Examensarbeit, 2012
76 Seiten, Note: 1,0
1. Introduction
1.1 The Meaning of Bilingualism in the 21st Century
1.2 What Is Exactly Meant by “Bilingualism”?
1.3 Reasons for Choosing Bilingualism as the Topic of my Thesis
1.4 Introduction of the Family and Their Special Situation
1.5 Outline of the Paper
2. Theoretical Background of Bilingualism
2.1 Current Status of Research
2.2 Categorization of Bilinguals
2.2.1 Categorization According to the Age of the Speaker
2.2.2 Categorization According to Skills
2.2.3 Other Possibilities of Categorizing Bilinguals
2.3 One Person – One Language and Other Strategies
2.4 Interferences and Code-Mixing in Bilingual Acquisition
2.4.1 Different Types of Interferences
2.4.2 Code-Mixing or -Switching
3. The Case Study
3.1 Design of the Case Study
3.1.1 Aim
3.1.2 Methodology and Material
3.2 Results of the Case Study Related to Linguistic Theory
3.2.1 Categorization of the Children
3.2.2 Abilities in the Four Basic Language Skills
3.2.3 Interferences and Code-Mixing
4. Findings with Respect to the Four Questions and Further Thoughts
Die vorliegende Arbeit untersucht anhand einer Fallstudie einer deutschen Familie, wie sich das Aufwachsen mit zwei Sprachen (Deutsch und Englisch) auf die Sprachkompetenz und das Sprachverhalten von drei Kindern auswirkt. Die zentrale Forschungsfrage befasst sich mit den Auswirkungen der bilingualen Erziehung auf die Sprachverwendung, dem Auftreten von Interferenzen und Code-Mixing sowie der schulischen Leistung im Kontext der spezifischen Erziehungsstrategie der Eltern.
1.1 The Meaning of Bilingualism in the 21st Century
Due to the fact that more and more people migrate or have partners of other languages these days, many children are brought up with two or even more languages. This phenomenon is also known as bilingualism (or multilingualism). For a very long time, people believed that this phenomenon would have a negative and decelerating effect on the child’s first language acquisition and overall development (Genesee, 2008: p.65/Grosjean, 2010: p.179). Bilingualism was long thought to be an “oddity or abnormality” (Meisel, 2001: p.12). But as research has shown in the last decades, bilingualism is anything but negative (Cummins, 1976: p.2/Auer/Wei, 2007: p.165).
Particularly in the field of neurolinguistics, many positive effects of bilingualism have already been shown, for example in fields like problem solving or attention tasks (Grosjean, 2010: pp. 223-224/Karbalaei, 2010: p.275). Not only has it been proven that bilingually raised children really develop their language abilities in an almost analogous way like their monolingual peers (Genesee, 2008: p.73), it is also obvious that children growing up with two or more languages have special opportunities in their future. Since foreign languages are not only needed in school nowadays, but also play a very important role in the field of employment – e.g. in tourism, business or marketing – being raised bilingually seems to be advantageous by all means.
1. Introduction: Dieses Kapitel definiert den Begriff Bilingualismus im 21. Jahrhundert, begründet die Wahl des Themas und stellt die untersuchte Familie sowie den Aufbau der Arbeit vor.
2. Theoretical Background of Bilingualism: Es erfolgt eine theoretische Einordnung, die den Forschungsstand, Kategorisierungsmöglichkeiten von Bilingualen, Erziehungsstrategien und sprachliche Phänomene wie Interferenzen und Code-Mixing beleuchtet.
3. The Case Study: Dieses zentrale Kapitel beschreibt das Design, die Methodik und die Ergebnisse der Fallstudie, wobei die Sprachfähigkeiten der drei Kinder detailliert analysiert werden.
4. Findings with Respect to the Four Questions and Further Thoughts: Hier werden die eingangs aufgeworfenen Forschungsfragen beantwortet und abschließende Gedanken zur bilingualen Erziehung und den schulischen Erfahrungen der Kinder formuliert.
Bilingualismus, Mehrsprachigkeit, Erstspracherwerb, Zweitspracherwerb, Interferenzen, Code-Mixing, Code-Switching, Fallstudie, Sprachdominanz, Sprachverweigerung, Sprachkompetenz, Erziehungsstrategien, Sprachkontakt, Psycholinguistik, Sprachdenial.
Die Arbeit untersucht eine Fallstudie über eine deutsche Familie, die ihre drei Kinder zweisprachig (Deutsch und Englisch) erzieht, um die Auswirkungen auf den Spracherwerb und die Sprachverwendung im Alltag zu verstehen.
Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen des Bilingualismus, verschiedene Kategorisierungen von Bilingualen sowie die praktische Anwendung von Erziehungsstrategien wie "One Person – One Language".
Ziel ist es, die Auswirkungen der bilingualen Erziehung auf die Sprachkompetenz der Kinder zu zeigen und zu prüfen, ob die in der Schule auftretenden Probleme mit der zweisprachigen Erziehung in Zusammenhang stehen.
Es handelt sich um eine qualitative Fallstudie, die auf langfristigen Beobachtungen, Audioaufnahmen von Alltagssituationen und der Analyse von Schulmaterialien der Kinder basiert.
Der Hauptteil analysiert die Sprachleistungen der Kinder in den Bereichen Verstehen, Sprechen, Lesen und Schreiben sowie das Auftreten von typischen Phänomenen wie Interferenzen und Code-Mixing.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Bilingualismus, Spracherwerb, Interferenzen, Code-Mixing und Sprachdominanz geprägt.
Die Verweigerung wird auf mehrere Faktoren zurückgeführt: Die Kinder erkennen, dass die Eltern auch Deutsch sprechen, sie haben das Englische als "schwache" Sprache eingestuft, fühlen sich in dieser Sprache nicht sicher genug oder verspüren im Alltag außerhalb der Schule keinen Zwang, Englisch zu benutzen.
Die Autorin stellt fest, dass die Tatsache, dass die Mutter selbst keine englische Muttersprachlerin ist ("unnatürliche Zweisprachigkeit"), nur indirekt zur Sprachverweigerung beiträgt; das Hauptproblem liegt eher in der fehlenden Notwendigkeit, die Sprache im täglichen Leben anzuwenden.
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