Bachelorarbeit, 2013
35 Seiten, Note: Sehr Gut
1 Einführung
2 Definitionen und Begriffserklärung
2.1 Definition des Begriffs Zeit
2.2 Definition eines Konfliktes
2.3 Arten von Konflikten
2.3.1 Intrapersonale und Interpersonale Konflikte
2.3.2 Identitätskonflikte
2.3.3 Heiße und kalte Konflikte
2.3.4 Latente und offene Konflikte
2.3.5 Schematische Darstellung der Konfliktarten:
2.4 Einführung eines einfachen Phasenmodells
2.4.1 Phase 1
2.4.2 Phase 2
2.4.3 Phase 3
2.4.4 Phase 4
2.4.5 Die Lösung
2.4.6 Der Kalte Konflikt
2.4.7 Der Konflikt bleibt bestehen
2.4.8 der Konflikt „verschwindet“
2.4.9 Versuch der Grafischen Darstellung von Konfliktverläufen
3 Zeit in Bezug auf Konfliktlösungsmodelle der Fachliteratur
3.1 Eskalationsstufenmodell nach Glasl
3.1.1 Beschreibung der einzelnen Eskalationsstufen
3.1.2 Phase 1: Verhärtung
3.1.3 Phase 2: Debatte und Polemik
3.1.4 Phase 3: Taten statt Worte
3.1.5 Phase 4: Images und Koalition
3.1.6 Phase 5: Gesichtsangriff und Gesichtsverlust
3.1.7 Phase 6: Drohstrategie und Erpressung
3.1.8 Phase 7: Begrenzte Vernichtungsschläge
3.1.9 Phase 8: Die Zerstörung des Feindes
3.1.10 Phase 9: Gemeinsam in den Abgrund
3.1.11 Zusammenfassung des Eskalationsmodells
3.2 Die 3 Konflikt-Regler
3.2.1 Der Zeitfaktor im Regler Respekt
3.2.2 Der Zeitfaktor beim Raumregler
3.2.3 Der Zeitfaktor im Richtungsregler
3.2.4 Sicht des Autors zu den 3 Konflikt-Reglern
4 Zusammenfassung
Diese Arbeit untersucht die bisher vernachlässigte Rolle des Faktors Zeit im Konfliktmanagement. Das Ziel ist es, ein Verständnis dafür zu entwickeln, wie zeitliche Verläufe Konflikte beeinflussen und zu welchem Zeitpunkt Interventionen sinnvoll oder abzuwarten sind, da Zeit im Kontext von Konflikten weniger als physikalische Größe, sondern als strategischer Faktor für das Eingreifen verstanden werden muss.
3.1.2 Phase 1: Verhärtung
In dieser Stufe kommen Meinungsverschiedenheiten zum Tragen. Es gibt immer mehr Unstimmigkeiten zwischen den Konfliktpartnern. Als Lösung bringt Glasl in seinem Modell beispielsweise den Eingriff von außen (beispielsweise wenn das Management die Richtung vorgibt und damit die Konfliktparteien überstimmt), aber auch alternative Ansätze wie beispielsweise eine Klausur zwischen den Konfliktpartnern um das Thema ausgiebig zu behandeln und eine Lösung für alle zu generieren.14
Fallbeispiel1
In einem Software Projekt herrscht zwischen den einzelnen Entwicklern Uneinigkeit bezüglich der zu Verwendeten Technologie. Die einen präferieren eine Lösung auf Java Basis da dies Plattformunabhängig ist und die anderen wollen die Software in C++ programmieren da sie dann ohnedies auf andre Systeme portiert werden kann. Anfangs lässt der Projektmanager die beiden rivalisierenden Gruppen miteinander Diskutieren und hört sich bereitwillig beide Seiten an. Doch schnell ist abzusehen, dass die beiden Gruppen auf keine gemeinsame Lösung kommen werden, und dass die Fronten sich mehr und mehr verhärten.
Zeitfaktor in Fallbeispiel 1
Für unser Fallbeispiel 1 würde man dann beispielsweise folgenden Ansatz verfolgen: Man gibt den Parteien kurz Zeit sich auf einen gemeinsamen Weg zu einigen (beispielsweise in einer Abteilungssitzung oder einer offenen Diskussion einer Projektbesprechungsrunde). Kommen die Parteien jedoch innerhalb dieser kurzen Zeitspanne auf kein Ergebnis, so wird das Management (in unserem Beispiel der Projektleiter) diese treffen müssen, um die rechtzeitige Fertigstellung zu gewährleisten. In letzterem Fall werden die Mitarbeiter sich erfahrungsgemäß missmutig dem Diktat von oben beugen und den Plan umsetzen.
1 Einführung: Die Einleitung erläutert die zunehmende Relevanz des Konfliktmanagements in einer hektischen Zeit und stellt die Forschungsfrage nach dem Einfluss des Zeitfaktors auf Konfliktverläufe.
2 Definitionen und Begriffserklärung: In diesem Kapitel werden die Kernbegriffe Zeit und Konflikt definiert sowie verschiedene Konfliktarten und ein erstes selbst entwickeltes Phasenmodell zur Konfliktentwicklung vorgestellt.
3 Zeit in Bezug auf Konfliktlösungsmodelle der Fachliteratur: Dieser Hauptteil analysiert bestehende Modelle wie das Eskalationsstufenmodell nach Glasl und das 3-Konflikt-Regler-Modell von Wekerle hinsichtlich ihrer zeitlichen Implikationen.
4 Zusammenfassung: Die Arbeit schließt mit einer Synthese der Ergebnisse, wobei betont wird, dass Zeit im Konfliktmanagement primär als Gespür für den richtigen Interventionszeitpunkt zu verstehen ist.
Konflikt, Konfliktmanagement, Zeit, Konfliktlösung, Eskalationsmodell, Zeitfaktor, Intervention, Glasl, Wekerle, Phasenmodell, Kommunikation, Konfliktanalyse, Zeitspanne, Respekt, Raumregler
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Rolle der Zeit im Konfliktmanagement. Sie untersucht, wie der Zeitfaktor – verstanden als der richtige Zeitpunkt für Interventionen – den Verlauf und die Lösung von Konflikten beeinflusst.
Die zentralen Themen sind die theoretische Definition von Konflikten, die Analyse von Eskalationsprozessen sowie die Untersuchung von Methoden des Konfliktmanagements aus der Literatur unter dem speziellen Fokus des Zeitfaktors.
Das Ziel ist zu ergründen, ob und wie der Zeitfaktor in Konfliktlösungsmodellen eine Rolle spielt und wie Berater ein Gespür für den optimalen Zeitpunkt zum Eingreifen in eskalierende Konflikte entwickeln können.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse bestehender Modelle und verknüpft diese mit eigenen theoretischen Überlegungen, Phasenmodellen und praxisnahen Fallbeispielen zur Veranschaulichung der zeitlichen Komponente.
Im Hauptteil werden das Eskalationsstufenmodell nach Friedrich Glasl und die 3 Konflikt-Regler von Michael Wekerle detailliert analysiert und hinsichtlich ihrer zeitlichen Dimensionen bewertet.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Konfliktmanagement, Eskalationsmodell, Zeitfaktor, Intervention und Konfliktanalyse charakterisiert.
Bei heißen Konflikten ist schnelles Handeln oder Coaching oft effektiv, während kalte Konflikte meist in einem Rückzug der Parteien münden, bei denen klassische Interventionsmethoden oft versagen.
In diesen späten Phasen der Eskalation ist der Konflikt so weit fortgeschritten, dass die Zerstörung des Gegners im Vordergrund steht, wodurch eine konstruktive Lösung oder ein zeitlich optimierter Eingriff kaum noch möglich ist.
Das Modell legt nahe, dass Konfliktlösung ein sorgfältiger, langwieriger Prozess des Ausbalancierens ist, wobei Zeit weniger als Messwert, sondern als notwendiger Raum für die Reflexion und Anpassung der Regler Respekt, Richtung und Raum dient.
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