Diplomarbeit, 2011
83 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Die Geschichte der Trinkwasserwirtschaft in England und Wales
2.1 Disaggregierte Untersuchung der Wertschöpfungskette von leitungsgebundenen Trinkwasser in England und Wales
2.2 Gutseigenschaften der Trinkwasserversorgung
2.3 Die Privatisierung der Wasserwirtschaft in England und Wales
2.4 Ziele der Regulierung der Wasserwirtschaft in England und Wales
3. Theoretische Grundlagen der Marktmachtregulierung in Netzsektoren
3.1 Natürliche Monopole
3.1.1 Definition eines natürlichen Monopols
3.1.2 Charakterisierung eines natürlichen Monopols
3.2 Das Konzept der angreifbaren Märkte
3.3 Lokalisierung netzspezifischer Marktmacht
3.3.1 Theorie monopolistischer Bottlenecks
3.3.2 Das Konzept der wesentlichen Einrichtung
3.3.3 Disaggregierte Identifikation monopolistischer Bottlenecks
3.3.4 Vermeidung von Überregulierungen
3.4 Anreizorientierte Regulierungsinstrumente
3.4.1 Rate-of-return-Regulierung
3.4.2 Price-cap-Regulierung
3.4.3 Yardstick Competition
4. Anwendung des disaggregierten Regulierungsansatzes auf die Trinkwasserwirtschaft
4.1 Disaggregierte Untersuchung der Wertschöpfungskette auf die netzspezifische Marktmacht
4.2 Konsequenzen für die Regulierung
5. Preis- und Qualitätsregulierung des Wassersektors in England und Wales
5.1 Wettbewerb in der Wasserwirtschaft in England und Wales
5.2 Anwendung von Price-Cap-Regulierung und Yardstick Competition
5.2.1 Beschreibung des Regulierungsansatzes
5.2.2 Kritische Betrachtung der ökonomischen Regulierung
5.2.3 Auswirkungen der ökonomischen Regulierung auf Preise, Gewinne und Investitionen
5.3 Einhaltung von Qualitätskriterien
5.3.1 Regeln des Trinkwasserschutzes und vorgeschriebene Qualitätsstandards
5.3.2 Kontrolle der Trinkwasserqualität
5.3.3 Die Entwicklung der Trinkwasserqualität über die Zeit
5.3.4 Die Entwicklung der Wasserverluste
6. Zusammenfassung und Schlussfolgerung
Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, die Effektivität der englischen und walisischen Regulierung der privatisierten Wasserindustrie im Hinblick auf Wohlfahrtssteigerung und Marktmachtdisziplinierung zu evaluieren.
1. Einleitung
Das Trinkwasser ist ein notwendiges, aber auch ein knappes Gut. Die Wasserressourcen sind charakterlich für ihre ungleiche Verteilung. Darüber hinaus, erfordert der Zugang zu diesen Ressourcen ein technisches Know-how und beträchtliche finanzielle Kosten. Diese Tatsachen dienen als eine Grundlage für die Monopolbildung in der Wasserindustrie. Durch den Missbrauch ihrer Marktmacht können die Wassermonopolisten sich zur Geldmagnaten entwickeln, in dem sie Wasserversorgung als ein kommerzielles Geschäft gestalten (vgl. Thaler, 2010, S. 1f.).
Die Ökonomie des Wassersektors ist seit Jahrzehnten ein problematisches und kontroverses Thema in England. Aufgrund steigender Kosten, langsamer Produktivität und unzureichender Versorgungsqualität setzte sich ab 1979, auf Initiative von Margret Thatcher, die Debatte um eine mögliche Privatisierung fort. Der Staat erhoffte durch die Privatisierung eine Schuldendeckung und eine Wohlfahrtssteigerung zu erzielen (vgl. Spelhahn, 1994, S. 21). Was passierte nun mit der Wasserindustrie nach dem Privatisierungsakt im Jahr 1989? Aus Sicht der Konsumenten, die schon am Anfang mit großer Skepsis das Thema „Privatisierung“ betrachteten, entlarvte sich der ganze Vorgang nach einigen Jahren angeblich als „the greatest act of licensed robbery“ (Tory Daily Mail, 1994). Sozialistische Partei von Großbritanniens wirft der Wasserregulierung vor, sie erfülle ihre Aufgaben ungenügend: Die Industrie sei monopolisierter geworden, Firmeninvestitionen seien auf einem weit niedrigeren Niveau, als es erforderlich wäre, Qualität des Wassers und der Versorgungsleistungen seien unzureichend, obwohl die Preise, Gewinne und Managerlöhne immer weiter anstiegen. Die Partei ist fest davon überzeugt, dass die englischen und walisischen Wasserunternehmen reine Gewinninteressen auf Kosten der gesellschaftlichen Wohlfahrt verfolgen. Die Wasserversorgung sei zu einem sehr profitablen Geschäft geworden (vgl. Socialist Democracy, 2005).
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der Wasserversorgung als knappes Gut ein und skizziert die kontroverse Geschichte der Privatisierung in England und Wales.
2. Die Geschichte der Trinkwasserwirtschaft in England und Wales: Das Kapitel behandelt die Struktur der Wasserversorgung, die Privatisierungsgründe in den 80er Jahren und die damit verbundenen Regulierungsziele.
3. Theoretische Grundlagen der Marktmachtregulierung in Netzsektoren: Hier werden ökonomische Konzepte wie natürliche Monopole, angreifbare Märkte und Instrumente wie Rate-of-return- oder Price-cap-Regulierung theoretisch erörtert.
4. Anwendung des disaggregierten Regulierungsansatzes auf die Trinkwasserwirtschaft: Dieses Kapitel prüft, welche Stufen der Wertschöpfungskette durch netzspezifische Marktmacht gekennzeichnet sind und somit eine Regulierung rechtfertigen.
5. Preis- und Qualitätsregulierung des Wassersektors in England und Wales: Eine praxisorientierte Analyse der angewandten Regulierungsmethoden sowie deren Auswirkungen auf Investitionen, Preise und Wasserqualität.
6. Zusammenfassung und Schlussfolgerung: Das Abschlusskapitel resümiert die Ergebnisse der Arbeit und bewertet den Erfolg der Regulierungsbemühungen unter den gegebenen theoretischen und praktischen Bedingungen.
Wasserwirtschaft, Privatisierung, natürliche Monopole, Marktmacht, Regulierung, Price-Cap, Yardstick Competition, Trinkwasserqualität, England und Wales, Netzsektoren, Wertschöpfungskette, Wohlfahrtsökonomie, Infrastrukturinvestitionen, OFWAT, Wasserverluste
Die Diplomarbeit untersucht die ökonomische Regulierung des Trinkwassersektors in England und Wales nach dessen Privatisierung und bewertet deren Erfolg anhand verschiedener Wohlfahrtskriterien.
Die zentralen Themen umfassen die Theorie der Marktmacht in Netzsektoren, die historische Entwicklung der Wasserwirtschaft in England und Wales sowie die praktische Anwendung von Regulierungsinstrumenten.
Das Ziel ist es, Schritt für Schritt zu überprüfen, wie erfolgreich die englische und walisische Regulierung der privaten Wasserindustrie bei der Wohlfahrtssteigerung und der Disziplinierung von Marktmacht agiert.
Es wird eine netzökonomische Analyse durchgeführt, die die Wertschöpfungskette disaggregiert, um zu identifizieren, wo natürliche Monopole bestehen und wo Wettbewerb theoretisch oder praktisch möglich ist.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen der Netzregulierung und deren praktische Anwendung auf den Wassersektor, inklusive der kritischen Würdigung von Preis- und Qualitätsregulierung.
Begriffe wie netzspezifische Marktmacht, Price-Cap-Regulierung, natürliche Monopole, Wasserqualität und die Regulierungsbehörde OFWAT sind zentral für die Charakterisierung.
Die Arbeit stellt fest, dass die Privatisierung ökonomische Herausforderungen schuf und trotz Regulierungsbemühungen durch die OFWAT der Wettbewerb in der Wasserwirtschaft bisher nur begrenzt funktioniert.
Die Arbeit analysiert, dass die Wasserqualität zwar durch Investitionen verbessert wurde, dies jedoch mit steigenden Preisen für die Konsumenten einherging und die Überwachung der Qualität kritisch diskutiert wird.
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