Magisterarbeit, 2012
97 Seiten, Note: 2,00
1. Vorwort
2. Einleitung
3. Zur Vorgehensweise der Statistischen Erhebung
3.1. Sample
3.2. Methodik
4. Selbst- und Fremdwahrnehmung der Absolvent_innen für Europäische Ethnologie
5. Von der "Uni" in den Arbeitsmarkt
6. Beschäftigungsmöglichkeiten für Absolvent_innen der Europäischen Ethnologie
7. Geschlechtsspezifische Berufs- und Karriereverläufe
8. Fazit und Abschließende Betrachtungen
9. Literatur- und Abbildungsverzeichnis
9.1. Literaturverzeichnis
9.1.1. Literatur
9.1.2. Weiterführende Literatur
9.1.3. Internet
9.2. Abbildungsverzeichnis
9.2.1. Tabellenverzeichnis
9.2.2. Verzeichnis aller aufgeführten Diagramme
10. Die Ergebnisse der Erhebung
Die Arbeit untersucht das Selbstbild sowie die tatsächlichen Berufsverläufe von Absolventinnen und Absolventen der Europäischen Ethnologie. Ziel ist es, die Diskrepanz zwischen der akademischen Ausbildung und der beruflichen Realität am Arbeitsmarkt zu analysieren, um Orientierungshilfen für Studierende zu geben und die Relevanz geisteswissenschaftlicher Kompetenzen aufzuzeigen.
Selbst- und Fremdwahrnehmung der Absolvent_innen für Europäische Ethnologie
Das Bild vom „weltfremden Studenten“, der sich in seiner „Studierstube“ verkriecht und von der Welt um sich herum nicht sehr viel mitbekommt, trifft wohl auf kaum eine andere Studienrichtung so wenig zu wie auf die der Europäischen Ethnologie; beschäftigt sich diese doch nicht mit irgendwelchen abstrakten chemischen Formeln oder den Spitzenprodukten der so genannten „Hochkultur“; als vielmehr mit dem Leben und Alltag breitester Bevölkerungskreise und deren sich in vielfältiger Weise manifestierenden kultureller Produktion. Dadurch unterscheidet sich die Volkskunde nicht nur von der sich seit jeher mehr für die kulturellen Erzeugnisse einer kleinen gesellschaftlichen Elite interessierenden Kunstgeschichte, sondern auch von allen anderen Kultur- und Geisteswissenschaften, die kulturelle Phänomene primär mit einem Blick „von oben“ beurteilen. Die Volkskunde wird damit nicht umsonst häufig auch als jene Disziplin, die das „außergewöhnlich Normale“ thematisiert und somit sonst kaum hinterfragte Bereiche unseres Lebens zu ihrem Gegenstand macht, bezeichnet.
Eine Bezeichnung, der im Übrigen auch gut 43% der von uns befragten Absolvent_innen so ohne Weiteres zustimmen würden. Übertroffen wird diese „Selbstbeschreibung“ der Volkskunde als einer Disziplin, die sich dem Leben und Alltag breitester Bevölkerungskreise verpflichtet fühlt, nur noch von jenen gut 46% der Befragten, die den eher historisch-komparativen Ansatz in den Vordergrund rücken würden. Hier wird aber auch die lange Zeit vorherrschende sehr stark „traditionelle Ausrichtung“ des Innsbrucker Instituts für Volkskunde/Europäische Ethnologie deutlich. Es fällt auf, dass in Innsbruck wie auch an anderen Instituten, in denen der Beschäftigung mit historischen „Quellen“ und „Themen“ in der Vergangenheit ein breiter Raum im Studium eingeräumt wurde, das „Museum“ als eines der möglichen Betätigungsfelder für Absolvent_innen der Europäischen Ethnologie angegeben wird, während es die Absolvent_innen der so genannten „Reforminstitute“, womit hier vor allem jene in Marburg, Frankfurt, Berlin und Tübingen gemeint sind, viel eher in andere Tätigkeitsbereiche wie die Erwachsenenbildung oder den Journalismus zieht.
1. Vorwort: Der Autor erläutert seine persönliche Motivation für die Themenwahl, bedingt durch die Skepsis seines Umfelds gegenüber dem Studium der Europäischen Ethnologie und die wirtschaftlichen Herausforderungen für Geisteswissenschaftler.
2. Einleitung: Die Einleitung diskutiert das Image der "brotlosen Kunst" und die Schwierigkeiten beim Berufseinstieg für Absolventen, während gleichzeitig die spezifischen Kompetenzen des Fachs hervorgehoben werden.
3. Zur Vorgehensweise der Statistischen Erhebung: Dieses Kapitel erläutert die methodischen Grundlagen, das gewählte Sample und die Durchführung der Befragung unter ehemaligen Studierenden des Instituts.
4. Selbst- und Fremdwahrnehmung der Absolvent_innen für Europäische Ethnologie: Es wird analysiert, wie Absolventen ihr Fach nach außen darstellen und wie sie die öffentliche Wahrnehmung, geprägt durch Vorurteile oder traditionelle Klischees, bewerten.
5. Von der "Uni" in den Arbeitsmarkt: Der Fokus liegt auf dem Übergang in die Berufswelt, den Herausforderungen bei der Bewerbung und der Bedeutung von Zusatzqualifikationen für den Erfolg.
6. Beschäftigungsmöglichkeiten für Absolvent_innen der Europäischen Ethnologie: Hier werden konkrete Tätigkeitsfelder und Arbeitsbereiche sowie die täglichen Anforderungen im Berufsalltag der Absolventen beleuchtet.
7. Geschlechtsspezifische Berufs- und Karriereverläufe: Dieses Kapitel untersucht Unterschiede in Karrierechancen und Einkommen zwischen männlichen und weiblichen Absolventen sowie die Herausforderungen bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie.
8. Fazit und Abschließende Betrachtungen: Zusammenfassende Einschätzung der Ergebnisse mit Appellen zur Profilbildung des Fachs und zur stärkeren Förderung praxisrelevanter Kompetenzen im Studium.
Europäische Ethnologie, Volkskunde, Berufseinstieg, Arbeitsmarkt, Geisteswissenschaften, Absolventenbefragung, Kulturmanagement, Qualifikationen, Karriereverläufe, Geschlechterunterschiede, Berufsverbleib, Arbeitsmarktsituation, Kulturwissenschaft, Museumswesen, Studium
Die Arbeit untersucht das Selbstverständnis und die beruflichen Werdegänge von Absolventen des Instituts für Europäische Ethnologie an der Universität Innsbruck, um aufzuzeigen, wie diese ihre Ausbildung auf dem Arbeitsmarkt einsetzen.
Im Zentrum stehen die Berufschancen, das öffentliche Image der Ethnologie, die Relevanz der im Studium vermittelten Kompetenzen sowie geschlechtsspezifische Unterschiede beim Einstieg ins Berufsleben.
Das Ziel ist es, den Studierenden eine praktische Orientierungshilfe zu bieten und aufzuzeigen, wie sie ihre geisteswissenschaftlichen Kompetenzen in einem schwierigen Arbeitsmarkt besser vermarkten können.
Der Autor führt eine quantitative und qualitative Befragung unter ehemaligen Absolventen durch und wertet diese Daten statistisch aus, ergänzt um eine kritische Analyse des akademischen und beruflichen Kontextes.
Der Hauptteil gliedert sich in Analysen zur Selbstwahrnehmung der Disziplin, Untersuchungen zu Tätigkeitsfeldern in der Praxis sowie eine differenzierte Betrachtung von Karrierewegen unter Berücksichtigung von Geschlechteraspekten.
Die Studie lässt sich durch Begriffe wie Berufseinstieg, akademische Qualifikation, Kulturmanagement, Arbeitsmarktanalyse und die fachspezifische Identität der Europäischen Ethnologie definieren.
Das Fach wird laut den befragten Absolventen oft fälschlicherweise als "brotlose Kunst" oder reine "Bauern- und Heimatkunde" wahrgenommen, was zu Vorurteilen gegenüber der modernen, kulturwissenschaftlichen Ausrichtung führt.
Die Ergebnisse zeigen, dass persönliche Netzwerke und informelle Kontakte deutlich entscheidender für den Berufseinstieg sind als das Institut selbst oder offizielle Stelleninserate.
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