Examensarbeit, 2012
126 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
1.1 Einführung in das Thema
1.2 Fragestellung der Untersuchung und deren Ausgangspunkt
1.3 Aufbau der Untersuchung
1.4 Lesehinweise
2 Theoretische Perspektiven auf Migration und Integration
2.1 Migration
2.1.1 Begriffsklärung
2.1.2 Verschiedene Migrationsformen
2.1.3 „Ausländer“, „Migranten“ oder „Menschen mit Migrationshintergrund“?
2.1.4 Migration in Deutschland
2.1.5 Zur Situation von Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland
2.1.6 Zusammenfassung
2.2 Integration
2.2.1 Integration als eine Form von Eingliederungsprozessen
2.2.2 Entwicklung unterschiedlicher Konzepte und Theorien zu Eingliederungsprozessen
2.2.3 Die Integrationstheorie von Hartmut Esser
2.2.4 Zusammenfassung
3 Integration durch Sport
3.1 Was bedeutet „Integration durch Sport“?
3.2 Das integrative Potenzial des Sports
3.3 Integration durch Schulsport
3.3.1 Chancen und Grenzen
3.3.2 Forschungsstand
3.4 Integration durch Vereinssport
3.4.1 Zur Partizipation von Jugendlichen mit Migrationshintergrund in Sportvereinen
3.4.2 Chancen und Grenzen
3.4.3 Forschungsstand
3.5 Zusammenfassung
4 Untersuchungsdesign
4.1 Theoretische Grundlagen des Untersuchungsdesigns
4.1.1 Quantitative Sozialforschung vs. Qualitative Sozialforschung
4.1.2 Methode der Datenerhebung
4.1.3 Methode der Datenauswertung
4.2 Durchführung der Untersuchung
4.2.1 Erstellung des Interviewleitfadens
4.2.2 Auswahl der Interviewpartner
4.2.3 Durchführung der Interviews
4.2.4 Auswertung der Interviews
5 Darstellung und Interpretation der Ergebnisse
5.1 Rafael
5.1.1 Kurzlebenslauf und Interaktion
5.1.2 Deskription
5.1.3 Interpretation
5.2 Petrit
5.2.1 Kurzlebenslauf und Interaktion
5.2.2 Deskription
5.2.3 Interpretation
5.3 Edin
5.3.1 Kurzlebenslauf und Interaktion
5.3.2 Deskription
5.3.3 Interpretation
5.4 Sirak
5.4.1 Kurzlebenslauf und Interaktion
5.4.2 Deskription
5.4.3 Interpretation
6 Fazit
6.1 Zusammenfassung und Diskussion der zentralen Ergebnisse
6.2 Reflexion der Untersuchung
6.3 Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht, ob der (Schul-)Sport die Integration von Schülern mit Migrationshintergrund der Sekundarstufe I fördern kann. Dabei wird die zentrale Forschungsfrage verfolgt, ob der Terminus „Integration durch (Schul-)Sport“ der Realität entspricht oder als Mythos zu betrachten ist, indem persönliche Einstellungen, Erfahrungen und Wünsche männlicher Jugendlicher mittels qualitativer Interviews analysiert werden.
2.1.1 Begriffsklärung
Der Begriff der Migration ist auf das lateinische Wort „migrare“ bzw. „migratio“ (wandern, wegziehen, Wanderung) zurückzuführen. Durch den Einfluss des viel verwendeten englischen Wortes „migration“ hat der Begriff, sowohl in der deutschen Alltagssprache als auch in der Begriffssprache der Sozialwissenschaften seinen Platz eingenommen (vgl. Han, 2010, S. 5).
Im sozialwissenschaftlichen Diskurs ist eine Reihe von verschiedenen Migrationsdefinitionen mit unterschiedlichen Ansätzen zu finden. Die Definitionen des Begriffs unterscheiden sich je nach verwendeter Literatur. Hieraus lässt sich schließen, dass es keine einheitliche Definition des Begriffs Migration gibt.
Definitionen der Sozialwissenschaftler unterscheiden sich hauptsächlich nach den Kriterien der von den Migranten zurückgelegten Entfernungen, der Aufenthaltsdauer an dem Zielort und den Unterschieden zwischen Herkunfts- und Zielregion. Jedoch sind bei allen Definitionen von Migration die Aspekte des Wechsels bzw. Veränderung und der Bewegung elementar (vgl. Treibel, 2003, S. 19).
Daraus lässt sich schließen, dass folgende Dimensionen für eine Definition des Migrationsbegriffs grundlegend sind:
- Raum und Zeit (Wohnortsänderung bzw. Versetzung des Lebensmittelpunkts, Aufenthaltsdauer),
- Grenze (Überschreitung politisch administrativer Trennlinien),
- Sozialstruktur (Statusordnung),
- Kulturelles System (Werte- und Normensystem) (vgl. Reinprecht & Weiss, 2011, S. 15; Oswald, 2007, S. 13).
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die demografische Situation und die Bedeutung der Integration von Schülern mit Migrationshintergrund ein und formuliert die zentrale Fragestellung der Arbeit.
2 Theoretische Perspektiven auf Migration und Integration: Das Kapitel erläutert grundlegende Migrationsbegriffe, deren historische Einordnung in Deutschland sowie die Integrationstheorie nach Hartmut Esser als analytischen Rahmen.
3 Integration durch Sport: Es wird das theoretische Potenzial von Schul- und Vereinssport für die Förderung der Integration untersucht und der aktuelle wissenschaftliche Forschungsstand kritisch reflektiert.
4 Untersuchungsdesign: Dieser Abschnitt begründet die Wahl qualitativer Forschungsmethoden, insbesondere problemzentrierter Interviews, für die empirische Datenerhebung und -auswertung.
5 Darstellung und Interpretation der Ergebnisse: Die Ergebnisse der vier durchgeführten Interviews werden in Einzelfalldarstellungen präsentiert und mithilfe des theoretischen Bezugsrahmens interpretiert.
6 Fazit: Die zentralen Erkenntnisse aus den Interviews werden diskutiert, die Untersuchung reflektiert und ein Ausblick auf weitere Forschungsbedarfe gegeben.
Migration, Integration, Sport, Schulsport, Vereinssport, Migrationshintergrund, qualitative Sozialforschung, Identifikation, Interaktion, Kulturation, Plazierung, problemzentriertes Interview, Assimilation, Diskriminierung, Sozialintegration
Die Arbeit untersucht, inwieweit Sport als Mittel der Integration für Schüler mit Migrationshintergrund in der Sekundarstufe I fungiert.
Die Schwerpunkte liegen auf Migration, Integrationstheorien (insb. Hartmut Esser), der Bedeutung von Schulsport und Vereinssport sowie der qualitativen Analyse von Schülerperspektiven.
Ziel ist es zu klären, ob der Begriff „Integration durch (Schul-)Sport“ eine realistische Einschätzung der Möglichkeiten darstellt oder eher als Mythos zu bewerten ist.
Es wurde ein qualitatives Untersuchungsdesign gewählt, das auf problemzentrierten Interviews mit vier männlichen Schülern basiert, um deren individuelle Erfahrungen und Einstellungen abzubilden.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, eine sportsoziologische Analyse des Integrationspotenzials von Sport, die Darstellung des methodischen Vorgehens und die detaillierte Auswertung der geführten Interviews.
Die wichtigsten Begriffe sind Migration, Integration, (Schul-)Sport, Kulturation, Interaktion, Identifikation und Plazierung.
Die Arbeit differenziert zwischen dem verpflichtenden Charakter des Sportunterrichts (Schulsport) und dem organisierten, freiwilligen Engagement in Sportvereinen hinsichtlich ihrer integrativen Wirkkraft.
Essers Theorie der Sozialintegration dient als essenzielles Analyseinstrument, um die Interviews entlang der vier Dimensionen Kulturation, Plazierung, Interaktion und Identifikation auszuwerten.
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