Masterarbeit, 2012
83 Seiten, Note: 2,3
1.Einleitung
2.Grundlagen
2.1.Der Bankbegriff
2.2.Die Bankensysteme
2.3.Die Diskussion
3.Effizienz von Bankensystemen
3.1.Diskussion
3.2.Empirische Analyse
4.Profitabilität von Bankensystemen
4.1.Diskussion
4.2.Empirische Analyse
5.Stabilität von Bankensystemen
5.1.Diskussion
5.2.Empirische Analyse
6.Fazit
Die Arbeit verfolgt das Ziel, Universalbanken und Trennbanken in einem wissenschaftlichen Vergleich gegenüberzustellen und ihre jeweilige Vorteilhaftigkeit hinsichtlich gesamtwirtschaftlicher Effizienz, einzelwirtschaftlicher Profitabilität sowie Systemstabilität empirisch zu untersuchen.
2.1.Der Bankbegriff
Um Unternehmen eindeutig als Banken oder Nichtbanken identifizieren zu können, wird im Gesetz eine ausführliche Definition des Kreditinstituts vorgegeben. So gelten in Deutschland Unternehmen als Kreditinstitute, wenn Sie „Bankgeschäfte gewerbsmäßig oder in einem Umfang betreiben, der einen in kaufmännischer Weise eingerichteten Geschäftsbetrieb erfordert.“ Eine möglichst präzise juristische Definition ist erforderlich, da für Banken deutlich strengere regulatorische Vorschriften gelten als für Nichtbanken. Der hohe Regulierungsbedarf resultiert aus der besonderen Stellung, die Banken innerhalb einer Volkswirtschaft einnehmen. Um dies zu verdeutlichen ist es für den weiteren Verlauf dieser Arbeit zunächst einmal notwendig, den Bankbegriff aus der ökonomischen Perspektive heraus zu bestimmen. Einzelwirtschaftlich oder betriebswirtschaftlich gesehen, sind Banken Dienstleistungsgewerbe, die Geld- und Kapitaleinlagen, Finanzierungen, Zahlungsabwicklungen und andere Finanzdienstleistungen anbieten. Nimmt man zusätzlich noch mögliche Eigengeschäfte der Banken hinzu, können mit dieser Definition alle Banktätigkeiten vollständig erfasst werden. In einer Volkswirtschaft ist es die Hauptaufgabe einer Bank, als Finanzintermediär zwischen Kapitalgebern und Kapitalnehmern an den Finanzmärkten zu vermitteln. Die beiden Akteure könnten ihre Geschäftsbeziehung zwar auch unmittelbar ohne einen Finanzintermediär führen, jedoch bringt die Vermittlung durch ein Kreditinstituten mehrere Vorteile mit sich.
Bei einer Transaktion zwischen Kapitalnehmer und Kapitalgeber besteht zumeist eine asymmetrische Informationsverteilung. So kann man davon ausgehen, dass der Kapitalnehmer über bessere Informationen bezüglich seiner zukünftigen Zahlungsfähigkeit verfügt als der Kapitalgeber. Da der Kapitalgeber ein natürliches Interesse an der Rückzahlung seines Kapitals inklusive eines angemessenen Zinses hat, versucht er den Informationsvorsprung durch eigene Recherche auszugleichen.
1.Einleitung: Vorstellung des internationalen Bankensektors und Definition des wissenschaftlichen Vergleichs von Universal- und Trennbankensystemen anhand von Effizienz, Profitabilität und Stabilität.
2.Grundlagen: Definition der Begriffe Bank und Bankensystem sowie Darstellung der zentralen Diskussion um die Vor- und Nachteile von Universal- gegenüber Trennbanken.
3.Effizienz von Bankensystemen: Theoretische Auseinandersetzung mit gesamtwirtschaftlicher Effizienz und empirische Analyse der Bankendichte sowie des Lerner-Index zur Messung der Wettbewerbsintensität.
4.Profitabilität von Bankensystemen: Diskussion betriebswirtschaftlicher Ertragsfaktoren und empirische Untersuchung der Profitabilität mittels Eigenkapitalrendite, Gesamtkapitalrendite und anderer Indikatoren.
5.Stabilität von Bankensystemen: Erörterung der systemischen Risiken und der staatlichen Eingriffe, ergänzt durch eine empirische Stabilitätsanalyse unter Verwendung des Z-Index.
6.Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse, bei der Universalbanken Vorteile in Effizienz und Profitabilität zeigen, während die Unterschiede in der Stabilität gering ausfallen.
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Die Arbeit untersucht den wissenschaftlichen Vergleich zwischen Universal- und Trennbankensystemen und bewertet deren Leistungsfähigkeit in verschiedenen ökonomischen Kriterien.
Die Untersuchung konzentriert sich auf die gesamtwirtschaftliche Effizienz, die einzelwirtschaftliche Profitabilität sowie die Systemstabilität der betrachteten Bankensysteme.
Das Hauptziel ist die empirische Analyse, ob ein Universal- oder ein Trennbankensystem für eine Volkswirtschaft vorteilhafter ist, basierend auf Daten aus dem Zeitraum 2000 bis 2008.
Es wird eine empirische Analyse durchgeführt, die verschiedene Kennzahlen wie den Lerner-Index, die Eigenkapitalrendite, die Gesamtkapitalrendite und den Z-Index zur Auswertung der Performance nutzt.
Der Hauptteil gliedert sich in drei große Kriterienblöcke: Effizienz, Profitabilität und Stabilität, wobei jeweils eine theoretische Diskussion durch eine empirische Analyse unterfüttert wird.
Wichtige Begriffe sind Universalbank, Trennbank, Finanzintermediär, Leverage-Effekt, Marktmacht, Systemstabilität und verschiedene Kennzahlen zur Bankenleistung.
Es wird als Argument diskutiert, das vor allem Universalbanken aufgrund ihrer Größe und Vernetzung betrifft und Anreize zu Moral Hazard schaffen kann.
Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Universalbanken bei der Gesamtkapitalrendite und der Mitarbeiterprofitabilität Vorteile gegenüber den Trennbankensystemen aufweisen.
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