Bachelorarbeit, 2012
53 Seiten, Note: 2,3
1. Einleitung
2. Ausprägung des Kreditrisikos
2.1. Ausfallrisiko
2.2. Bonitätsrisiko
2.3 Spreadrisiko
3. Kreditderivate
3.1. Grundformen und Definition
3.2. Credit Default Swap
3.3. Finanzinnovationen
3.3.1 Basked Credit Default Swap
3.3.2 Credit Linked Note
3.3.3 Asset Backed Securities
4. Kreditpoolingtransaktionen
4.1. Kreditrisikosteuerung in der S-Finanzgruppe
4.2. Grundlagen für den Risikotransfer
4.3. Ziele des Kreditpoolings
4.4. Funktionsweise des S-Kreditpoolings
4.5. Ausgewählte Strukturelemente innerhalb des Kreditpoolings
4.5.1. Einbringungsvoraussetzungen
4.5.2. Prüfung der Einbringungsvoraussetzungen
4.5.3. Credit Events
4.6. Probleme des S-Kreditpoolings
4.6.1. Adverse Selection
4.6.2. Moral Hazzard
5. Kritische Würdigung
5.1. Reduzierung der asymmetrischen Informationsverteilung
5.2. Anforderung an künftige Poolingtransaktionen
6. Fazit und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht das Kreditpooling als Instrument zur aktiven Kreditrisikosteuerung innerhalb der Sparkassen-Finanzgruppe. Das primäre Ziel ist es, Möglichkeiten aufzuzeigen, wie Sparkassen ihre regional geprägten Kreditportfolios diversifizieren und dadurch existenzbedrohende Klumpenrisiken effektiv reduzieren können, ohne dabei die Kundenbindung im Mittelstand zu gefährden.
3.2. Credit Default Swap
Der Credit Default Swap (CDS) zählt zu den bedeutsamsten Kreditderivaten der internationalen Finanzmärkte, da nahezu 90% der am Markt platzierten Kreditderivate die Struktur eines Credit Default Swap besitzen. Ein Grund für den Erfolg des Credit Default Swaps könnte darin liegen, dass durch den Abschluss eines solchen Kontraktes, das Kreditrisiko losgelöst von der eigentlichen Kreditbeziehung gehandelt werden kann. Die eigenständige Handelbarkeit des eigentlichen Kreditrisikos erweitern die Möglichkeiten einer, für Kreditinstitute bedeutsamen, gezielten Ertrags- bzw. Risikosteuerung. Weiterhin ermöglicht der CDS dem Institut eine breite Risikostreuung in Sektoren bzw. Branchen, in welchen man bisher nicht direkt als Gläubiger in Erscheinung getreten oder unterinvestiert ist.
Bei einem Credit Default Swap übernimmt der Risikokäufer (Risk Taker) die Funktion des Sicherungsgebers. Er verpflichtet sich als solcher dem Risikoverkäufer (Risk Shedder) als Sicherungsnehmer, bei Eintritt des vertraglich vereinbarten Kreditereignisses, eine Ausgleichszahlung in der zuvor vereinbarten Höhe, zu leisten. Der Sicherungsnehmer verpflichtet sich im Gegenzug an den Sicherungsgeber, für die Übernahme des individuellen Kreditrisikos, eine periodische Prämie zu entrichten. Typischerweise wird diese Prämie in Basispunkten (BP) per anno, bezogen auf den abzusichernden Nominalwert, ausgedrückt. Bei kurzen Restlaufzeiten ist jedoch auch eine einmalige Prämiemzahlung möglich. Die Definition der Kreditereignisse (Credit Events) orientieren sich, wie in Abschnitt 3.1. bereits angeführt, an den Standards der International Swaps and Derivatives Association (ISDA). Die Credit Events umfassen üblicherweise Ereignisse wie z.B. Zahlungsverzug oder Zahlungsausfall, einen Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens oder die Restrukturierung von Verbindlichkeiten zu Lasten der Gläubiger. Die Auszahlung des Credit Default Swaps wird dabei, im Gegensatz zu anderen Derivaten, nicht durch eine reine Preisbewegung, sondern durch den tatsächlichen Eintritt eines der Kreditereignisse, ausgelöst.
1. Einleitung: Die Einleitung erläutert die Bedeutung der regionalen Verankerung der Sparkassen sowie die Notwendigkeit einer aktiven Kreditrisikosteuerung zur Abmilderung von Klumpenrisiken.
2. Ausprägung des Kreditrisikos: Dieses Kapitel definiert die grundlegenden Kreditrisikoarten wie Ausfall-, Bonitäts- und Spreadrisiko und erläutert deren Determinanten für die Risikobepreisung.
3. Kreditderivate: Es erfolgt eine detaillierte Betrachtung von klassischen Kreditderivaten sowie spezifischen Finanzinnovationen, die zur Separierung und zum Handel von Kreditrisiken dienen.
4. Kreditpoolingtransaktionen: Dieses Kernkapitel stellt das Modell des S-Kreditpoolings vor, inklusive der Funktionsweise, der Einbringungsvoraussetzungen und der auftretenden Probleme.
5. Kritische Würdigung: Der Abschnitt analysiert typische Informationsprobleme wie Adverse Selection und Moral Hazard und leitet Lösungsansätze sowie Anforderungen für zukünftige Pooling-Aktivitäten ab.
6. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und zeigt auf, dass der Abbau von Konzentrationsrisiken durch synthetische Strukturen für Sparkassen zunehmend an Bedeutung gewinnt.
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Die Arbeit beschäftigt sich mit der Risikosteuerung bei Sparkassen durch Kreditpooling, um regionale Konzentrationsrisiken abzubauen.
Die zentralen Felder umfassen die Definition von Kreditrisiken, verschiedene Instrumente des Kreditrisikotransfers (Derivate) und die praktische Anwendung von Kreditpooling in der Sparkassen-Finanzgruppe.
Ziel ist es, ein Modell aufzuzeigen, wie Sparkassen mittels Kreditpooling ihre Kreditportfolios diversifizieren und das Ausfallrisiko besser steuern können.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und einer deskriptiven Darstellung von Kreditpooling-Strukturen und Risikomanagement-Instrumenten.
Der Hauptteil befasst sich mit der detaillierten Funktionsweise des S-Kreditpoolings, den rechtlichen und vertraglichen Voraussetzungen sowie der Problematik von Informationsasymmetrien zwischen den Vertragsparteien.
Die zentralen Begriffe sind Kreditpooling, Kreditrisikotransfer, Diversifikation, Sparkassen und Informationsasymmetrie.
Im Gegensatz zu anderen Derivaten, bei denen der Sicherungsnehmer das Emittentenrisiko trägt, muss bei der Credit Linked Note der Risikokäufer das Emittentenrisiko des Verkäufers tragen.
Er fungiert als Entscheidungsgremium für die endgültige Zusammensetzung des Pools, um durch Analyse der Risikoverteilung einen optimal diversifizierten Kreditpool sicherzustellen.
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