Magisterarbeit, 2008
61 Seiten, Note: 1,7
Didaktik für das Fach Deutsch - Deutsch als Fremdsprache, DaF
1 Einleitung
2 Die Beziehungen zwischen Deutschland und Japan
2.1 Geschichte
2.2 „Einseitige Liebe“
2.3 Fremdsprachenpolitik in Japan
3 Grundlagen der Stereotypenforschung
3.1 Zum Begriff des Stereotyps
3.2 Die sprachlichen Erscheinungsformen des Stereotyps
4 Recherche
4.1 Suchkriterien
4.2 Internet
4.2.1 Foren
4.2.2 Blogs
4.2.3 Vlogs
4.2.4 Witze-Sammlungen
4.3 Zur Methode
4.4 Suchmaschinen und Suchmasken
4.4.1 Deutsche Suchmaschinen und Suchmasken
4.4.2 Japanische Suchmaschinen und Suchmasken
5 Ergebnisse
5.1 Darstellung der Stereotype über die Japaner
5.1.1 „Die spinnen, die Japaner“
5.1.2 Freundlichkeit
5.1.3 Höflichkeit
5.1.4 „Die Japaner arbeiten sich zu Tode“
5.1.5 Gesamtübersicht der Stereotype über die Japaner
5.1.6 Ein anderes Stereotyp: „Sex in Japan“
5.2 Darstellung der Stereotype über die Deutschen
5.2.1 Ernsthaftigkeit
5.2.2 Genauigkeit
5.2.3 „Die Deutschen sind groß“
5.2.4 Fleiß
5.2.5 Gesamtübersicht der Stereotype über die Deutschen
5.2.6 Ein anderes Stereotyp: „Die Japaner und die Deutschen sind ähnlich“
6 Schluss
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, mittels einer fundierten Internet-Recherche die aktuell existierenden Nationalstereotype zwischen Japanern und Deutschen zu identifizieren und zu analysieren, um so einen Beitrag zum besseren interkulturellen Verständnis zu leisten.
Die spinnen, die Japaner
Für viele Europäer sind die Japaner ein doch gar seltsames Völkchen. Doch kaum glaubt man, durch Zeitungen, Internet und Radio-Berichte sich ein etwas besseres Bild der Inselgruppen-Bewohner verschafft zu haben, findet man in den unendlichen weiten des Netzes (naja, hauptsächlich auf youtube und Co.), sogleich wieder Beweise, dass diese Menschen vielleicht doch etwas anders ticken als wir. Ein paar Beweise dafür müssen an dieser Stelle einfach mal gezeigt werden.
Das bekannteste Videoportal Youtube und andere Anbieter bieten die neue Möglichkeit, Film- und Fernsehausschnitte, Musikvideos sowie selbstgedrehte Amateur-Videos auf der ganzen Welt zu sehen. Somit entdeckte auch dieser Autor des obigen Beitrags in den japanischen TV-Sendungen im Netz eine (für ihn) neue Seite der Japaner. Mit dem ersten Satz „Für viele Europäer sind die Japaner ein doch gar seltsames Völkchen“ schilderte der Autor „die Japaner sind ganz anders als wir“. Wie der Titel schon sagte, folgte daraus „die Japaner sind ganz anders als wir, und zwar die spinnen“. Die Videos von den japanischen TV-Sendungen sind Beweise dafür.
1 Einleitung: Die Einleitung thematisiert die Bedeutung interkultureller Kommunikation und stellt die Forschungsfrage nach den gegenseitigen Stereotypen zwischen Deutschen und Japanern.
2 Die Beziehungen zwischen Deutschland und Japan: Dieses Kapitel skizziert die historischen Kontakte und das aktuelle Fremdspracheninteresse in Japan.
3 Grundlagen der Stereotypenforschung: Es werden theoretische Definitionen des Stereotyps und deren linguistische Erscheinungsformen dargelegt.
4 Recherche: Dieses methodische Kapitel beschreibt detailliert die Vorgehensweise bei der Internetsuche sowie die genutzten Suchmaschinen und -masken.
5 Ergebnisse: Hier werden die identifizierten Stereotype sowohl über Japaner als auch über Deutsche systematisch ausgewertet und präsentiert.
6 Schluss: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und reflektiert die Rolle des Internets in der Stereotypenbildung.
Interkulturelle Kommunikation, Nationalstereotype, Internet-Recherche, Stereotypenforschung, Japan, Deutschland, Computervermittelte Kommunikation, Vorurteil, Fremdbild, Autostereotyp, Heterostereotyp, Volkscharakter, Globalisierung.
Die Arbeit untersucht, welche Nationalstereotype Deutsche und Japaner voneinander haben und wie diese im Internet mittels gezielter Suchmaschinenrecherche identifiziert werden können.
Zentrale Themen sind die deutsch-japanische Beziehungsgeschichte, die theoretischen Grundlagen der Stereotypenforschung und die Rolle der computervermittelten Kommunikation.
Ziel ist es, aktuelle Stereotype in internetbasierten Foren und Blogs zu finden, diese zu kategorisieren und ihre Funktion sowie deren Verbreitung zu analysieren.
Die Autorin verwendet eine qualitative Inhaltsanalyse von Internetquellen, gestützt durch eine systematische Recherche mit verschiedenen Suchmaschinen und festgelegten Suchmasken.
Der Hauptteil präsentiert die Ergebnisse der Internet-Recherche: Stereotype über Japaner (z.B. "Verrücktheit", "Fleiß") und über Deutsche (z.B. "Ernsthaftigkeit", "Genauigkeit") sowie eine methodische Dokumentation.
Schlüsselbegriffe sind Interkulturelle Kommunikation, Stereotypisierung, computervermittelte Kommunikation und Nationalstereotype.
Laut Autorin bietet das Internet durch seine Anonymität spontanere Kommunikationsformen, die besonders gut für die Erfassung von Stereotypen geeignet sind.
Analysiert wird das häufige Klischee, dass Japaner "verrückt" seien, welches oft in Bezug auf japanische TV-Spielshows und Werbevideos geäußert wird.
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