Bachelorarbeit, 2011
56 Seiten, Note: 1,3
1. Thematik, Fragestellung und Struktur
2. Definitionsversuche und Merkmale von Gerüchten
3. Typologisierung von Gerüchten
4. Der Prozess des Gerüchts
4.1 Lebenszyklus eines Gerüchts
4.2 Entstehung von Gerüchten
4.2.1 Psychologische Betrachtung
4.2.2 Soziologische Betrachtung
4.2.3 Nährböden und Funktionen des Gerüchts
4.3 Verbreitung von Gerüchten
4.3.1 Die Beteiligten
4.3.2 Verzerrungen während der Weitergabe
4.4 Sterben und Wiederaufleben von Gerüchten
5. Das Gerücht in Massenmedien und Internet
5.1 Klassische Massenmedien
5.2 Internet
6. Gerüchte in Bezug auf Unternehmen
6.1 Ursachen für die Entstehung von Gerüchten über Unternehmen
6.2 Auswirkungen von Gerüchten auf Unternehmen
6.3 Fragen im Vorfeld einer Reaktion
6.4 Handlungsalternativen zur Abwehr von Gerüchten
6.4.1 Das Dementi
6.4.2 Rechtliche Mittel
6.4.3 Das Gerücht verändern
6.4.4 Informationen zur Verfügung stellen
6.4.5 Schweigen
6.4.6 Vorsorge
7. Fazit
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht die Relevanz negativer Unternehmensgerüchte und analysiert, welche Handlungsoptionen Unternehmen zur Verfügung stehen, um diesen effektiv zu begegnen. Dabei liegt der Fokus auf der Identifikation der Entstehungsursachen, den psychologischen und ökonomischen Auswirkungen auf das Unternehmen sowie der Bewertung verschiedener Abwehrstrategien.
6.4.1 Das Dementi
Fühlen sich Unternehmen augrund negativer Gerüchte zu Unrecht angegriffen, ist der Drang nach einer sofortigen und umfassenden Richtigstellung meist sehr groß. Sich vorschnell für ein umfangreiches und aufsehenerregendes Dementi zu entscheiden, kann jedoch Nachteile mit sich bringen. In der Literatur ist man sich einig, dass ein Dementi ungewollt zu einer schnelleren Verbreitung beitragen kann. Denn mit einer Dementierungskampagne erreicht man nicht nur die Rezipienten, die bereits Kenntnis von dem Gerücht haben und vom Gegenteil überzeugt werden sollen, sondern auch jene, denen das Gerücht bis dahin unbekannt war. Die Problematik liegt darin, etwas zu bekämpfen, ohne dessen Existenz zu unterstreichen. Eine Wiederholung des Gerüchts im Rahmen des Dementis birgt neben der großen Reichweite zusätzliche Gefahren in sich. So werden die bei den Gerüchtekennern bereits im Gedächtnis gespeicherten Informationen des Gerüchteinhalts trotz der Verneinung ein weiteres Mal aufgefrischt.
Sie rufen erneut spontane Assoziationen des Unternehmens mit dem Gerücht hervor und werden von negativen Emotionen begleitet, die auch zu einem späteren Zeitpunkt mit dem Unternehmen in Verbindung gebracht werden. Dieser Bumerangeffekt zeigt laut Kapferer, dass nicht allein der Glaube sondern bereits die Emotionen, die durch den Gedanken an das Gerücht ausgelöst werden, einen Einfluss auf uns haben, selbst wenn uns das Dementi überzeugt. Durch Dementis werden daher keine Informationen gelöscht sondern viel mehr zusätzliche gespeichert. Des Weiteren können ungeschickte oder zu heftige Dementis den Eindruck einer Schutzbehauptung vermitteln oder als indirektes Schuldeingeständnis empfunden werden. Wer sich für eine öffentliche Richtigstellung entscheidet, muss sich daher auch über die negativen Wirkungen einer solchen Publicity im Klaren sein.
1. Thematik, Fragestellung und Struktur: Einleitung in die Problematik unternehmensschädlicher Gerüchte und Definition der zentralen Forschungsfragen sowie des methodischen Aufbaus.
2. Definitionsversuche und Merkmale von Gerüchten: Auseinandersetzung mit wissenschaftlichen Definitionen und Identifikation der Kernmerkmale, wie Unsicherheit bezüglich Quelle und Wahrheitsgehalt.
3. Typologisierung von Gerüchten: Darstellung verschiedener Kategorisierungsansätze für Gerüchte, basierend auf Motiven, Entstehungsprozessen und Funktionen.
4. Der Prozess des Gerüchts: Analyse des Lebenszyklus eines Gerüchts sowie der psychologischen und soziologischen Faktoren, die zu seiner Entstehung und Verbreitung führen.
5. Das Gerücht in Massenmedien und Internet: Untersuchung der Rolle moderner Medientechnologien als Multiplikatoren für die Verbreitung und Verstärkung von Gerüchten.
6. Gerüchte in Bezug auf Unternehmen: Detaillierte Analyse von Ursachen, Auswirkungen und konkreten Handlungsalternativen für Unternehmen, inklusive Strategien wie Dementi, Vorsorge oder Schweigen.
7. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Ausblick auf die Notwendigkeit weiterer Forschung, insbesondere in sozialen Netzwerken.
Gerüchte, Unternehmenskommunikation, Krisenmanagement, Dementi, Wirtschaftspsychologie, Mundpropaganda, Internet, Reputation, Markenimage, Krisenkommunikation, Stakeholder, Vertrauensverlust, Informationsdefizit, Sozialpsychologie, Strategische Kommunikation.
Die Arbeit befasst sich mit dem Phänomen der unternehmensschädlichen Gerüchte, ihrer psychologischen und soziologischen Entstehung und der Frage, wie Unternehmen strategisch auf diese reagieren können.
Die zentralen Themen umfassen die Definition und Typisierung von Gerüchten, den Lebenszyklus dieser Informationen, die Rolle der Massenmedien und des Internets als Verbreitungskanäle sowie spezifische Unternehmensreaktionen.
Die Hauptfragestellung fokussiert sich darauf, wie Unternehmen, die sich mit negativen Gerüchten konfrontiert sehen, reagieren können und welche Handlungsoptionen in Abhängigkeit von verschiedenen Parametern am erfolgversprechendsten sind.
Die Bachelorarbeit basiert auf einer Literaturanalyse, in der aktuelle Theorien und Erkenntnisse der Wirtschaftskommunikation, Kommunikationspsychologie und -soziologie zusammengetragen und auf die Praxis der Unternehmenskommunikation angewandt werden.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des Gerüchteprozesses und die praxisorientierte Analyse der Auswirkungen auf Unternehmen sowie der verschiedenen Abwehr- und Vorsorgestrategien.
Wichtige Begriffe sind unter anderem das Dementi, Reputation, Informationsdefizit, Krisenkommunikation sowie der Einfluss digitaler Netzwerke auf die Verbreitung von Falschinformationen.
Das Internet fungiert als "Gerüchteküche" mit hoher Übertragungsgeschwindigkeit und Multiplikatoreffekten, was die Abgrenzung zwischen Fakten und unbestätigten Meldungen erschwert und die Reichweite von Gerüchten massiv erhöht.
Ein Dementi kann das Gerücht ungewollt weiter verbreiten, da es bisher Unwissende auf das Gerücht aufmerksam macht und bei der Zielgruppe negative Emotionen sowie spontane Assoziationen mit dem Thema auffrischt.
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