Masterarbeit, 2012
133 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
1.1 Relevanz, Ziel und Aufbau der Arbeit
1.2 Abgrenzung der Arbeit
2. Theoretische Grundlagen
2.1 Unternehmen – Definition
2.1.1 Unternehmen – Ziele im wirtschaftlichen Kontext
2.1.2 Unternehmen – Ziele im gesellschaftlichen Kontext
2.1.3 Unternehmen – Arten und Kennzeichnungen
2.2 Ethik – Ein Definitionsansatz
2.2.1 Ethik – Deontologisches Konzept
2.2.2 Ethik – Teleologisches Konzept
2.3 Unternehmensethik – Definition
2.3.1 Unternehmensethik - Ziele
3. Stakeholder und ihre Stellung in der Unternehmensethik
3.1 Stakeholder – Wer ist das?
3.2 Stakeholdermanagement
4. Corporate Social Responsibility als Schlüsselbegriff der Unternehmensethik
4.1 Corporate Citizenship
4.2 Corporate Sustainability
4.3 Corporate Governance
4.4 Kernthemen der CSR
4.4.1 Menschenrechte & Arbeitsbedingungen
4.4.2 Umweltschutz
4.4.3 Faires unternehmerisches Handeln
4.4.4 Verbraucherschutz
4.4.5 Soziales Engagement
4.5 Institutionelle CSR-Leitsätze
4.5.1 UN Global Compact
4.5.2 Global Reporting Initiative (GRI)
4.5.3 OECD Leitsätze für multinationale Unternehmen
4.5.4 Kernarbeitsnormen der IAO
4.5.5 Weitere Leitsätze und Normen zu CSR
5. Die Stellung der Führungskräfte im ethisch orientierten Unternehmen
5.1 Führungskräfte im Unternehmen – Begriff und Aufgabe
5.2 Führungskräfte als Kommunikator der Unternehmensethik
6. Praktischer Teil: Empirische Untersuchung
6.1 Rahmendaten der Untersuchung
6.2 Technik der Untersuchung
6.3 Auswertung der Untersuchung
6.4 Ergebnisse der Untersuchung
6.4.1 Ergebnisse: Kernthema „Menschenrechte & Arbeitsbedingungen“
6.4.2 Ergebnisse: Kernthema „Schutz der Umwelt“
6.4.3 Ergebnisse: Kernthema „Faires unternehmerisches Handeln“
6.4.4 Ergebnisse: Kernthema „Schutz der Verbraucher“
6.4.5 Ergebnisse: Kernthema „Soziales Engagement“
6.4.6 Ergebnisse: Allgemeine ethische Einstellung der zukünftigen Führungskräfte
6.4.7 Zusammenhänge der gegebenen Antworten und dem Angebot von Vorlesungen zum Thema Unternehmensethik
7. Fazit
Die Arbeit untersucht das ethische Bewusstsein und die moralische Einstellung aktueller Studierender der Fachhochschule Worms, die als zukünftige Führungskräfte Verantwortung in Unternehmen tragen werden. Ziel ist es, den Einfluss akademischer Bildung im Bereich Business Ethics auf das ethische Urteilsvermögen in der Wirtschaftspraxis zu analysieren.
2.3.1 Unternehmensethik – Ziele
Das primäre Ziel der Unternehmensethik ist zunächst die Generierung eines nachhaltigen und im ethischen Sinne vertretbaren Erfolges und somit letztendlich der Erhalt und die positive Entwicklung des Unternehmens. Kunze unterteilt die weiteren Ziele der Unternehmensethik in 4 Themenbereiche:
1. Kultur- und verfassungsbezogene Ziele
Diese stehen in Zusammenhang mit „der verbindlichen Kodifizierung von Werten und Haltungen.“ Das Ziel hier ist die Erstellung von vom Unternehmen verbindlich in Kraft zu setzende Normen, meist Kodizes, denen eine Verständigung mit den „vom unternehmerischen Handeln betroffenen Menschen“ zu Grunde liegt. Gesetzliche Normen sollen so eingehalten und durch unternehmenseigene Regelungen ergänzt werden. Des Weiteren verfolgt eine unternehmenseigene Kodifizierung von Werten das unternehmensinnenpolitische Ziel der Bildung eines Gemeinschaftsbewusstseins, was eine nachhaltige Aufwertung der Identifikation, Loyalität, Leistungs- und Kooperationsbereitschaft zur positiven Folge hat.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die steigende Bedeutung der Unternehmensethik durch Beispiele wie den Arzneimittelskandal bei Grünenthal und definiert Zielsetzung und Aufbau der Arbeit.
2. Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel liefert eine begriffliche Fundierung von Unternehmen und Ethik, wobei deontologische und teleologische Konzepte gegenübergestellt werden.
3. Stakeholder und ihre Stellung in der Unternehmensethik: Der Fokus liegt auf der Definition von Anspruchsgruppen und der Einführung eines Stakeholdermanagements zur Beziehungsqualitätssicherung.
4. Corporate Social Responsibility als Schlüsselbegriff der Unternehmensethik: Dieses Kapitel erläutert CSR als Oberbegriff und vertieft die Kernthemen wie Menschenrechte, Umweltschutz und faires Handeln sowie relevante institutionelle Leitsätze wie den UN Global Compact.
5. Die Stellung der Führungskräfte im ethisch orientierten Unternehmen: Es wird die Rolle der Führungskraft als Vorbild und Kommunikator der Unternehmensethik herausgearbeitet, inklusive des Modells der Unternehmenswertschöpfung.
6. Praktischer Teil: Empirische Untersuchung: Die Untersuchung an der Fachhochschule Worms erfasst die ethische Einstellung von Studierenden und korreliert diese mit dem Besuch von Ethik-Vorlesungen.
7. Fazit: Die Arbeit resümiert, dass zwar ethisches Bewusstsein vorhanden ist, jedoch Handlungsbedarf bei der Ausbildung besteht, da Vorlesungen einen signifikanten positiven Einfluss auf die moralische Urteilsbildung haben.
Unternehmensethik, Corporate Social Responsibility, CSR, Stakeholdermanagement, Führungskräfte, Ethik, Wirtschaftsethik, Nachhaltigkeit, Empirische Untersuchung, Business Ethics, Corporate Citizenship, Corporate Governance, Menschenrechte, Korruptionsbekämpfung, Verbraucherschutz
Die Arbeit untersucht das Verständnis für ethische Fragestellungen bei Studierenden, welche die kommenden Führungskräfte in der Wirtschaft bilden.
Die zentralen Bereiche umfassen Menschenrechte in der Lieferkette, Umweltschutz, Korruptionsprävention, Verbraucherschutz und das soziale Engagement von Unternehmen.
Das Ziel besteht darin, die ethische Grundeinstellung der Studierenden zu erfassen und zu prüfen, ob der Besuch von Business-Ethics-Vorlesungen einen messbaren Einfluss auf ihre moralischen Entscheidungen hat.
Es wurde eine primärstatistische Teilerhebung mittels eines standardisierten Fragebogens durchgeführt, wobei die Daten anschließend mittels SPSS 20 ausgewertet wurden.
Der Hauptteil liefert ein Fundament aus betriebswirtschaftlichen und ethischen Definitionen und erläutert relevante CSR-Standards wie den UN Global Compact oder die OECD-Leitsätze.
Wichtige Begriffe sind Corporate Social Responsibility (CSR), Stakeholder, Business Ethics, Nachhaltigkeit und das ethische Führungsverhalten.
Die Ergebnisse zeigen signifikante Abhängigkeiten: Studierende, die Lehrveranstaltungen zu Unternehmensethik besucht haben, tendieren bei ethischen Konfliktfragen deutlich häufiger zu moralisch fundierten Antworten.
Die Arbeit fordert ein neues Bildungsverständnis an Hochschulen, da die ethische Sensibilisierung der zukünftigen Führungskräfte durch universitäre Ausbildung maßgeblich gesteigert werden kann.
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