Bachelorarbeit, 2012
54 Seiten, Note: 1,3
1 EINLEITUNG
2 STREETHANDBALL
2.1 Entstehung
2.2 Philosophie
2.3 Spiel
2.4 Ausrüstung
3 TRENDSPORT
3.1 Begriffsdiskussion und Forschungsstand
3.1.1 Trend
3.1.2 Sport
3.1.3 Definition von Trendsport
3.2 Entwicklung von Trendsportarten
3.3 Trends im Sport
3.3.1 Informalisierung des Sporttreibens
3.3.2 Entnormierung des Sports
3.3.3 Erlebnisorientierung
3.4 Merkmale von Trendsportarten
3.5 Zusammenfassung
4 DIE DISKUSSION ÜBER TRENDSPORT IM SCHULSPORT
4.1 Fachdidaktische Stellungsnahmen
4.2 Argumente für eine Integration von Trendsportarten
4.2.1 Motivation und Interesse der Schüler
4.2.2 Beitrag zu mehr Lebensnähe
4.2.3 Anleitung zur reflexiven Handlungskompetenz im Sport
4.2.4 Chancengleicher Zugang
4.3 Argumente gegen Trendsport
4.3.1 Fehlende räumliche, zeitliche und organisatorische Voraussetzungen
4.3.2 Gefahr der Verschulung
4.3.3 Maßlosigkeit, Übersteigerung und Einseitigkeit
4.3.4 Fehlende Qualifikation der Lehrkräfte
4.3.5 Kurzlebigkeit
4.3.6 Sicherheitsbedenken
4.4 Welche Trendsportarten kommen für die Schule in Frage?
4.5 Zusammenfassung
5 PROBLEMSTELLUNG
5.1 Streethandball als Trendsport
5.1.1 Anwendung des Modells nach Lamprecht und Stamm
5.1.2 Anwendung Merkmale nach Laßleben
5.2 Streethandball in der Schule
5.2.1 Rahmenbedingungen
5.2.2 Personelle Voraussetzungen
5.2.3 Didaktische Negationskriterien
5.2.4 Didaktisch-methodische Überlegungen
5.2.5 Pädagogische Bewertung
5.3 Fazit
6 UNTERSUCHUNGSDESIGN
6.1 Fragebogen
6.2 Durchführung
6.3 Darstellung und Interpretation der Ergebnisse
6.3.1 Soziodemographische Merkmale
6.3.2 Bekanntheitsgrad von Streethandball
6.3.3 Einstellung gegenüber Streethandball aus Sicht der Lehrer/innen
6.3.4 Merkmale einer Trendsportart
6.3.5 Streethandball als Trendsportart
6.3.6 Eignung von Streethandball für die Schule
6.3.7 Umsetzung von Streethandball in der Schule
6.4 Zusammenfassung der Ergebnisse
7 FAZIT
Die Arbeit untersucht, ob die Sportart Streethandball als Trendsportart klassifiziert werden kann und inwiefern sie sich als inhaltliche Ergänzung oder Erweiterung für den Schulsport eignet. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, ob Streethandball aufgrund seiner spezifischen Eigenschaften und des Interesses der Zielgruppe eine sinnvolle und praktikable Bereicherung für den modernen Sportunterricht darstellt.
2.1 Entstehung
Das Handballspiel hat in Dänemark und Deutschland eine lange Tradition und hat sich zu einer weltweit beliebten Sportart entwickelt. Der Handballsport hat aber auch mit strukturellen Problemen (vgl. u.a. Digel, 1993; König & Zentgraf, 1999) und gesellschaftlichen Veränderungen (vgl. u.a. Kuhlmann, 1996; Burrmann & Baur, 2004; Opper, 2009; Cosler et al., 2003) zu kämpfen, die auch in Dänemark nach neuen Ideen und Konzepten verlangten.
Im Jahre 2008 entwickelten die ehemaligen dänischen Handballspieler Lasse Boesen, Ole Bruun Andersen und Torben Sørensen ein neues Spiel, das fester Bestandteil im Schulsport werden sollte, um so die Popularität des Handballsports zu erhöhen. Die Idee des Streethandball war geboren. Es verging ein halbes Jahr, ehe in Kooperation mit der Firma Select ein Ball entwickelt und produziert wurde, der den Anforderungen und der Philosophie des Spiels entsprach.
Es folgte die Gründung der Street Handball Organisation (SHO) und durch die Kooperation mit dem Dänischen Handballverband (DHF) konnte sich das Spiel in den nächsten Jahren rasch verbreiten. Im Dezember 2011 wurde die GOALCHATM GmbH von Lasse Boesen, Ole Bruun Andersen und Torben Sørensen sowie Stefan Kretzschmar und Ciz Schönberger in Deutschland gegründet. Die Aufgabe der GmbH ist die Verbreitung von Streethandball in den deutschsprachigen Ländern.
1 EINLEITUNG: Einführung in die Thematik Streethandball und Darstellung der Zielsetzung der Arbeit sowie des methodischen Vorgehens.
2 STREETHANDBALL: Beschreibung der Entstehung, der Spielphilosophie, der spezifischen Spielregeln sowie der benötigten Ausrüstung der Sportart.
3 TRENDSPORT: Theoretische Auseinandersetzung mit den Begriffen Trend und Trendsport, inklusive der Darstellung relevanter Entwicklungsmodelle und Merkmale.
4 DIE DISKUSSION ÜBER TRENDSPORT IM SCHULSPORT: Zusammenfassung fachdidaktischer Debatten über die Integration innovativer Sportarten unter Berücksichtigung von Pro- und Contra-Argumenten.
5 PROBLEMSTELLUNG: Anwendung theoretischer Modelle und Kriterien zur Analyse von Streethandball auf seine Eignung als Trendsportart und als Schulsportinhalt.
6 UNTERSUCHUNGSDESIGN: Detaillierte Beschreibung der empirischen Studie, inklusive Methodik, Teilnehmerkreis und Darstellung der erzielten Ergebnisse.
7 FAZIT: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse sowie kritische Reflektion über die Möglichkeiten zur Etablierung von Streethandball an deutschen Schulen.
Streethandball, Trendsport, Schulsport, Sportdidaktik, Handball, Bewegungsformen, Sportunterricht, Schülermotivation, Phasenmodell, Sportentwicklung, empirische Untersuchung, Innovation, Sportorganisation, Freizeit, Sportspiel.
Die Arbeit untersucht, ob Streethandball als Trendsportart definiert werden kann und ob diese Sportart für den Einsatz im schulischen Sportunterricht geeignet ist.
Die Themenfelder umfassen die Definition und Entwicklung von Trendsportarten, die fachdidaktische Diskussion über Trendsport im Schulsport sowie eine empirische Analyse der Einstellungen von Lehrern und Schülern.
Die Forschungsfrage lautet: "Streethandball – ein neue Trendsportart für die Schule?", wobei der Fokus auf der Klassifizierung als Trendsport und der Eignung als Schulsportinhalt liegt.
Neben einer theoretischen Analyse basierend auf Modellen (z.B. nach Lamprecht/Stamm und Laßleben) führt der Autor eine empirische, schriftliche Befragung bei Schülern und Sportlehrern durch.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung zum Trendsport, die fachdidaktische Argumentationsanalyse sowie eine detaillierte Prüfung von Streethandball anhand spezifischer Kriterienkataloge.
Wichtige Begriffe sind Streethandball, Trendsport, Sportdidaktik, Schulsport, Sportentwicklung und sportliche Motivation.
Basierend auf dem Phasenmodell von Lamprecht und Stamm zeigt sich, dass Streethandball nicht aus einer eigenständigen Subkultur entstand, sondern frühzeitig die Zusammenarbeit mit Verbänden und Sponsoren suchte.
Es zeigt sich eine deutliche Diskrepanz zwischen dem Wunsch der Schüler nach der Sportart und dem tatsächlichen, bisher geringen Angebot durch die Lehrkräfte, wobei letztere der Sportart jedoch grundsätzlich positiv gegenüberstehen.
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