Examensarbeit, 2001
126 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Das Angelman-Syndrom
2.1 Historie
2.2 Ätiologie
2.3 Epidemiologie
2.4 Diagnostik
2.4.1 Wertigkeit der Diagnosestellung
2.4.2 Klinisches Bild
2.4.3 AS in den verschiedenen Entwicklungsstufen
2.4.4 Genetische Nachweisverfahren
2.4.5 Phänotyp-Genotyp-Korrelation
2.4.6 Differenzialdiagnose
2.5 Gesundheitsproblematik
3. Die schulische Förderung von Kindern und Jugendlichen mit Angelman-Syndrom
3.1 Luise, ein Mädchen mit Angelman-Syndrom
3.2 Sonderpädagogische Grundlegung
3.2.1 Darstellung des Behinderungsbegriffes
3.2.2 Sonderpädagogische Bildung und Erziehung im Bereich der geistigen Entwicklung
3.2.3 Sonderpädagogische Bildung und Erziehung bei Schülern mit AS
3.3 Kommunikation bei Schülern mit AS
3.3.1 Grundlegung Kommunikation
3.3.2 Kommunikation bei Kindern und Jugendlichen mit AS
3.3.3 Grundlegung Unterstützte Kommunikation
3.3.4 Förderung durch Unterstützte Kommunikation
4. Zusammenarbeit mit den Eltern
4.1 Elternbefragung
4.1.1 Ziel
4.1.2 Methoden
4.1.3 Durchführung
4.1.4 Auswertung
4.2 Interpretation der Elternbefragung
5. Resümee
6. Thesen
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, pädagogische Ansätze zur schulischen Förderung von Kindern und Jugendlichen mit Angelman-Syndrom zu systematisieren, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf der Kommunikationsförderung liegt.
2.4.2 Klinisches Bild
1995 wurden in der amerikanischen Zeitschrift für medizinische Genetik („American Journal of Medical Genetics“) folgende Entwicklungsbefunde und physischen Angaben als Konsenskriterien für die klinische Diagnose veröffentlicht:
Einheitlich zu beobachten (bei 100%):
- funktionell schwerwiegende Entwicklungsverzögerung
- Redebeeinträchtigung, keine oder minimale Verwendung von Wörtern; rezeptive und nonverbale Kommunikationsfertigkeiten höher als verbale
- Bewegungs- und Gleichgewichtsstörungen, Gangataxie, Tremor der Extremitäten
- Verhaltensauffälligkeiten: häufiges Lachen/ Lächeln; offensichtlich fröhliche Grundstimmung; leicht erregbar, oft mit stereotypen Winkbewegungen; hyperaktives und hypermotorisches Verhalten; kurze Aufmerksamkeitsspanne
1. Einleitung: Die Einleitung erläutert die Relevanz der Arbeit, begründet durch das Fehlen deutschsprachiger pädagogischer Literatur zum Angelman-Syndrom, und skizziert den Aufbau der Untersuchung.
2. Das Angelman-Syndrom: Dieses Kapitel liefert eine medizinische Grundlegung, inklusive Ätiologie, Epidemiologie, diagnostischer Verfahren und Abgrenzung zu anderen Krankheitsbildern.
3. Die schulische Förderung von Kindern und Jugendlichen mit Angelman-Syndrom: Der Hauptteil widmet sich den sonderpädagogischen Grundlagen und Methoden, wobei der Fokus auf der individuellen Förderung und der Kommunikation liegt.
4. Zusammenarbeit mit den Eltern: Dieses Kapitel dokumentiert die Methodik und Auswertung einer durchgeführten Elternbefragung, um einen Einblick in die praktische Lebenswelt Betroffener zu gewinnen.
5. Resümee: Das Resümee fasst die Ergebnisse zusammen und unterstreicht den dringenden Forschungsbedarf im Bereich der pädagogischen Förderung bei AS.
6. Thesen: Die Thesen formulieren die Kernpunkte der Arbeit, von der medizinischen Beschreibung bis hin zur Notwendigkeit empirischer Erhebungen zur Kommunikationsförderung.
Angelman-Syndrom, Sonderpädagogik, Geistige Behinderung, Kommunikation, Unterstützte Kommunikation, AAC, Diagnostik, Genetik, Elternarbeit, Förderung, Entwicklungsverzögerung, Schulische Inklusion, Verhaltensauffälligkeiten, Pädagogische Didaktik.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der schulischen Förderung von Kindern und Jugendlichen, bei denen ein Angelman-Syndrom diagnostiziert wurde.
Die Arbeit verbindet medizinische Grundlagen des Syndroms mit den spezifischen Anforderungen an sonderpädagogische Bildung, Erziehung und insbesondere die Kommunikation.
Das Ziel ist es, eine pädagogische Grundlegung für den Umgang mit betroffenen Schülern zu schaffen und die Notwendigkeit einer gezielten Kommunikationsförderung aufzuzeigen.
Neben einer theoretischen Literaturanalyse führte die Verfasserin eine schriftliche Befragung bei betroffenen Eltern über ein Internet-Forum durch.
Der Hauptteil erörtert didaktische Prinzipien wie Ganzheitlichkeit, Entwicklungs- und Handlungsorientierung sowie den gezielten Einsatz von Unterstützter Kommunikation.
Die Arbeit beleuchtet die "intensive und vertrauensvolle Zusammenarbeit" und wertet aus, welche Erfahrungen Eltern bei der Diagnose und im Alltag mit ihren Kindern machen.
Da betroffene Kinder oft kaum oder nicht sprechen, ist die Förderung nicht-lautsprachlicher Kommunikationsformen essenziell für die soziale Integration und Selbstbestimmung.
Das Angelman-Syndrom weist ein spezifisches neurogenetisches Profil auf, das sich durch eine Kombination aus motorischen Auffälligkeiten, Anfallsleiden und einem charakteristischen fröhlichen Verhalten abgrenzen lässt.
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