleitung: Die Einleitung stellt die Relevanz der Hausaufgabenproblematik dar und erläutert die Forschungsfrage sowie das gewählte methodische Vorgehen.
2 Der theoretische Rahmen: Dieses Kapitel liefert die wissenschaftliche Basis durch die Definition von Hausaufgaben und die Vorstellung eines Prozessmodells zur Wirkungsweise.
3 Hausaufgaben im Literaturunterricht einer 8. Klasse: Der Hauptteil präsentiert die empirischen Untersuchungsergebnisse, strukturiert nach den einzelnen Hausaufgaben innerhalb der Unterrichtssequenz.
4 Schlussfolgerungen: Das Fazit zieht Konsequenzen für die zukünftige Hausaufgabenpraxis und identifiziert Anknüpfungspunkte für weitere wissenschaftliche Untersuchungen.
Hausaufgaben, Hausaufgabenprozess, Literaturunterricht, Schülerwahrnehmung, Lehrerperspektive, Unterrichtssequenz, Indigosommer, Hausaufgabenpraxis, Aufgabenanalyse, Wirkungsweise, Lernprozess, Schülerbefragung, Lehrerinterview, Leistungsbewertung, Lernförderung.
Die Arbeit untersucht den Hausaufgabenprozess im Fach Deutsch und vergleicht dabei die subjektiven Sichtweisen einer Lehrerin mit denen ihrer Schüler einer 8. Klasse.
Zentrale Themen sind die Auswahl, Vergabe, Bearbeitung, Kontrolle und Auswertung von Hausaufgaben sowie deren wahrgenommene Wirksamkeit im Literaturunterricht.
Ziel ist es aufzudecken, wie sich Lehrer- und Schülersicht auf Hausaufgaben unterscheiden und welche Faktoren diese Wahrnehmung beeinflussen.
Es handelt sich um eine empirische Studie, die ein Leitfadeninterview mit der Lehrkraft und eine schriftliche Befragung der Schüler mittels Fragebogen kombiniert.
Im Hauptteil werden fünf konkrete Hausaufgaben aus einer Unterrichtssequenz zum Roman „Indigosommer“ detailliert analysiert und die Ergebnisse der Befragung gegenübergestellt.
Wichtige Begriffe sind Hausaufgabenpraxis, Literaturunterricht, Prozessmodell, Schüler-Motivation und das Konfliktpotenzial von Hausaufgaben.
Ein Großteil der Schüler hält die Einbindung für sehr wichtig, da die Aufgaben sonst als sinnlos oder reine Zeitverschwendung empfunden werden.
Die demokratische Wahl des Romans durch die Klasse steigerte die Motivation der Schüler zur Bearbeitung der damit verbundenen Aufgaben deutlich.
Während die Lehrerin eher die prozessorientierte Auswertung betont, zeigt sich, dass Schüler die inhaltliche Besprechung (Feedback) der bloßen Erledigungskontrolle vorziehen.
Schüler benennen verschiedene Ursachen wie Zeitmangel, unklare Aufgabenstellungen oder das Empfinden von Hausaufgaben als "notwendiges Übel" als Auslöser für Konflikte.
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