Bachelorarbeit, 2012
42 Seiten, Note: 1,1
1. Einleitung
2. Grundlagen der Signaltheorie
2.1 Ursprung und Entwicklungen
2.2 Modell eines signaltheoretischen „Vertrauensspiels“
2.2.1 Vertrauen
2.2.2 Beschreibung der Situation
2.2.3 Krypta und Manifesta
2.2.4 Akteure
2.2.5 Bedingungen für ein separierendes Marktgleichgewicht
3. Signaltheoretische Analyse der Corporate Social Responsibility (CSR)
3.1 Definition von CSR
3.2 CSR aus soziologischer Perspektive
3.3 Glaubwürdigkeitsproblematik von CSR
3.4 Fallbeispiel: CSR-Management von NIKE
3.5 Signaltheoretische Analyse und Bewertung der Glaubwürdigkeit der CSR-Strategie
3.5.1 Nikes Verhaltenskodex
3.5.2 Nikes CSR-Report
3.5.3 Zusammenfassende Bewertung von Nikes CSR-Strategie
4. Schlussbemerkungen
Die vorliegende Arbeit untersucht mittels der signaltheoretischen Perspektive, wie Unternehmen ihre Corporate Social Responsibility (CSR)-Aktivitäten glaubwürdig nach außen kommunizieren können, um trotz Informationsasymmetrien Vertrauen bei Stakeholdern aufzubauen. Am Beispiel der Nike GmbH wird analysiert, inwiefern die eingesetzten Maßnahmen als effektive Signale fungieren, um sich von opportunistischem Verhalten abzugrenzen.
2.2.1 Vertrauen
Die Signaltheorie definiert Vertrauen als „Erwartung des Vertrauensgebers, dass seine einseitige Vorleistung in der Tauschbeziehung vom Vertrauensnehmer nicht ausgebeutet wird, obwohl dieser durch die Wahl der Ausbeutungsstrategie einen höheren Nutzen erreichen könnte“ (Beckert 2002: 28). Diese Definition enthält vier wichtige Aspekte. Zuerst ist hervorzuheben, dass es sich beim Vertrauen um eine soziale Erwartung handelt, die sich immer auf einen anderen individuellen oder organisationalen sozialen Akteur, jedoch nicht auf einen Gegenstand bezieht. Zudem ist der Vertrauensnehmer frei in seiner Entscheidung, auf die Vorleistung seitens des Vertrauensgebers zu reagieren. Er kann das vom Vertrauensgeber in ihn gesetzte Vertrauen erfüllen oder hintergehen. Die dritte Annahme, dass der Vertrauensnehmer immer einen Vorteil daraus zieht, nicht zu kooperieren, macht die Interaktion für den Vertrauensgeber derart problematisch. Beispielsweise sind Taxifahrer besonders in gefährlichen Bezirken dem Risiko ausgesetzt, Kunden aufzunehmen, die ihn möglicherweise bestehlen oder verletzen wollen (Gambetta/Hamill 2005). Dagegen muss ein Taxifahrer kein Vertrauen in andere Verkehrsteilnehmer haben, dass diese sich gemäß den Verkehrsregeln zu verhalten, da niemand einen Vorteil daraus ziehen würde, von dieser Norm abzuweichen. Als letztes Charakteristikum von Vertrauen ist die subjektive Erwartungshaltung zu nennen. Um eine Vertrauensbeziehung bewerten zu können, bedarf es einer gewissen Kalkulation seitens des Ego, ob es Alter vertrauen kann. Damit ist keine objektive, auf Wahrscheinlichkeiten beruhende Berechnung, sondern lediglich eine subjektive Einschätzung gemeint (Beckert 2002: 29).
1. Einleitung: Einführung in die Vertrauensproblematik und Vorstellung des analytischen Fokus auf das Signaling von Wirtschaftsunternehmen.
2. Grundlagen der Signaltheorie: Theoretische Herleitung der Signaltheorie und Definition der zentralen Konzepte wie Vertrauensspiel, Krypta und Manifesta.
3. Signaltheoretische Analyse der Corporate Social Responsibility (CSR): Anwendung des theoretischen Konstrukts auf das CSR-Management, die Glaubwürdigkeitsproblematik sowie das Fallbeispiel Nike.
4. Schlussbemerkungen: Kritische Reflexion des Modells und Zusammenfassung der Erkenntnisse zur Glaubwürdigkeit von CSR-Signalen.
Signaltheorie, Vertrauensspiel, Corporate Social Responsibility, CSR, Glaubwürdigkeit, Sign-Management, Signaling, Stakeholder, Informationsasymmetrie, Credence Goods, Nike, Verhaltenskodex, Monitoring, Transparenz, Reputation.
Die Arbeit untersucht, wie Unternehmen CSR-Maßnahmen nutzen, um in Situationen mit unvollständigen Informationen glaubwürdig zu kommunizieren und Vertrauen bei Stakeholdern aufzubauen.
Die zentralen Themen sind Signaltheorie, Vertrauensforschung in sozialen Interaktionen und die soziologische sowie wirtschaftswissenschaftliche Analyse von CSR.
Das Ziel ist es, das theoretische Konzept des Signaling auf ein empirisches Fallbeispiel (Nike) anzuwenden, um zu bewerten, ob die CSR-Maßnahmen die Anforderungen an Glaubwürdigkeit erfüllen.
Es wird eine Dokumentenanalyse der von Nike veröffentlichten CSR-Materialien unter Rückgriff auf signaltheoretische Modelle und Sekundärliteratur durchgeführt.
Der Hauptteil analysiert die theoretischen Grundlagen der Signaltheorie sowie deren Anwendung auf Nikes CSR-Strategien, speziell Verhaltenskodizes und Reporting.
Wichtige Begriffe sind Signaling, Glaubwürdigkeit, Informationsasymmetrie, Vertrauen, Corporate Social Responsibility und Credence Goods.
Der Autor stuft die Teilnahme aufgrund der niedrigen Eintrittsschwelle und des fehlenden Monitorings als schwaches Signal ein, das potenziell als reines PR-Instrument missbraucht wird.
Da sie der internen Selektion unterliegen und keine höheren Kosten verursachen, die eine Abgrenzung von opportunistischen Akteuren ermöglichen würden (keine third-party-dependent costs).
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

