Hausarbeit, 2004
33 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Definitionen
3. Cluburlaub
3.1. Gästebefragung im Robinson Club Fleesensee
4. Paarinterview 5 - Kontinuitäten und Diskontinuitäten in Bezug auf Arbeit, Freizeit und Reisen
4.1. Zusammenfassung
4.2. Forschungsthema
4.2.1. Arbeit
4.2.2. Freizeit
4.2.3. Reisen
5. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Kontinuitäten und Diskontinuitäten in den Lebensbereichen Arbeit, Freizeit und Reisen, basierend auf einem qualitativen Interview mit einem Paar im Robinson Club Fleesensee. Ziel ist es, das Verhältnis und die Interaktion dieser Lebensbereiche sowie die Rolle des Cluburlaubs als Strukturgeber für den Alltag zu analysieren und kritisch zu hinterfragen.
4.2.3. Reisen
"(...) Und daraufhin sind wir dann irgendwann nach ein paar Fehlversuchen, in Anführungszeichen es war nicht schlecht, aber irgendwann sind wir zu Robinson gekommen. Weil eben das Angebot wie sie schon sagte eben so vielseitig ist und was unsere Hobbys eben auch betrifft. Sport mit Leuten, bisschen erzählen, Gleichgesinnten Leuten vor allen Dingen, denn ich sag mal wer hier herfährt der treibt auch noch Sport. (...) Da hat man schon dadurch immer die gleichen Gesprächsthemen, das passt halt einfach zusammen. (...)"
"(...) Die Verführung ist da, das soweit zu behalten oder sagen wir mal, wieder einzurichten. (...) Das ist Lockeratmosphäre, das ist für uns ein wichtiger Grund, nicht irgendwas gezwungenes und trotzdem, ich sag mal auch, aufgepasst wird, von der Bekleidung hier nicht zu lässig zu sein nicht unbedingt mit ner Badehose am Abendbrotstisch zu sitzen oder sag ich jetzt mal krass, das ist natürlich auch sehr wichtig. Doch auch ein bisschen Ordnung beizubehalten. (...)"
„(...) Das ist locker, auch durch die größeren Tische ins Gespräch zu kommen. Manch einer traut sich sonst vielleicht nicht. Im Hotel ist es anonym, ist irgendwo jeder für sich und das ist hier eben nicht. (...) Man kommt automatisch ins Gespräch, ja, daß lässt sich gar nicht vermeiden. (...)“
1. Einleitung: Vorstellung der Forschungsabsicht, die Lebensbereiche Arbeit, Freizeit und Reisen anhand eines spezifischen Paarinterviews zu untersuchen.
2. Definitionen: Theoretische Abgrenzung der Begriffe Arbeit, Freizeit sowie Reisen bzw. Urlaub zur Vorbereitung der inhaltlichen Analyse.
3. Cluburlaub: Historischer Ursprung des Cluburlaubs und dessen Entwicklung zum modernen Markenartikel, der strukturierte Erlebniswelten anbietet.
3.1. Gästebefragung im Robinson Club Fleesensee: Erläuterung der Forschungsmethodik, Zielgruppe und der Durchführung der Gästebefragung im Robinson Club Fleesensee.
4. Paarinterview 5 - Kontinuitäten und Diskontinuitäten in Bezug auf Arbeit, Freizeit und Reisen: Zusammenfassung des Paarinterviews und detaillierte Untersuchung der inhaltlichen Schwerpunkte zum Forschungsthema.
4.1. Zusammenfassung: Soziodemographische Daten und allgemeine Lebensumstände der interviewten Personen.
4.2. Forschungsthema: Detaillierte hermeneutische Auswertung des Interviews hinsichtlich der Kontinuitäten und Diskontinuitäten in den Lebensbereichen.
4.2.1. Arbeit: Analyse des Arbeitsalltags sowie der Bedeutung von Arbeit als notwendiges Übel und identitätsstiftendes Merkmal für das Paar.
4.2.2. Freizeit: Untersuchung der Trennung von Arbeit und Freizeit, der Freizeitgestaltung und der erlebten Unzufriedenheit trotz hoher Organisation.
4.2.3. Reisen: Analyse der Motivstruktur für Reisen mit Robinson, der Bedeutung von Qualität, Sicherheit und Struktur für das Urlaubswohlbefinden.
5. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Reflexion über das durchstrukturierte Leben des Paares sowie das Fehlen echter Work-Life-Balance.
Arbeit, Freizeit, Reisen, Cluburlaub, Robinson Club, Lebensbereiche, Kontinuitäten, Diskontinuitäten, Paarinterview, Vertikale Hermeneutik, Alltag, Urlaubsgestaltung, Work-Life-Balance, Struktur, Soziodemographie
Die Arbeit analysiert die Lebensbereiche Arbeit, Freizeit und Reisen eines Paares und untersucht, wie diese Bereiche strukturiert sind und wie das Paar diese wahrnimmt.
Die zentralen Themen sind das Verhältnis zwischen beruflicher Belastung, Freizeitgestaltung, die Rolle des Urlaubs als Erholungsfaktor sowie das Streben nach Ordnung und Struktur.
Das Ziel ist es, Kontinuitäten und Diskontinuitäten in der Lebensgestaltung des Paares aufzuzeigen, um zu verstehen, warum sie trotz eines sehr strukturierten Lebens mit der Verteilung ihrer Lebensbereiche unzufrieden sind.
Die Arbeit nutzt die Methode der vertikalen Hermeneutik, um ein themenzentriertes Paarinterview inhaltlich tiefgehend auszuwerten und zu interpretieren.
Der Hauptteil widmet sich der detaillierten Auswertung der Aussagen zu den Bereichen Arbeit, Freizeit und Reisen sowie der Diskussion, inwieweit der Cluburlaub als "Gegenwelt" zum strukturierten Alltag fungiert.
Wichtige Begriffe sind Arbeit, Freizeit, Reisen, Cluburlaub, Struktur, Paarinterview und Work-Life-Balance.
Das Robinson-Konzept bietet dem Paar die von ihnen geschätzte hohe Qualität, Sicherheit, Ordnung und Struktur, welche ihnen hilft, schnell vom Alltag abzuschalten.
Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass das Paar zwar unzufrieden ist, aber keine echte Veränderung anstrebt, da sie ihre Freizeitgestaltung genauso straff organisieren wie ihren Arbeitsalltag und Kommunikation innerhalb der Familie vernachlässigen.
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