Masterarbeit, 2012
89 Seiten, Note: 1,0
Didaktik für das Fach Englisch - Pädagogik, Sprachwissenschaft
1. Einleitung
2. Theoretischer Teil
2.1 Prozessorientierung als didaktisches Konzept
2.1.1 Historie und Ausrichtung
2.1.2 Bildungstheoretischer Hintergrund und Merkmale
2.1.3 Medien und Inhalte
2.2 Prozessorientierte Schreibdidaktik
2.2.1 Die Rolle des Schreibens im Unterricht
2.2.2 Modelle des Schreibprozesses
2.2.3 Phasen und Verlauf von Schreibprozessen
2.2.4 Prinzipien prozessorientierter Schreibdidaktik
2.2.5 Schwierigkeiten und Kritik
2.3 Prozessorientiertes Schreiben in der Fremdsprache
2.3.1 Schreiben im Fremdsprachenunterricht
2.3.2 Spezifika des fremdsprachlichen Schreibens
2.4 Aktueller Forschungsstand zum Schreiben in der Fremdsprache
3. Praktischer Teil
3.1 Schreibvorbereitung
3.2 Textsorten- und Textmusterkenntnisse
3.3 Textbausteine
3.4 Korrigieren, Revidieren, Überarbeiten
3.5 Fehlerfeedback
4. Empirischer Teil
4.1 Anlage der Studie und methodologische Implikationen
4.1.1 Versuchsgruppe und zeitlicher Rahmen der Untersuchung
4.1.2 Evaluationsdesign
4.1.3 Erhebungsmethoden
4.1.3.1 Erhebung der Schreibprodukte
4.1.3.2 Erhebung des Fragebogens
4.1.4 Auswertungsmethoden
4.1.4.1 Auswertung der Schreibprodukte
4.1.4.2 Auswertung des Fragebogens
4.1.5 Besonderheiten/Schwierigkeiten
4.2. Untersuchungsergebnisse
4.2.1 Essay A: „Globalization“ (Erstversion)
4.2.2 Essay B: „Globalization“ (Endversion)
4.2.3 Essay C: „Tourism“
4.2.4 Essay D: „Media“
4.2.5 Gegenüberstellung der Auswertungsergebnisse
4.2.6 Auswertung des Fragebogens
4.2.7 Zusammenfassung und Diskussion der Auswertungsergebnisse
5. Fazit
5.1 Ausblick
5.2 Persönliche didaktische Konsequenzen
Die Arbeit untersucht, inwieweit prozessorientierte Methoden der Schreibförderung im Fremdsprachenunterricht dazu beitragen können, die Schreibkompetenz von Schülern in einem Englisch-Leistungskurs zu steigern, wobei der Fokus auf der lernprozessbegleitenden Entwicklung von Schreibstrategien und der kritischen Reflexion des Schreibprozesses liegt.
2.2.3 Phasen und Verlauf von Schreibprozessen
Die in Kapitel 3.2 bereits vorgestellten, auf das Schreibmodell von Hayes und Flower zurückgehenden Subprozesse des Schreibens legen eine Gliederung des Schreibprozesses in eine textgenerierende und eine textredigierende Etappe nahe. In den ersten beiden Phasen (Planung und Formulierung) steht das Generieren, in der abschließenden Phase (Überarbeitung) das Redigieren des Textes im Vordergrund (vgl. auch Kästner 1997: 158).
Pre-Writing
In der zumeist als pre-writing bezeichneten Phase der Schreibvorbereitung (auch Textgenerierung, Hinführungsphase, composing oder planning genannt) wird das Schreibvorhaben systematisch konkretisiert. Der/die Schreibende stellt sich die Fragen: Worüber will ich schreiben? (content); welche sprachlichen Mittel brauche ich, um diese Absicht zu realisieren? (language); in welcher Textform wird meine kommunikative Absicht am wirkungsvollsten realisiert? (genre) (vgl. Bludau 1998: 14). In dieser Phase, die dem eigentlichen Formulieren vorausgeht, helfen Techniken wie das Assoziieren, brainstorming und clustering dem Schreibenden dabei, ein klares Bild des Schreibvorhabens zu entwickeln.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Vernachlässigung der Schreibkompetenz im schulischen Fremdsprachenunterricht und führt in das Ziel der Arbeit ein, durch prozessorientierte Didaktik eine gezielte Schreibförderung zu etablieren.
2. Theoretischer Teil: Dieses Kapitel verankert die Prozessorientierung in lernpsychologischen Theorien, erläutert verschiedene Modelle des Schreibprozesses (insbesondere Hayes & Flower) und analysiert die Spezifika des fremdsprachlichen Schreibens sowie den aktuellen Forschungsstand.
3. Praktischer Teil: Der praktische Teil stellt die konkret im Unterricht angewandten Methoden vor, wie die Schreibvorbereitung, Textmusterkenntnisse, das Training von Textbausteinen, Korrekturverfahren und die Fehler-Rückmeldung.
4. Empirischer Teil: Hier wird das Design der Fallstudie offengelegt, die durchgeführte Evaluation der 56 Schüleressays sowie die Auswertung des Fragebogens dargelegt und die Ergebnisse kritisch im Kontext der bisherigen Forschung diskutiert.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, räumt die methodischen Limitationen der Studie ein und leitet didaktische Konsequenzen für die zukünftige Unterrichtspraxis sowie Anregungen für weitere Forschungsvorhaben ab.
Prozessorientierte Schreibdidaktik, Fremdsprachenunterricht, Schreibkompetenz, Schreibprozess, Textüberarbeitung, Lernerautonomie, Schreibstrategien, Feedbackverfahren, Englisch Leistungskurs, Fallstudie, Schreibvorbereitung, Modell von Hayes und Flower, Textkohärenz, Handlungsorientierung, Formative Evaluation.
Die Arbeit untersucht, wie prozessorientierte Methoden – also die bewusste Einbeziehung der Arbeitsschritte Planung, Formulierung und Überarbeitung – die Qualität englischsprachiger Texte von Schülern in der gymnasialen Oberstufe verbessern können.
Zentral sind die theoretischen Grundlagen der Prozessorientierung, die Modellierung von Schreibprozessen, die Anwendung spezifischer Unterrichtsmethoden zur Schreibförderung sowie die formative Evaluation von Schülertexten über einen längeren Zeitraum.
Das Ziel besteht darin herauszufinden, ob eine Sensibilisierung der Lernenden für den Schreibprozess und das gezielte Einüben von Schreibstrategien messbare positive Auswirkungen auf die Qualität der Schreibprodukte in einem Englisch-Leistungskurs hat.
Es handelt sich um eine formative Evaluationsstudie im Rahmen der Praxisforschung. Der Verfasser fungiert dabei als Forschender im eigenen Unterricht und wertet insgesamt 56 Schüleressays mithilfe eines kriteriengeleiteten Bewertungsrasters sowie Daten aus anonymen Fragebögen aus.
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Überblick, der aktuelle Erkenntnisse der Schreibprozessforschung zusammenfasst, und einen praktischen Teil, in dem konkrete Unterrichtssequenzen, Übungen und die Analyse der durchgeführten Untersuchungsergebnisse vorgestellt werden.
Wichtige Begriffe sind Prozessorientierung, Schreibkompetenz, Fremdsprachenunterricht, Schreibstrategien, Textüberarbeitung, Lernerautonomie und formative Evaluation.
Die Arbeit diskutiert auf Basis der Forschungsliteratur, dass die Muttersprache bei Fremdsprachenlernenden oft als kognitive Stütze fungiert, wobei eine Interferenz zwischen L1 und L2 sowohl positive als auch herausfordernde Effekte haben kann.
Die Arbeit betont, dass viele Schüler den ersten Textentwurf oft irrtümlich als Endprodukt betrachten. Die gezielte Arbeit am Überarbeitungsprozess durch Methoden wie Peer-Feedback und Schreibkonferenzen wird als entscheidender Hebel für qualitativen Kompetenzzuwachs identifiziert.
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