Diplomarbeit, 2003
87 Seiten, Note: 1,3
1 EINLEITUNG
2 SOZIOÖKONOMISCHE DATEN UND RAHMENBEDINGUNGEN
2.1 Bevölkerung und Bruttoinlandsprodukt
2.2 Ökonomische Bedeutung einzelner Wirtschaftssektoren
2.2.1 Tourismus
2.2.2 Zuckerindustrie
2.2.3 Sonstige Wirtschaftszweige (Übertragungen, Nickel, Tabak)
2.3 Position im karibischen Wirtschaftsraum
2.3.1 Strukturelle Abhängigkeit der Karibik
2.3.2 Vergleich der karibischen Staaten
2.3.2.1 Dominikanische Republik
2.3.2.2 Haiti
2.3.2.3 Jamaika
3 WANDEL UND ENTWICKLUNG DER ÖKONOMISCHEN STRUKTUREN KUBAS AUS THEORETISCHER SICHT
3.1 Politische und ökonomische Entwicklung im regulationstheoretischen Zusammenhang
3.1.1 Allgemeine Grundlagen der Regulationstheorie
3.1.1.1 Akkumulationsregime (Wachstumsstruktur)
3.1.1.2 Regulationsweise (Koordinationsmechanismus)
3.1.1.3 Anwendbarkeit der Regulationstheorie
3.1.2 Außenwirtschaftliche Entwicklungsphasen und Stationen der Regulation
3.1.2.1 Entwicklung nach dem Zweiten Weltkrieg
3.1.2.2 Abkoppelung von den USA nach 1959 und Anlehnung an die UdSSR
3.1.2.3 Postsozialistische Ära nach 1989
3.2 Transformationstheoretische Zusammenhänge
3.2.1 Begriff der Transformation
3.2.2 Transformation der kubanischen Wirtschaft
4 MOTIVE UND AUSWIRKUNGEN DES US-EMBARGOS
4.1 Grundlagen des Embargos
4.1.1 Erläuterung und Abgrenzung des Embargos
4.1.2 Embargoarten
4.2 Embargomaßnahmen der USA
4.2.1 Ziele und Entwicklung des US-Embargos
4.2.2 Handels-, Investitions- und Dienstleistungsblockade
4.2.3 Reaktionen von Drittstaaten auf das Embargo
4.2.4 Harmonisierung der Handelsbeziehungen mit den USA
4.3 Wirkung und Bewertung des Embargos
5 KUBA IM TRANSFORMATIONS- UND GLOBALISIERUNGSPROZESS
5.1 Ursachen und Folgen der Globalisierung
5.1.1 Entwicklung des Außenhandels
5.1.2 Entwicklung der Direktinvestitionsströme
5.2 Maßnahmen der Transformation
5.2.1 Investitionsförderungen auf Kuba
5.2.2 Reformen im Tabak- und Tourismussektor
6 FAZIT
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, die Transformationen der kubanischen Wirtschaft nach dem Zusammenbruch des Ostblocks zu analysieren, insbesondere unter dem Einfluss des fortdauernden US-Embargos. Die Forschungsfrage untersucht, wie Kuba trotz seiner politischen Ausrichtung am Sozialismus und schwieriger externer Rahmenbedingungen an globalen ökonomischen Tendenzen partizipieren kann und welche Rolle externe Schocks sowie interne Reformen dabei spielen.
4.1.2 Embargoarten
Es lassen sich vier verschiedenen Arten von Embargos unterscheiden (vgl. Lindemeyer 1975, S. 234ff.):
1. Das Ausfuhrembargo ist die am häufigsten vorkommende Art und zielt darauf ab, die Versorgung einer fremden Volkswirtschaft mit bestimmten Waren zu unterbinden. Keine Güter sollen das Territorium des betroffenen Staates erreichen. Diese Form des Embargos wird von den USA gegen Kuba seit 1960 aufrechterhalten (vgl. Lindemeyer 1975, S. 347).
2. Das Einfuhrembargo verfolgt das Ziel der Schädigung der gegnerischen Volkswirtschaft durch eine Verkleinerung der Absatzmöglichkeiten im Ausland. Das Importembargo führt zu einem Güterrückstau, der Arbeitslosigkeit, Betriebsstillegungen und konjunkturelle Lähmung mit sich bringt. Die EU verhängte nach der Invasion der argentinischen Streitkräfte auf den Falkland-Inseln für kurze Zeit gegen Argentinien ein Importembargo, was nach der Wiederbesetzung der Inseln durch Großbritannien sofort wieder aufgehoben wurde (vgl. Seeler 1982, S. 612).
3. Ein Kapitalembargo kommt nur selten vor und untersagt die Vergabe von Krediten und Darlehen an die Regierung des fremden Staates und dessen Einwohner. Das Kapitalembargo ist eine Ergänzung zum Import- und Exportembargo, um das betroffenen Land daran zu hindern, die entstandenen Schwierigkeiten durch Kredite zu überbrücken und den Bezug der verweigerten Waren aus Drittländern zu finanzieren. Bis zum 23. Mai 2003 bestand gegen den Irak, neben dem Einfuhr und Ausfuhrembargo, auch ein Kapitalembargo, das sämtliche irakische Vermögen im Ausland einfror, um für den Irak den Waffenhandel zu erschweren (vgl. Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit 2003).
4. Ein Transportmittelembargo richtet sich gegen die Verkehrsmittel wie Schiffe und Flugzeuge, eines Landes. Sie dürfen keine Güter des gegnerischen Staates transportieren. Versorgung und die Ausfuhr des betroffenen Staates sollen behindert werden, was als konsequente Ergänzung zu den drei vorher aufgeführten Embargoarten gilt.
1 EINLEITUNG: Die Arbeit erläutert die schwierige wirtschaftliche Lage Kubas im Kontext des US-Embargos und der globalen Globalisierungstendenzen nach dem Ende des Sozialismus im Ostblock.
2 SOZIOÖKONOMISCHE DATEN UND RAHMENBEDINGUNGEN: Es wird die sozioökonomische Entwicklung Kubas im Vergleich zu karibischen Nachbarstaaten dargestellt, wobei die Bedeutung des Tourismus und der Zuckerindustrie hervorgehoben wird.
3 WANDEL UND ENTWICKLUNG DER ÖKONOMISCHEN STRUKTUREN KUBAS AUS THEORETISCHER SICHT: Die Regulationstheorie dient als Rahmen, um die Entwicklung Kubas in stabilen Wachstumsphasen und krisenhaften Transformationsprozessen zu analysieren.
4 MOTIVE UND AUSWIRKUNGEN DES US-EMBARGOS: Dieses Kapitel definiert verschiedene Embargoarten und analysiert die spezifischen Maßnahmen der USA gegen Kuba sowie deren Auswirkungen und Reaktionen von Drittstaaten.
5 KUBA IM TRANSFORMATIONS- UND GLOBALISIERUNGSPROZESS: Der Fokus liegt auf der Integration Kubas in die Weltwirtschaft durch Investitionsförderung, Transformation der Wirtschaftsstruktur und der selektiven Öffnung für ausländisches Kapital.
6 FAZIT: Die Zusammenfassung bilanziert die Transformation als halbierte Anpassung, die ohne eine grundlegende politische Öffnung die wirtschaftliche Abhängigkeit und die Probleme der ineffizienten traditionellen Sektoren nicht vollständig beheben kann.
Kuba, US-Embargo, Außenwirtschaftsbeziehungen, Transformation, Globalisierung, Zuckerindustrie, Tourismus, Regulationstheorie, Direktinvestitionen, Joint Ventures, Wirtschaftssanktionen, Reformen, Wirtschaftskrise, Kapitalembargo, Außenhandelsstruktur
Die Arbeit analysiert die ökonomische Transformation Kubas nach 1989 im Spannungsfeld zwischen globalen Marktöffnungen und dem seit Jahrzehnten bestehenden US-Embargo.
Zentrale Themen sind die Rolle der Zuckerindustrie, das Wachstum der Tourismusbranche, die Auswirkung von US-Sanktionen auf die Versorgungslage und die Anpassung der kubanischen Wirtschaftsgesetzgebung an internationale Standards durch Joint Ventures.
Das Ziel ist es darzulegen, wie Kuba trotz seines Festhaltens am sozialistischen System und massiver externer Blockaden wirtschaftlich überlebt und welche Strategien zur Integration in den Weltmarkt verfolgt werden.
Der Autor verwendet den theoretischen Ansatz der Regulationstheorie, um die Abfolge von stabilen Entwicklungsphasen und wirtschaftlichen Krisen auf Kuba systematisch zu erklären.
Der Hauptteil befasst sich detailliert mit der historischen Entwicklung Kubas nach dem Zweiten Weltkrieg, der Anwendung der Regulationstheorie auf den Transformationsprozess sowie den spezifischen Mechanismen und Auswirkungen des US-Embargos.
Wichtige Schlagworte sind Transformation, US-Embargo, Tourismus, Zuckerindustrie, Globalisierung, Direktinvestitionen und Regulationstheorie.
Er dient als primäre Devisenquelle, um nach dem Wegfall der sowjetischen Subventionen das Überleben der kubanischen Wirtschaft zu sichern, wobei er als "Motor" der Reintegration in die Weltwirtschaft fungiert.
Der Autor sieht darin eine extraterritoriale Verschärfung, die zwar Investoren abschrecken soll, aber primär die Abhängigkeit zementiert und eine weitreichende wirtschaftliche Normalisierung mit den USA verhindert.
Ihre Geldüberweisungen (Remissen) sind zu einer der wichtigsten Devisenquellen geworden und tragen massiv zur Stabilisierung des privaten Konsums und der Versorgung der Bevölkerung bei.
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