Bachelorarbeit, 2012
68 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
1.1 Paradigmenwechsel in der Kommunikation
1.2 Abgrenzung des Themas
1.3 Aufbau und Vorgehensweise
2 Rollen von Messen
2.1 Relevanz für den Marketing-Mix
2.2 Relevanz von Messen in der Kommunikationspolitik
2.3 Funktionen von Messen
2.4 Messeziele
2.4.1 Qualitative und quantitative Messeziele
2.4.2 Kommunikative und psychologische Zielsetzungen
2.5 Zielgruppen auf Messen
3 Kommunikation als Live-Communication
3.1 Grundregeln der Kommunikation
3.2 Merkmale von Live-Communication
3.3 Problemfelder der Live-Communication
3.4 Die Laswell Formel
4 Kommunikationsstrategie für Messen
4.1 Typen von Kommunikationsstrategien
4.2 Systematische Kommunikationsplanung für Messen
4.3 Instrumente der Messekommunikation
4.3.1 Messestand
4.3.2 Standpersonal
4.3.3 Exponate
4.3.4 Kommunikationsmaßnahmen
5 Auswirkungen von Kommunikationsstrategien
5.1 Prozesse der Kommunikationswirkung
5.2 Wirkungen der Live-Communication
5.2.1 Psychografische Wirkungen
5.2.2 Ökonomische Wirkungen
5.2.3 Multisensuale Wirkungen
5.3 Besonderheiten der Wirkung von Live-Communication
5.4 Wirkungsmessung
5.4.1 Methoden und Instrumente der Wirkungsmessung
5.4.2 Probleme der Wirkungsmessung
5.5 Effizienz und Effektivität von Messebeteiligungen
5.6 Wirkungsgrad von Messebeteiligungen
6 Optimierung von Kommunikationsstrategien
Die vorliegende Bachelor-Arbeit untersucht, inwiefern optimierte Kommunikationsstrategien den Wirkungsgrad von Messeauftritten steigern können. Unter dem Fokus des „Live-Communication“-Ansatzes wird analysiert, wie multisensuale Reize das Rezipientenverhalten beeinflussen und wie Unternehmen ihre Messekommunikation systematisch planen und messen können, um nachhaltige ökonomische Erfolge zu erzielen.
Axiom 1: „Man kann nicht nicht kommunizieren.“
Kommunikation umfasst nicht nur Worte. Der Mensch kommuniziert überwiegend durch Körpersprache, Körperhaltung, Betonung, Sprechweise und die Geschwindigkeit der Sprache. Diese sogenannte non-verbale Kommunikation bzw. dieses grundlegende Verhalten kann schwer gesteuert werden. Worte hingegen können einfach lügen. Sowohl Worte als auch Verhalten haben einen beeinflussenden Mitteilungscharakter und kommunizieren dadurch automatisch. Kommunikation ist Verhalten. Man kann sich daher nicht nicht Verhalten und folglich auch nicht nicht kommunizieren.
Beispiel: Eine Messe-Hostess steht an einem Empfangs-Counter und schaut dauerhaft auf ihren Bildschirm. Dabei teilt sie dem interessierten Messebesucher non-verbal mit, dass sie nicht angesprochen werden möchte.
1 Einleitung: Diese Einleitung beschreibt den Paradigmenwechsel von der klassischen Einwegkommunikation hin zur erlebnisorientierten Live-Communication und skizziert die methodische Vorgehensweise der Arbeit.
2 Rollen von Messen: Dieses Kapitel ordnet Messen in den Marketing-Mix ein und erläutert deren vielfältige Funktionen sowie die Ableitung von quantitativen und qualitativen Messezielen.
3 Kommunikation als Live-Communication: Hier werden die theoretischen Grundlagen der zwischenmenschlichen Kommunikation (insb. nach Watzlawick) und die spezifischen Merkmale der Live-Communication als Erfolgsfaktor auf Messen dargelegt.
4 Kommunikationsstrategie für Messen: Dieses Kapitel widmet sich der strategischen Planung und den spezifischen Instrumenten der Messekommunikation, wie Messestand, Personal und Exponate.
5 Auswirkungen von Kommunikationsstrategien: Dieser Teil analysiert die psychografischen, ökonomischen und multisensualen Wirkungen von Messeauftritten sowie die Problematiken der Wirkungsmessung.
6 Optimierung von Kommunikationsstrategien: Das abschließende Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und leitet Handlungsempfehlungen für zukünftige, optimierte Messeauftritte ab.
Live-Communication, Messekommunikation, Kommunikationsstrategie, Messebeteiligung, Marketing-Mix, Wirkungsmessung, Multisensualität, Kundengewinnung, Messestand, Standpersonal, Markenauftritt, Erfolgsfaktoren, Edutainment, Zielgruppenorientierung, Kommunikationsziele
Die Arbeit analysiert die strategische Bedeutung von Kommunikationsmaßnahmen auf Messen vor dem Hintergrund eines Paradigmenwechsels in der Marketingkommunikation.
Die zentralen Themen umfassen die Rolle von Messen im Marketing-Mix, die psychologischen Grundlagen der Kommunikation, die strategische Planung von Messeauftritten und deren Erfolgsbewertung.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Unternehmen durch den gezielten, strategischen Einsatz von Kommunikationsmitteln und multisensualen Reizen den Wirkungsgrad ihrer Messebeteiligungen optimieren können.
Es handelt sich um eine literatur- und theoriebasierte Analyse, die kommunikationstheoretische Modelle auf die Praxis des Messe- und Eventmanagements überträgt.
Der Hauptteil gliedert sich in die Rollen von Messen, die Besonderheiten der Live-Communication, die strategische Gestaltung von Messeauftritten und die detaillierte Analyse von Wirkungs- und Messmethoden.
Die Arbeit lässt sich primär durch Begriffe wie Live-Communication, Messekommunikation, Kommunikationsstrategie und Erfolgskontrolle beschreiben.
Das Standpersonal ist ein kritischer Erfolgsfaktor, da es als Repräsentant des Unternehmens die direkte Interaktion ("High Touch") mit dem Besucher gestaltet und somit wesentlich zur Atmosphäre und Botschaftsvermittlung beiträgt.
Das Hauptproblem liegt in der schwierigen Messbarkeit, da oft eine klare Zurechenbarkeit zwischen spezifischen Maßnahmen und dem wirtschaftlichen Erfolg fehlt (Ursache-Wirkungs-Problem, Time-Lag-Effekte).
Multisensuale Reize (Sehen, Hören, Tasten etc.) steigern die Erinnerungsleistung bei den Besuchern erheblich, da sie Informationen emotionaler und intensiver vermitteln, was in einer reizüberfluteten Messeumgebung entscheidend ist.
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