Diplomarbeit, 2012
96 Seiten, Note: 1,5
1 Vorwort
2 WortartInterjektionen
2.1. Interjektionen im Deutschen und Slowakischen
2.2. Unterscheidungskriterien der Interjektionen
2.3.Einteilung der Interjektionen
3 Wesen der Onomatopoetika
3.1 Onomatopoetika
3.2. Onomaopoetikon Begriffbestimmung
3.3 Unterschied zwischen Onomatopoesie und Lautsymbolik
3.4 Arten der Onomatopöie
4 Ein Sprachvergleich der deutschen und slowakischen Onomatopoesie
4.1 Spezifische Merkmale der Phonologie und Phonographie der deutschen und slowakischen Onomatopoetika
4.2 Spezifische Merkmale der Morphologie der Onomatopoetika
4.3 Graphische Merkmale der deutschen und slowakischen Onomatopoetika
4.4 Syntaktische Merkmale der deutschen und slowakischen Onomatopoesie
4.5 Umschreibende Onomatopoetika
5 Objektivität vs. Subjektivität der Lautnachahmung
6 Moderner Verwendungsbereich der Lautmalerei
6.1 Comics und seine Sprache
7 Praktischer Teil
7.1 „Eine akustische Analyse der Bauernhofgeräuschen“
8 Zusammnefassung des Sprachvergleichs:
9 Eigene Forschung
9.1 Umfrage
10 Schluß
11 Resumé
12 LITERATURVERZEICHNIS:
12.1 Bücher
12.2 Zeitschriftaufsätze und Artikel
12.3 Wörterbücher und Korpora
12.4 Internetquellen
13 Verwendete Abkürzungen
14 Beilagen
Die Arbeit untersucht kontrastiv das Phänomen der Onomatopoetika (Lautmalerei) im Deutschen und Slowakischen. Das Hauptziel besteht darin, die Annahme zu widerlegen, dass Onomatopoetika lediglich Randphänomene der Sprache ohne echten Wortstatus seien, und stattdessen ihre Bedeutung innerhalb des linguistischen Systems, ihre lautlichen Besonderheiten sowie ihren Gebrauch in verschiedenen Kontexten wie Comics und Chat-Kommunikation darzulegen.
4.1 Spezifische Merkmale der Phonologie und Phonographie der deutschen und slowakischen Onomatopoetika
Sehr interesant und für Onomatopoeitika kennzeichnend ist ihre Unabhängigkeit auf Phonemfolge des Wortes und ihre Entwicklungsstabilität. (Korinek, 1934). Onomatopoetika enthalten oft phonologische Abweichungen, da sie entweder fremdwortartigen Merkmale tragen, oder sie ungeachtet der sprachlichen Konvention zum Zweck der Lautimitation gebildet werden, meistens weichen sie nicht nur von Phonotaktik ab, sondern bilden Silben ohne vokalischen Silbenkern . (tss,psst, ). Manchmal scheint es sie ein anderes phonologischen Systems zugrundeliegend.
Sowohl Interjektionen als auch Onomatopoetika (slwk.„zvukomalebné citoslovcie“) durch Fremdphone und anomale Lautkombinationen phonologisch und phonotaktisch von einer Einzelsprache abweichen können. Einzelne Unterschiede im Lautsystem des Deutschen und Slowakischen können wir im Bereich der Lautmalerei beobachten .
Der Vokalsystem der Slowaken besteht aus zwei parallel aufgebauten Teilsystemen der langen und der kurzen Vokale. Es enthält (ohne Diphtonge) elf Phoneme. Das deutsche Vokalsystem besteht ebenso aus zwei fast parallel aufgebauten Teilsystemen von langen und kurzen Vokalen. Es enthält fünfzehn Phoneme, hinzu kommt noch nichtakzentuierten Silben auftretende /ə/ und die Diphtonge. Den elf Slowakischen stehen also im Deutschen sechzehn Vokalphoneme gegenüber. Und aus dieser Gegenüberstellung erfährt man, dass im Deutschen der slowakische Zentralvokal /ä/ fehlt. Im Slowakischen fehlen dagegen die gerundeten Vordervokale /y:/,/Y/,/ø,/,/ œ /, der ungerundete Vordervokal /e:/ und der lange gerundete Hintervokal /o:/, außerdem hat das Slowakische keinen Zentralvokal /ə/. Und weil die slowakische Sprache keine Umlaute wie ö ([œ]/[ø:]) und ü ([y(:)]) kennt, werden sie beim Übersetzen meistens häufig durch entrundet e ([ɛ(:)]) und i ([i(:)]) substituiert.
1 Vorwort: Einleitung in die Thematik der Lautmalerei und Begründung der Motivation für diese Arbeit.
2 WortartInterjektionen: Theoretische Abgrenzung und historische Entwicklung des Begriffs Interjektion.
3 Wesen der Onomatopoetika: Definition der Onomatopoetika und Abgrenzung gegenüber Begriffen wie Lautsymbolik.
4 Ein Sprachvergleich der deutschen und slowakischen Onomatopoesie: Detaillierter Vergleich der phonologischen, morphologischen und syntaktischen Eigenschaften in beiden Sprachen.
5 Objektivität vs. Subjektivität der Lautnachahmung: Diskussion über die kulturelle Prägung der Lautnachahmung und Widerlegung der Objektivitätsthese.
6 Moderner Verwendungsbereich der Lautmalerei: Analyse der Rolle von Onomatopoetika in Comics und moderner digitaler Kommunikation.
7 Praktischer Teil: Analyse von Tierlauten auf dem Bauernhof und deren lautliche Realisierung.
8 Zusammnefassung des Sprachvergleichs:: Synthese der Ergebnisse aus dem linguistischen Vergleich.
9 Eigene Forschung: Darstellung und Auswertung der durchgeführten Umfrage.
10 Schluß: Zusammenfassende Schlussfolgerungen zur Relevanz und zum Stellenwert der Onomatopoetika.
11 Resumé: Zusammenfassung der Arbeit in slowakischer Sprache.
12 LITERATURVERZEICHNIS:: Auflistung der verwendeten Primär- und Sekundärliteratur sowie Internetquellen.
Interjektion, Onomatopoetika, Lautmalerei, Reduplikation, Comics, Wortexpressivität, Subjektivität, Objektivität, Inflektive, Akronyme, Tierlaute, Kontrastive Linguistik, Lautsymbolik, Sprachvergleich, Onomatopöie.
Die Arbeit behandelt die kontrastive linguistische Analyse von Onomatopoetika (lautmalenden Wörtern) im Deutschen und Slowakischen.
Zu den Schwerpunkten zählen die Definition von Onomatopoetika, ihr morphologisches und syntaktisches Verhalten, ihr Gebrauch in Comics und sozialen Medien sowie die Frage, ob Lautnachahmung objektiv oder kulturell bedingt subjektiv ist.
Das Ziel ist es, nachzuweisen, dass Onomatopoetika vollwertige sprachliche Zeichen mit spezifischen Funktionen sind und ihre Einstufung als reines Randphänomen zu revidieren.
Es handelt sich um eine kontrastive, explorative Studie, die sowohl theoretische Literaturanalyse als auch eine eigene empirische Umfrage kombiniert.
Der Hauptteil umfasst den systematischen Sprachvergleich, die Analyse der unterschiedlichen Realisierung von Tierlauten und die Auswertung einer Umfrage unter Schülern und Studenten.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Onomatopoetika, Kontrastive Linguistik, Lautmalerei, Interjektionen und Reduplikation beschreiben.
Trotz der gemeinsamen menschlichen Natur der Laute unterscheiden sich die Realisierungen deutlich aufgrund der unterschiedlichen phonologischen Systeme und konventioneller kultureller Prägungen.
Comics dienen als wichtiges Medium für die graphische "Ikonisierung" von Lauten und fördern durch die kreative Verwendung von Buchstaben und Interpunktion die expressive Nutzung von Schallwörtern.
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