Bachelorarbeit, 2010
91 Seiten, Note: 1,8
I Einführung in das Thema
1 Einleitung
1.1 Problemdarstellung und Zielsetzung
1.2 Forschungslage und Forschungsdefizite
1.3 Aufbau der Arbeit und Forschungsdesign
2 Methodische Vorgehensweise
2.1 Literatur- und Webanalyse
2.2 Empirische Marktanalyse
2.3 Qualitative Befragung
II Theoretischer Bezugsrahmen
3 Volunteer Tourismus – allgemeine Grundlagen
3.1 Terminologische Abgrenzung
3.1.1 Terminus „Volunteer“ bzw. „Volunteering“
3.1.2 Terminus „Volunteer Tourismus“
3.2 Historie von Volunteering in Deutschland und Großbritannien
3.2.1 Volunteering in Deutschland
3.2.2 Volunteering in Großbritannien
3.3 Einordnung des Volunteer Tourismus auf dem Tourismusmarkt
4 Die deutsche Reisemarkt und Großbritannien als Benchmark
4.1 Die Struktur des Reisemarktes in Deutschland
4.2 Großbritannien als Benchmark – was bedeutet das?
III Empirische Analyse
5 Aufbau der Analyse und Zielsetzung der qualitativen Befragung
6 Volunteer Tourismus – ein touristisches Produkt und sein Markt in Deutschland mit Großbritannien als Benchmark
6.1 Status Quo der Anbieter von Volunteer Reisen auf dem deutschen Reisemarkt
6.1.1 Reiseveranstalter für Bildungs- und Studienreisen
6.1.2 Reiseveranstalter für nachhaltige Individual- und Abenteuerreisen
6.1.3 Großveranstalter
6.1.4 Zweigfilialen aus dem angelsächsischen Reisemarkt
6.2 Aufbau und Charakteristik von Volunteer Reisen
7 Großbritannien als Benchmark
8 Mögliche Maßnahmen und Handlungsstrategien für den deutschen Reisemarkt
8.1 SWOT-Analyse des Volunteer Tourismus in Deutschland
8.2 Mögliche Maßnahmen und Handlungsstrategien
IIII Abschlussbetrachtung
9 Zukünftige Entwicklung des Volunteer Tourismus
10 Kritische Auseinandersetzung mit dem Nischenprodukt Volunteer Tourismus
11 Ergebnisdiskussion und Fazit
Das Hauptziel dieser Bachelorarbeit ist die Marktanalyse des Volunteer Tourismus im deutschen Reisemarkt. Es soll untersucht werden, welchen Stellenwert diese neue Tourismusform einnimmt, wie sie organisiert ist und welche Potenziale sie bietet. Durch den Vergleich mit dem britischen Markt als Benchmark werden zudem Handlungsstrategien abgeleitet, um dieses Nischensegment in Deutschland weiterzuentwickeln.
3.1.1 Terminus „Volunteer“ bzw. „Volunteering“
Volunteer bzw. Volunteering kommt aus der englischen Sprache und kann simpel mit Freiwillige/-r bzw. Freiwilligenarbeit ins Deutsche übersetzt werden. Dennoch gibt es zahlreiche, unterschiedliche Arten in der Literatur, die diesen Begriff näher definieren. Eine sehr einfache Definition, welche dennoch drei sehr wichtige Elemente benennt, stammt aus Großbritannien:
“The traditional definitions of volunteering have focused on three elements: the gift of time; the element of free choice; and the lack of payment“ (HEDLEY/SMITH 1992, S. 6).
Auf der Weltkonferenz in Paris wurde 1990 von der Weltorganisation International Association of Volunteer Effort (IAVE) folgende nationenübergreifende Definition entwickelt und zeigt, dass der Begriff bereits seit ca. 20 Jahren in öffentlichen Diskussionen auftaucht:
„(a) Freiwilliges Engagement basiert auf persönlicher Motivation und Wahlmöglichkeiten. Es entsteht aus freiem Willen, mit eigener Entscheidung und ist ein Weg zur bürgerschaftlichen Beteiligung im Gemeinwesen. Freiwilliges und bürgerschaftliches Engagement findet in Form von Aktivitäten einzelner oder in Gruppen statt und wird in der Regel im Rahmen einer Organisation ausgeübt. (b) Durch die Förderung von Volunteer-Engagement werden zwischenmenschliche Solidarität und alltägliche Lebensqualität als Humanvermögen erhöht. (c) Im Streben nach einer besseren und Frieden liebenden Welt gibt freiwilliges und bürgerschaftliches Engagement Antworten auf große Herausforderungen unserer Zeit. Es kann zur wissenschaftlichen Belegung beitragen und sogar neue Berufsprofile (Professionen) schaffen“ (PAULWITZ 1996, S. 13).
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik des Volunteer Tourismus ein, stellt die Problemstellung sowie die Forschungsziele dar und erläutert den Aufbau der Arbeit.
2 Methodische Vorgehensweise: Hier werden die wissenschaftlichen Methoden definiert, insbesondere die Literatur- und Webanalyse sowie der Einsatz von leitfadengestützten Experteninterviews.
3 Volunteer Tourismus – allgemeine Grundlagen: Es erfolgt die terminologische Abgrenzung der Begriffe sowie ein historischer Aufriss der Entwicklung des Volunteerings in Deutschland und Großbritannien.
4 Die deutsche Reisemarkt und Großbritannien als Benchmark: Dieses Kapitel analysiert die Struktur des deutschen Reisemarktes und definiert die methodische Rolle Großbritanniens als Benchmark.
5 Aufbau der Analyse und Zielsetzung der qualitativen Befragung: Hier wird das methodische Vorgehen für die empirische Untersuchung festgelegt und der Gesprächsleitfaden für die Experteninterviews vorgestellt.
6 Volunteer Tourismus – ein touristisches Produkt und sein Markt in Deutschland mit Großbritannien als Benchmark: Dieses Kapitel liefert den Status Quo der Anbieter auf dem deutschen Markt und analysiert den inhaltlichen Aufbau der Volunteer-Reisen.
7 Großbritannien als Benchmark: Eine detaillierte Betrachtung des britischen Marktes dient als Vergleichsbasis, um Erfolgsfaktoren und Trends für Deutschland zu identifizieren.
8 Mögliche Maßnahmen und Handlungsstrategien für den deutschen Reisemarkt: Auf Basis einer SWOT-Analyse werden konkrete Strategien entwickelt, um das Nischenprodukt Volunteer Tourismus in Deutschland zu stärken.
9 Zukünftige Entwicklung des Volunteer Tourismus: Dieses Kapitel beleuchtet das Potenzial des Volunteer Tourismus unter Berücksichtigung soziologischer Trends wie dem "Gap Year".
10 Kritische Auseinandersetzung mit dem Nischenprodukt Volunteer Tourismus: Eine kritische Reflexion des Themas hinsichtlich Kommerzialisierung und der tatsächlichen Wirksamkeit für lokale Projekte.
11 Ergebnisdiskussion und Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der Erkenntnisse und einer abschließenden Bewertung des Nischensegments auf dem deutschen Markt.
Volunteer Tourismus, Volunteering, Marktanalyse, Deutschland, Großbritannien, Benchmark, Reiseveranstalter, Freiwilligenarbeit, Nischenprodukt, Tourismuswirtschaft, Sozialprojekt, Nachhaltigkeit, Experteninterviews, Gap Year, Handlungsstrategien
Die Arbeit untersucht den Stellenwert des Volunteer Tourismus als Nischensegment auf dem deutschen Reisemarkt und entwickelt Strategien zu dessen Weiterentwicklung.
Zu den zentralen Themen gehören die terminologische Definition, die historische Entwicklung des Freiwilligendienstes, die Analyse aktueller Angebote auf dem deutschen Markt und ein Benchmarking mit Großbritannien.
Das Hauptziel ist es, den Status Quo des Volunteer Tourismus in Deutschland zu ermitteln und unter Rückgriff auf die fortgeschrittenen Strukturen des britischen Marktes Handlungsoptionen für deutsche Anbieter zu formulieren.
Die Autorin nutzt einen methodischen Mix: eine systematische Literatur- und Webanalyse, eine empirische Marktanalyse der deutschen Anbieter sowie qualitative Experteninterviews.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung, eine empirische Angebotsanalyse deutscher Reiseveranstalter, einen Vergleich mit dem britischen Vorbild und eine SWOT-Analyse zur Ableitung von Handlungsstrategien.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Volunteer Tourismus, Marktanalyse, Benchmark, Freiwilligenarbeit, Tourismuswirtschaft und Strategieentwicklung beschreiben.
In Großbritannien ist das Volunteering historisch tief verwurzelt und politisch integriert, während der deutsche Markt noch in den Kinderschuhen steckt und eher durch ein "institutionelles" Verständnis von Entwicklungshilfe geprägt ist.
Die Autorin diskutiert, dass durch eine zu starke Gewinnmaximierung der Reiseveranstalter die Gefahr besteht, dass der ursprüngliche soziale Nachhaltigkeitsgedanke zugunsten touristischer Entertainment-Aspekte in den Hintergrund rückt.
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