Examensarbeit, 2012
46 Seiten, Note: 8 Punkte - befriedigend
Diese Arbeit analysiert die Rolle der sozialen Mächtigkeit im deutschen Arbeitsrecht und insbesondere im Kontext der Koalitionsfreiheit. Sie befasst sich mit dem Wandel der Gewerkschaftslandschaft und den daraus resultierenden Herausforderungen für den Koalitionsbegriff.
Kapitel A beleuchtet die Veränderungen in der Gewerkschaftslandschaft und stellt die zentrale Frage nach der Bedeutung der sozialen Mächtigkeit im Koalitionsbegriff. Kapitel B analysiert den Begriff der sozialen Mächtigkeit im Detail, untersucht seine Kriterien, Funktionen und die verfassungsrechtlichen Probleme, die sich aus der Anwendung dieses Begriffs ergeben. In Kapitel C werden alternative Konzepte zur sozialen Mächtigkeit diskutiert, bevor ein rechtsvergleichender Ausblick die Thematik in einem internationalen Kontext einordnet.
Soziale Mächtigkeit, Koalitionsfreiheit, Gewerkschaftslandschaft, Koalitionsbegriff, Tariffähigkeit, Verfassungsrecht, Arbeitsrecht, Rechtsvergleich, Tarifvertrag, Betriebsverfassung, Mitbestimmung, Gewerkschaftspluralismus.
Soziale Mächtigkeit bezeichnet die Fähigkeit einer Arbeitnehmervereinigung, durch Druck (z.B. Streik) den sozialen Gegenspieler (Arbeitgeber) zu Verhandlungen über Tarifverträge zu bewegen.
Sie dient als Kriterium, um zu entscheiden, ob eine Vereinigung rechtlich als Gewerkschaft anerkannt wird und somit Tariffähigkeit besitzt.
Kritiker sehen darin einen möglichen Verstoß gegen die kollektive Koalitionsfreiheit (Art. 9 Abs. 3 GG), da kleine oder junge Gewerkschaften dadurch benachteiligt werden könnten.
Seit 2010 können verschiedene Tarifverträge nebeneinander im selben Betrieb gelten, was die Bedeutung kleinerer Spartengewerkschaften gestärkt hat.
Diskutiert werden Konzepte wie die relative Tariffähigkeit oder das Prinzip des freien Spiels der Kräfte mit nachträglicher Missbrauchskontrolle.
Kriterien sind unter anderem die Mitgliederzahl, die finanzielle Ausstattung und die Fähigkeit, Tarifverträge dauerhaft zu verwalten.
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